"Für diejenigen, die glauben, ist kein Beweis nötig. Für diejenigen, die nicht glauben, ist kein Beweis möglich" (Stuart Chase)

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Winston Churchill - außersinnliche Wahrnehmung oder esoterischer Wahn? Denken Rechtsextreme esoterischer als andere Menschen?

Winston Churchill verließ sich oft auf seine innere Wahnehmung. 

Vom Essen lassen sich Menschen nicht so leicht abhalten. Das betrifft selbstverständlich auch Politiker. Doch nicht jeder ist so tollkühn wie Winston Churchill und seine Freunde, dass er auch speist, während in der Nähe die Bomben fallen.

Der 2. Weltkrieg tobte. Churchill und einige Politiker wollten speisen. Sie saßen gerade im Speisezimmer als der Alarm los ging: Bombenangriff. Er ging in die Küche, ließ das Essen im Speisezimmer warm stellen und bat die Angestellten, sofort in den Schutzraum zu gehen.

Kurz danach schlug eine Bombe ein und zerstörte die Küche. Das Essen war gerettet.

Was für die einen außersinnliche Wahrnehmung ist, halten andere für eine esoterische Idee. Skeptiker sprechen nicht von Parapsychologie, sondern von Pseudowissenschaft. Sagen sie Esoterik, so meinen sie Dummheit, Betrug, Wahnsinn. Man kann es sich eben auch leicht machen. Mit etwas das man verachtet, muss man sich nicht ernsthaft beschäftigen.

Esoterik wird aber auch von manchen direkt dem Rechtsextremismus zugeordnet. "Rechte und Rechtsextreme hatten immer ein besonderes Naheverhältnis zur Esoterik", schreibt News. https://www.news.at/a/rechte-esoterik-zusammenhang um gleichzeitig eine Trennlinie zu ziehen: "Heute versteht man Esoterik hingegen als Sammelbegriff für diverse Lehren, die abseits der anerkannten Religionsgemeinschaften stehen und oft auch miteinander verbunden werden." Aber worin besteht denn der Unterschied zwischen Esoterik und anerkannter Religion? In Österreich wird jede Religion anerkannt, die eine gewisse Anzahl an Mitgliedern hat und die auf dem Glauben an höhere Wesen aufbaut. Diese Religionsgemeinschaften kennen all das was die Esoterik "anbietet" auch, denn von dort kommen die sogenannten esoterischen Lehren schließlich her. Man kann und darf nicht zwischen Religion und Esoterik unterscheiden. Beides kommt aus derselben Quelle.

Auch viele Rechtsextreme glauben an paranormale Fähigkeiten, Ereignisse, oder wie immer man es nennen will, genauso wie viele andere Menschen. In jeder Kultur wurde versucht die Zukunft vorher zu sagen, Leben und Tod zu verstehen, sich vor Gefahren zu schützen. Das sind ganz normale, menschliche Eigenschaften. In Europa hatte man alte Kulturen, Kulte und Religionen fast ausgerottet, oder zumindest überdeckt. Durch den Kolonialismus und auch durch neue Forschungsergebnisse, kamen "normale" Europäer vermehrt in Kontakt mit fremden Kulturen und Religionen. Gleichzeitig verloren die europäischen Glaubensgemeinschaften immer mehr an Macht und damit an Kraft. Dadurch entstand die Möglichkeit zu experimentieren und auch fremde Kulte zu erforschen. Der leichte und unbewusste Zugang zu Drogen - sie wurden von Ärzten als Medikamente schon kleinen Kindern verordnet - führte zu Halluzinationen, Veränderungen der Persönlichkeit, zu Angstzuständen und Depressionen großer Bevölkerungsschichten. Gerade die "bessere Gesellschaft" nahm Drogen. In diesem Zustand kann man vieles erleben. Diesen Umstand sollte man in Bezug auf Esoterik nicht unterschätzen. Kulte und Religionen haben sehr oft mit Drogenkonsum zu tun.

Die eigene Vergangenheit wurde bewusster, wenn auch teilweise falsch verstanden. Weil man eben noch nicht so viel darüber wusste, wie man zu wissen vermeinte. Dass sich verschiedene politische Kräfte diesen Umstand zunutze machten ist nachvollziehbar. Politiker fördern das Gemeinschaftsdenken, aber auch die Ausgrenzung - auf dieser Basis lässt es sich leicht herrschen. Das ist auf der ganzen Welt so, das war immer so und es wird auch immer so sein, solange die Menschen in geistiger Hinsicht Tiere sind und bleiben.

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