"Für diejenigen, die glauben, ist kein Beweis nötig. Für diejenigen, die nicht glauben, ist kein Beweis möglich" (Stuart Chase)

Dienstag, 26. Dezember 2017

Wie könnte man wissenschaftlich untersuchen, ob man sich in Hypnose an frühere Leben theoretisch erinnern kann?

Nachdem ich mich in letzter Zeit mit der Frage beschäftigte, ob Rückführungen in Hypnose wirklich funktionieren, machte ich mir Gedanken darüber, ob man auf wissenschaftlicher Basis Beweise für, oder gegen die Behauptung es sei möglich, finden könne.

Soweit ich bisher bemerkt habe, sind die hypnotischen Rückführungen voller schlechter Suggestionen. Die Klienten müssen sich in einem früheren Leben wieder finden, egal ob sie sich tatsächlich erinnern, oder nicht. Deshalb wäre es nötig ganz anders zu suggerieren, als dies gemeinhin offenbar gemacht wird. Eine Rückführung ganz ohne Hypnose kann mit Sicherheit nicht funktionieren. Hypnose wäre unbedingt nötig, sofern an sich die Möglichkeit besteht, jemandem eine Erinnerung an frühere Leben zu ermöglichen.


Erstens müsste man alles weg lassen, was die Klienten dazu drängt, eine Wiedergeburt anzunehmen. Die Suggestion muss absolut neutral sein. Was mir bisher nicht untergekommen ist. Alle Rückführungen die ich bisher untersucht habe, basierten auf starken Suggestionen. Leider waren sie alle falsch.

Zweitens müsste man unbedingt darauf verzichten, sich esoterisch zu geben, indem man auf einen inneren Führer verweist. Denn alleine das wird bei vielen Klienten bereits unterschwellig dazu führen, dass sie an die Möglichkeit einer Rückführung denken.

Die Klienten dürften den Zweck der Hypnose nicht vorher erfahren. Sie müssen glauben es handele sich nur um einen Test, um zu erfahren wie Erinnerung funktioniert. 

Die Suggestionen müssten die Aufforderung enthalten, sich nur an reale Ereignisse zu erinnern. Die Fantasie muzss unbedingt total ausgeschaltet werden.

Man könnte etwa suggerieren, dass die Klienten so weit in der Zeit zurück gehen, bis sie an den Punkt gelangen, an dem es erstmals ein reales Ereignis gab, an welches sie sich erinnern. Dieses Ereignis sollen sie schildern. Dann kann man fragen in welchem Jahr sie sind, falls sie es wissen. Wie alt sie sind, falls sie es wissen. Wie sie heißen, falls sie es wissen. Immer wieder müsste man darauf hinweisen, dass sie ausschließlich reale Ereignisse und Zustände beschreiben sollen.

Angeblich erleiden Kinder zwischen 5 und 7 Jahren eine Amnesie. Deshalb können sie sich nicht an die Zeit davor erinnern. Das würde erklären, weshalb man die Erinnerung an das frühere Leben verliert.

Eine totale Amnesie erleiden sicher nicht alle. Ich kann mich an einige wenige Ereignisse davor erinnern. Da muss ich ungefähr zwei oder drei Jahre alt gewesen sein. Ich glaube ich konnte noch nicht einmal sprechen, denn ich hatte keine Worte dafür. Es war nur wortloses Erstaunen.

Sollte es diese Amnesie wirklich geben, dürften sich nur wenige Klienten an die Zeit davor erinnern. Gibt es sie nicht, müssten die meisten Klienten sich mindestens bis zum Alter von zwei oder drei Jahren erinnern.

Erinnern sich fast alle Klienten an ihre frühe Kindheit, aber niemand an ein Leben davor  - also an ein früheres Leben - muss man davon ausgehen, dass man durch Hypnose nicht eine Erinnerung an ein früheres Leben erreichen kann. Was allerdings nicht unbedingt bedeutet, es würde keine früheren Leben geben.

Erinnern sich einige Wenige an ein Leben davor, könnte es sein, dass sie nicht unter einer totalen Amnesie gelitten haben - auch nicht zwischen dem letzten Tod und der neuen Geburt, die Erinnerung an frühere Leben bereits im Gehirn gespeichert ist und nur "vergessen" wird. Letzteres ist auch eine der wichtigsten Fragen in Bezug auf eine mögliche Erinnerung an ein früheres Leben:

Wo wird diese Erinnerung gespeichert, sofern sie existent ist?

Handelt es sich um etwas ähnliches wie einen externen Speicher, wie bei einer externen Festplatte eines Computers, auf den man zugreifen kann? Dann würde man keine Erinnerung im Gehirn brauchen. Eine einfache Hypnose würde vielleicht gar nicht funktionieren können. Man bräuchte dazu vielleicht einen "Code", vielleicht eine besondere Form der Gehirnfrequenz. Dann wäre es allerdings schwer, eine echte Erinnerung zu beweisen.

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