"Für diejenigen, die glauben, ist kein Beweis nötig. Für diejenigen, die nicht glauben, ist kein Beweis möglich" (Stuart Chase)

Sonntag, 28. Januar 2018

Zufälle - wie zufällig ist der Zufall? Ja, das kann man berechnen.

Skeptiker verlangen von jemandem der behauptet über paranormale Fähigkeiten zu verfügen, dass er die Regeln des Zufalls brechen kann. Zufall kann man nämlich berechnen. Stimmt die Rechnung nicht, kann es kein Zufall sein. Davon gehen Skeptiker aus. Weil es so schwer ist, bei Psi-Versuchen häufiger als der Zufallsregel entsprechend Treffer zu setzen, wird unterstellt, alles was nicht der Zufallsregel entspricht wäre aktiv beeinflusst worden, was ihr entspricht, müsse daher reiner Zufall sein. Bisher haben das manche nur minimal geschafft. Das nennt man dann nicht signifikant.

Doch wenn es einem besser passt, gilt diese Regel plötzlich nicht mehr.

Im Internet fand ich "zufällig" folgende Rechnung auf einem Blog:

Ein "Hugo Philosophie" errechnet die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei einem bestimmten Ereignis um Zufall handelt, mit
1:2.563.428.000.000.000.000 

1 zu 2,5 Trillionen.

Doch da bleibt für die Skeptiker unter den Blog-Lesern der Zufall plötzlich Zufall, obwohl die Chance, es handele sich tatsächlich um Zufall, mehr als minimal ist. Was deutlich erkennen lässt, worum es in Wahrheit eigentlich geht. Kein Zufall DARF nur das sein, was Menschen oder andere Lebewesen, mehr oder weniger bewusst, aus eigener Kraft, für alle sichtbar tun und bewirken. Geschieht etwas das scheinbar ohne sichtbare Einwirkung durch Lebewesen, MUSS es Zufall sein. Auch wenn es noch so signifikant ist. Wäre es nicht so, müsste man die Sache ja vielleicht hinterfragen.

Bei der Geschichte welche den Herrn Hugo Philosophie zum Rechnen brachte, geht es um eine eingestürzte Kirche. Niemand kam zu Schaden, obwohl eigentlich zu diesem Zeitpunkt viele Menschen dort sein hätten sollen. "Zufällig" war zu diesem Zeitpunkt aber niemand dort. Diese vielen Menschen hatten dabei die unterschiedlichsten Gründe, weshalb sie gerade an diesem Tag nicht in diese Kirche gehen konnten, oder wollten.

Der Blog-Autor, der diese Geschichte als Beispiel ausgewählt hatte, um zu erklären, weshalb es keine paranormalen Ereignisse geben kann, wundert sich, weil die Gläubigen dieses Ereignis als Hilfe Gottes betrachten. Sie seien eben gläubig und daher dumm.

Mich wundert das  nicht. Viele Menschen halten das Brechen der Zufallsregeln für beängstigend. Sie reagieren deshalb mit einer heftige Paranoia.

Skeptiker, wie es sehr oft Polizisten sind, werden wahrscheinlich an eine Verschwörung denken. Vielleicht will man auf diese Weise Skeptiker überzeugen, indem man selbst die Kirche einstürzen ließ?

Gläubige machen Gott, oder den Teufel dafür verantwortlich. Der Teufel lässt die Kirche einstürzen und Gott hindert die Gläubigen, in diese Kirche zu dieser Zeit zu gehen, um sie zu retten. Auch das ist eine Form der Paranoia.

Die meisten Menschen werden sich einfach nur wundern und sich fragen, wie dies alles möglich ist. Hat der 6. Sinn der Menschen, die in diese Kirche zu genau dieser Zeit hätten gehen sollen, einfach nur gut funktioniert?

Aber kaum jemand wird ein solches, total unwahrscheinliches Ereignis, einfach nur als bloßen Zufall abtun. Zumindest nicht wenn er Zufallswahrscheinlichkeiten errechnen kann.

Ist der Zufall zufällig? Das kommt uns nur so vor. In Wahrheit ist er geregelt. Sonst könnte man ihn ja nicht berechnen. Alles andere wäre Chaos. Er hilft uns, Situationen richtig einzuschätzen. Je weniger eine Situation den Regeln des Zufalls folgt, desto eher ist sie in der einen, oder in der anderen Weise geplant - nehmen wir an.

