Freitag, 15. September 2017

Halluzinationen - vom Kaffee bis zur Höhle

Kaffee kann Halluzinationen auslösen. Ab fünf Tassen Kaffee pro Tag steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man Halluzinationen entwickelt - vorausgesetzt, man hat eine derartige Neigung. 
http://www.pressetext.com/news/20110607004 

Dabei spielt Stress eine wichtige Rolle. Auch gesunde Menschen könnten unter besonderen Umständen unter Kaffeeeinfluss zu halluzinieren beginnen. 

Auf https://tripberichtsammlung.wordpress.com/tag/hohle/ findet man einen "Tripbericht" über die Erlebnisse in einer Höhle. Dabei wurden keinerlei Substanzen eingenommen. "Visionen stellen sich ein. Ich sehe geometrische Figuren mit goldenen Lichtrand. Ein Tempel kristallisiert sich heraus… Auch die Pyramide mit dem „Allsehenden Auge“ an ihrer Spitze tauchte vor meinen Augen auf. Sie drehte sich und blieb von allen Seiten dreidimensional sichtbar…- Nach einiger Zeit begegne ich einen weiß bekleideten Priester…-"
Auch vermeintlich tiefschürfende Erkenntnisse tauchten auf.
"Es geschah während der Meditation noch etwas sehr eindrucksvolles. Die Offenbarung des Johannes besteht aus 22 Abschnitten. In ihnen ist das Tarot verborgen. Verschlüsselt enthält es die 22 Geheimnisse bzw. Weisheiten des Buch Toth. Die 22ste Weisheit heißt Freiheit und natürlich Liebe. Im eigentlichen Sinn dient es den Menschen als lebendiger Einweihungsweg, den jeder gehen und erreichen kann. Wie erwähnt richtete ich meine Aufmerksamkeit auf das Geben von Liebe. Eine wahrlich große Kraft."

Vielleicht nahmen die Religionen in solchen Höhlen ihren Anfang? Sicher spielen sie eine wichtige Rolle. In diesem hier geschilderten Fall, handelt es sich um eine gebildete Person, die sich intensiv mit Esoterik befasst. Genauso esoterisch entwickeln sich auch die Halluzinationen. Die Halluzinatiovon weniger an Esoterik Interessierten, schauen anders aus. 
"Der italienische Forscher Maurizio verbrachte sieben Monate allein in einer Höhle. Nach zwei Wochen glaubte er, einen Vogel fliegen zu sehen, später entfernte Hilfeschreie zu hören. Dann gewahrte er an der grauen Höhlendecke bunte Farbflächen. Nach zwei Monaten tauchten Gestalten auf, die zunächst flüsterten, aber bald laut auf ihn einredeten. Schließlich begrüßte er sogar diese Personen, von denen einige keinen Kopf hatten." http://www.spektrum.de/magazin/wenn-das-gehirn-aus-der-balance-geraet-halluzinationen/827029

Aber auch Handystrahlen, Elektrosmog und Angst können Halluzinationen hervorrufen, ebenso wie das Fehlen von äußeren Reizen. Letzteres zeigt sich recht gut  bei Höhlenbesuchern, die sich längere Zeit über in einer Höhle befinden.

Wer weiß, was noch alles zu sehen, zu hören, oder sonstwie zu erleben wäre, hätten wir die nötigen Sinnesorgane. So bleibt uns vieles verschlossen und das macht Angst. Es ist weniger die Angst vor dem, was man gar nicht wahrnehmen kann, weil man gar nicht auf die Idee kommt, dass es so etwas überhaupt geben könnte, wie das Singen der Erde beispielsweise, sondern das was man doch indirekt wahrnimmt, ohne es erklären zu können. 

