Sonntag, 17. September 2017

Tonbandsstimmen - Transkommunikationsforschung - Sprechen die Toten mit uns und wir können sie nur nicht hören? Ich habe sie gehört.

Mehr oder weniger wissenschaftlich begann ich mich mit Parapsychologie, bzw. mit PSIONIK zu beschäftigen, als ich ungefähr 17, oder 18 Jahre alt war. Wissenschaftlich in dem Sinn, dass ich Versuche machte, die ich teilweise auch schriftlich festhielt. Genau genommen begann alles mit einem Buch, das mir während meiner Arbeit als Buchhändlerin in die Hände fiel. Der Künstler Friedrich Jürgenson (1903-1987) hatte es verfasst. http://www.vtf.de/chronik.shtml Als echte Buchhändlerin las ich es aber nur "quer" und deshalb lief bei mir wohl alles anders als bei den "normalen" Tonbandstimmenforschern. Da es keine Tonbänder mehr gibt, spricht man heute von Transkommunikation.

Ich kam auf die Idee, auf diese Weise mit meinen bereits verstorbenen Familienmitgliedern in Kontakt zu treten. Eine Tante, meine Großmutter, deren Schwester, mein Großvater und wie ich erfuhr auch mein Vater (meine Eltern lebten getrennt) waren wenige Jahre zuvor kurz nacheinander gestorben, was mich sehr belastete. Deshalb "forschte" ich natürlich ziemlich emotional. Da ich alles nur so halb mitbekommen hatte, begann ich meine eigene Technik zu entwickeln. Ich konzentrierte mich auf KW Sender, aber nicht auf bestimmte, um zu "senden" und ließ dann das Tonband laufen, wenn alles still war, um zu "empfangen". 




Das machte ich nicht nur hin und wieder, sondern täglich stundenlang in der Nacht, an Wochenenden auch noch tagsüber.

Ich hörte nichts.

Das ging monatelang so, bis ich eines Tages etwas ähnliches wie leisen Singsang hörte. Es war aber so leise, dass man nichts verstehen konnte. Einmal aber war es, als würde mir jemand ins Ohr brüllen. Ich erschrak, fuhr auf und hörte das Band ab. Diesmal war deutlich zu hören, dass es wirklich eine Stimme war, aber wieder war sie unverständlich und seltsamerweise sehr leise. Deutsch war das Gesagte vermutlich eher nicht. Auch meine Mutter, der ich das Band vorspielte, konnte zwar hören, dass etwas gesagt wurde, verstand aber auch nichts. Da verlor ich das Interesse, weil es mir sinnlos erschien Stimmen aufzunehmen, die niemand versteht. 




Viele Jahre später hörte ich erst, dass man Geräusche mitlaufen lässt, damit daraus dann Worte gebildet werden. Das habe ich nie probiert, das werde ich auch nie probieren, aber ich habe mir vorgenommen es wieder genauso zu versuchen, wie ich es früher gemacht habe. Sofern ich genug Zeit dafür aufbringen kann. Bisher wurde daraus aber leider nichts. Ich war zu sehr mit meiner Umgebung beschäftigt. Zuerst die Kinder, dann pflegte ich meinen Onkel, dann auch meine Mutter. Beide hatten Alzheimer. Jetzt hätte ich zwar etwas mehr Zeit, wobei ich trotzdem noch oft für andere da sein muss, dafür habe ich Probleme mit den Füßen. Sobald ich mich entspannen will, beginnen sie zu "arbeiten". Entspannung ist deshalb derzeit fast nicht möglich. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.

Eine Theorie zu diesem Phänomen habe ich allerdings nicht. Da ich derzeit keine eigene Aufnahme habe, kann ich auch nicht demonstrieren was alles möglich ist, aber sollte ich eine zustande bringen, werde ich sie ins Internet stellen. Heute ist das ja sogar für technische Deppen wie mich möglich (mit Hilfe). 


Mittlerweile gibt es umfangreiche Literatur zum Thema Transkommunikation.

Friedrich Jürgenson: Sprechfunk mit Verstorbenen
Praktische Kontaktherstellung mit dem Jenseits

Franz Seidl: Das Phänomen der Transzendentalstimmen
Entdeckung, Aufnahmetechnik und die Konstruktion des Psychophons

Leo Schmid: Wenn die Toten reden
Erfahrungen im Umgang mit dem Stimmenphänomen – Eine parapsychologische Studie

Ernst Knirschnig: Phänomen Tonbandstimmen
Erfahrungsberichte und Erkenntnisse von einst bis heute


und viele andere, zu finden auf der Homepage des Vereins für Transkommunikation
http://www.vtf.de/literat.shtml#sprechfunk.