"Ein fast schon manischer Liebhaber des Zufalls ist auch der amerikanische Bestseller-Autor Paul Auster, der seine Helden oft mystischen Pfaden und Zeichen folgen lässt, deren verborgener Sinn sich dann plötzlich offenbart. In dem frühen autobiografischen Buch "Die Erfindung der Einsamkeit" erzählt er: "Während des Krieges hatte sich M.s Vater mehrere Monate lang in einer Pariser chambre de bonne vor den Nazis versteckt. Schließlich gelang ihm die Flucht nach Amerika, wo er ein neues Leben begann. Mehr als zwanzig Jahre vergingen, M. war geboren worden, herangewachsen und ging zum Studium nach Paris. Dort angekommen, verbrachte er einige schwierige Wochen mit der Suche nach einer Wohnung. Gerade als er verzweifelt aufgeben wollte, fand er eine Bleibe. Gleich nach seinem Einzug teilte er seinem Vater in einem Brief die gute Nachricht mit. Etwa eine Woche später bekam er Antwort. Deine Adresse, schrieb M.s Vater, bezeichnet dasselbe Gebäude, in dem ich mich während des Krieges versteckt habe. Und dann beschrieb er das Zimmer in allen Einzelheiten. Es ergab sich, der Sohn hatte eben dieses Zimmer gemietet." Paul Auster, der Schriftsteller, schwört, dass die Geschichte wahr sei. https://www.brigitte.de/woman/leben-lieben/psychologie/uebersinnliches--zufall-oder-schicksal--10128822.html

Natürlich gibt es auch bewusst herbei geführte Zufälle. Wenn jemand Kontakt zu jemandem sucht, dem er das nicht so offen sagen will, tut er, als würde er ihn zufällig auf der Straße treffen. Das ist mir auch schon mehrmals passiert. Doch obwohl ich an intelligente Zufälle glaube, halte ich produzierte Zufälle nicht für intelligent, sondern für sehr dumm. Weil man das leicht durchschaut.

Es gibt jedoch häufig echte Zufälle, die ich als insofern intelligent bezeichne, als sie zwar nicht bewusst herbei geführt werden, aber doch einen bestimmten Zweck verfolgen. Das Schicksal hat einen Plan, den wir unbewusst ausführen. So frei wie wir denken, sind wir vermutlich nicht. Uns sind enge Grenzen gesetzt, was unsere Handlungsfreiheit betrifft. Manchmal entscheiden sich zwei, oder gar mehrere Menschen gleichzeitig, etwas Bestimmtes zu tun. Oder einer macht sich auf den Weg um genau dort zu landen, wo ein anderer zuvor heftige Emotionen erlebte, wie in obigem Beispiel beschrieben.

18 Menschen trafen zufällig ihren Doppelgänger. Kann das in allen Fällen Zufall sein? Sie hielten den Moment – zur Freude der Internetgemeinde – fotografisch fest. http://www.huffingtonpost.de/2015/04/08/menschen-treffen-doppelgaenger_n_7025938.html

Ich habe die Doppelgängerin meiner Nachbarin beispielsweise zufällig in der Türkei getroffen und ich habe auch selbst eine Doppelgängerin, die ich noch nie getroffen habe. Dafür traf ich schon oft Leute, die mich mit ihr verwechselt haben. Sie muss sich ganz in meiner Nähe aufhalten, oder aufgehalten haben und sogar (fast) denselben Beruf ausgeübt haben. Am Anfang habe ich mich gewundert, weil mich so viele Menschen verwechselt haben, jetzt habe ich mich schon daran gewöhnt.

Die meisten Wissenschaftler sehen Zufälle etwas anders als beispielsweise Esoteriker es tun. Weil sie in einer Welt zu leben meinen, in welcher es keine Macht gibt, außer die menschliche. Da kann es dann zu einer Aussage kommen wie diese: "Die Natur würfelt selbst." https://derstandard.at/1326504254251/Umfrage-Zufaelle-sind-nicht-immer-rein-zufaellig
Wer ist denn die Natur?  Die Natur ist eine Anhäufung von Zufällen. Ein Zusammenspiel von Elementen, die durch ihre enorm hohe Anzahl ein komplexes Gesamtbild ergeben. Einstein hat einmal gemeint: Gott würfelt nicht. Ich sehe das genau umgekehrt, da ich nicht an einen Designer- oder Würflergott glaube. Gewürfelt wird sehr wohl: Die Natur würfelt selbst. - derstandard.at/1326504254251/Umfrage-Zufaelle-sind-nicht-immer-rein-zufaellig

Die Natur ist eine Anhäufung von Zufällen. Ein Zusammenspiel von Elementen, die durch ihre enorm hohe Anzahl ein komplexes Gesamtbild ergeben. Einstein hat einmal gemeint: Gott würfelt nicht. Ich sehe das genau umgekehrt, da ich nicht an einen Designer- oder Würflergott glaube. Gewürfelt wird sehr wohl: Die Natur würfelt selbst. - derstandard.at/1326504254251/Umfrage-Zufaelle-sind-nicht-immer-rein-zufaelligDie Natur ist eine Anhäufung von Zufällen. Ein Zusammenspiel von Elementen, die durch ihre enorm hohe Anzahl ein komplexes Gesamtbild ergeben. Einstein hat einmal gemeint: Gott würfelt nicht. Ich sehe das genau umgekehrt, da ich nicht an einen Designer- oder Würflergott glaube. Gewürfelt wird sehr wohl: Die Natur würfelt selbst. - derstandard.at/1326504254251/Umfrage-Zufaelle-sind-nicht-immer-rein-zufaellig

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