Eigene Halluzinationen können beängstigend sein. Fremde Halluzinationen mitunter noch mehr. Man weiß nicht, ob der andere nun etwas wahrnimmt, was man selbst übersieht, was aber da ist, oder ob er eben nur halluziniert. Die menschliche Psyche ist darauf angelegt, auch auf Warnungen anderer zu reagieren, mitunter ohne erst lange zu überlegen, denn dann könnte es zu spät sein. Deshalb kann es zu Massenpsychosen kommen, ohne dass ein echtes Erlebnis Auslöser ist. Angst überträgt sich, auch das weiß man heute. Angst kann man riechen, wobei dies meistens nicht bewusst geschieht.

Kommen verschiedene dieser Phänomene zusammen, sieht man Geister, oder hört man Stimmen, die vielleicht gar nicht da sind. Damit beschäftigen sich viele Vereine, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Geister aufzuspüren, oder angebliche Geister als ganz natürliche Phänomene zu entlarven.

Einer solcher Verein sind die Vienna Ghosthunters, die auf ihrer Seite http://viennaghosthunters.net/ von Geistern geplagten Menschen Hilfe anbieten. Sie stellten fest, dass die meisten Geistererscheinungen, etwa zu 98% keine sind, aber ein kleiner Rest ungeklärter Fälle gibt zum Nachdenken Anlass. Jedenfalls glauben die meisten "Geisterjäger" offenbar durchaus an die Existensz von Geistern. Sie wollen weniger beruhigen, als mehr deren Existenz beweisen.
 

"Einmal haben wir ein Foto gemacht, auf dem wir später schemenhaft das Gesicht eines bärtigen alten Mannes erkennen konnten", berichtet Gabler, hinter dem vereinzelte rote Grablichter im Dunkel der Nacht flackern. Das Team fand zwar keine Erklärung für das Gesicht, drang aber bei seinen Recherchen in die Geschichte des Friedhofs vor und gelangte an Fotos des letzten hier tätigen Totengräbers: Josef Fuchs, ein bärtiger alter Mann, dem das Nebelgesicht glich. (Wiener Zeitung)

Gibt es sie also doch, die Spukgespenster? Und wenn ja, was sind diese? Die Seelen Verstorbener, oder etwas ähnliches wie ein "Abdruck", den Lebende dort hinterlassen, wo sie längere Zeit über emotional belastet waren? Handelt es sich um eine Sinnestäuschung, hervorgerufen durch Schatten, oder Unregelmäßigkeiten des Lichts? Oder ist es nur eine Halluzination? Wie sind angebliche Beweis-Fotos zu erklären?
Auf ihrer Seite zeigen die Ghosthunters einige Fotos, die Geister zeigen sollen, oder könnten. Manche ähneln vielleicht eher einem Rohrschachtest, als einer menschlichen Gestalt. Da ich über wenig Fantasie verfüge, sehe ich in diesen Fotos nichts, aber andere Menschen mögen anderes sehen.


Abgesehen von einer Psychose, kann man auch aus folgenden Gründen halluzinieren. "... das Gehirn erzeugt Trugbilder oder -töne unter den verschiedensten Umständen – bei Migräne, Epilepsie, Alzheimer und anderen degenerativen Gehirnerkrankungen, unter Drogen, bei Medikamentenmissbrauch sowie nach Hirnverletzungen. Irreale Visionen von Licht und Schatten kann schon jeder gesunde Mensch bei sich hervorrufen, indem er einige Minuten auf einen festen Punkt starrt. Und einsame Höhlen- oder Polarforscher halluzinieren nach einiger Zeit Personen und Stimmen." http://www.spektrum.de/magazin/wenn-das-gehirn-aus-der-balance-geraet-halluzinationen/827029 Wer wissen will was noch alles Halluzinationen auslösen kann, möge diesen Artikel lesen. 



Ob es sich um eine Wahrnehmung handelt, oder um eine Halluzination, lässt sich oft nicht feststellen. Kann man es aufnehmen. oder filmen, ist es vermutlich keine Illusion. Höchstens vielleicht eine optische Täuschung. Zeugen die dasselbe Erleben, sind jedoch kein überzeugender Beweis.  Es könnte sich um eine kollektive Halluzination handeln.