In den Tagen 22. Bis 27. März fanden zwei Untersuchungen der Arbeit von Raudive (ein lettischer Schriftsteller (1909-1974)) statt, die angeblich bewiesen, dass dieses Phänomen echt ist. Wenn ich das alles richtig verstanden habe, wurde dabei nichts "eingespielt", jedenfalls konnten Radiowellen nicht durchdringen. Ich gehe daher davon aus, dass absolute Stille herrschte (wie bei meinen Aufnahmen).

Auch Tonbandstimmenforscher konzentrieren sich, bzw. meditieren, denn alleine das stundenlange Abhören der Bänder führt zu einer anderen "Spannung" im Gehirn. Es ist das Gegenteil der Meditation. Die Konzentration.


Wikipedia ist anderer Meinung als die meisten Tonbandstimmen Forscher.

Der Wiener Physiker Johannes Hagel (Zeitschrift für Anomalistik 1+2/2002) vermutet infolge seiner Experimente zur Frage der systemerhaltenden Rolle von Zufallsprozessen in maschinellen Systemen, dass jemand, der Tonbandstimmen einspielt, sich mit komplexen Zufallsprozessen in seiner unmittelbaren Umgebung in Verbindung setzt. Diese Zufallsprozesse würden durch den Vorgang der Einspielung das Zustandekommen von sprachähnlichen oder sprachartigen, akustischen Sequenzen bewirken, deren Bedeutung (bezugnehmende Aussagen) einer Einwirkung auf die einspielende Person entsprächen. Hagel betont, dass über diese Phänomenologie hinaus immer noch ein großer Erklärungsbedarf bleibe, insbesondere hinsichtlich des Mechanismus dieser akausalen Korrelation.

Unter wissenschaftlich kontrollierten Bedingungen konnten Ergebnisse, die die Existenz von Tonbandstimmen bestätigen, bislang nicht reproduziert werden.


http://de.wikipedia.org/wiki/Tonbandstimmen

Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, aufgeführt sind im folgenden die am häufigsten angewendeten:

* Aufzeichnung bei völliger Stille durch Aufnahmegerät mit angeschlossenem Mikrofon (Mikrofon-Methode)
* Aufzeichnung eines oder mehrerer zumeist fremdsprachiger Rundfunksendungen mit oder ohne Mikrofon (Radio-Methode)
* Aufzeichnung eines Rundfunkgeräts, das auf eine Frequenz ohne Sender eingestellt ist und daher ein Rauschen ("weißes Rauschen") erzeugt
* Aufzeichnung des Erzeugnisses eines speziellen Computerprogramms (z. B. EVPMaker), das zuvor eine beliebige Audiodatei (*.wav) nach dem Zufallsprinzip in kleine Segmente zerteilt und neu zusammengesetzt hat (Sprachsynthese-Methode, Phonem-Synthese-Methode)

Eine Kombination der Aufzeichnungstechniken ist möglich. Allen Verfahren ist gemeinsam, dass die Auswertung und Interpretation nach der Aufnahme erfolgt, und zwar typischerweise nach mehrmaligem Abspielen. Sodann werden möglichst relevante Abschnitte herausgesucht, wobei hierbei kein standardisiertes Vorgehen bekannt wurde. Die Auswahl der dabei als relevant bezeichneten Abschnitte der Aufzeichnung wird völlig dem Experimentator und seinen Fähigkeiten überlassen.


Was Johannes Hagel sagt, kann nur dann als richtig angesehen werden, wenn Geräusche eingespielt werden, aber nicht wenn absolute Stille herrscht. Zufall ist nur dort möglich, wo etwas ist, nicht dort wo Stille plötzlich durchbrochen wird. Wenn also eine Stimme auf einem Band zu hören ist, ohne dass es eine Geräuschquelle gab, kann es nur eine Erklärung geben, unabhängig davon wie das was die Stimme sagte, interpretiert wird. Die Stimme, oder den Ton selbst kann man sich unter diesen Umständen nicht einbilden.

Im Internet findet man auch viele Stimmenbeispiele, wobei man aber sehr vorsichtig sein muss, weil einige ganz sicher getürkt sind, deshalb sollte man sich dabei an seriöse Seiten halten.


Nachträglich tut es mir Leid, dass ich damals das Tonband nicht aufgehoben habe. Ob ich jemals wieder zu einem solchen Erlebnis komme, ist eher zweifelhaft. Irgendwann versuche ich es sicher wieder. Jetzt interessiert es mich wieder.