Mittwoch, 20. September 2017

Dr. Helen Wambach und Dr. Chet Snow - Rückführungen in die Vergangenheit und in die Zukunft


Dr. Helen Wambach leitete in den späten 1960ern eine10-jährige Studie an 1088 Personen über Erinnerungen an frühere Leben unter Hypnose. 

Um festzustellen wie korrekt die historischen Angaben seien, stellte Dr. Wambach bestimmte Fragen über die Zeitperiode, in der die Leute lebten und Fragen zum täglichen Leben in der jeweiligen Periode. Dr. Wambach sammelte ihre Erhebungsdaten, indem sie Workshops mit ca. je einem Dutzend Leute organisierte. Dr. Wambach leitete sie auf eine „4-Stufenreise“, die einen ganzen Tag dauerte. Sie verlangte nur geringstes Entgelt, um ihre Langzeitstudie damit zu finanzieren.

http://de.clearharmony.net/articles/200504/23246.html

Es handelt sich dabei vermutlich um die bisher größte Studie in Bezug auf  Rückführungen in Hypnose. Dr. Wambach notierte die Angaben der Studienteilnehmer genau, fragte auch nach ganz bestimmten Dingen, wie Zeit, Ort, Beruf, Kleidung, Eßgewohnheiten, etc. und fertigte Diagramme an. Manche Teilnehmer erinnerten sich etwa an Speisen die sie aus dem realen Leben gar nicht kannten, oder an Kleidung.
 
Eines hat sie mit ihrer Studie auf jeden Fall bewiesen: die meisten "in frühere Leben Rückgeführten" sahen sich selbst als Angehörige der Mittel- oder Unterschicht und keineswegs als "Prinzessinnen".  (ganz im Gegensatz zu Federspiel die behauptet es würden sich viele Rückgeführte als eine berühmte historische Person sehen)

Bezüglich des Sozialstatus kategorisierte Dr. Wambach in Oberschicht, Mittelschicht und Unterschicht. Sie stellte fest, dass 10% zur Oberschicht gehörten, 20-35% zur Mittelschicht und die restlichen 55-70% zur Unterschicht.
http://dasneuezeitalter.beepworld.de/reinkarnationsbeweis.htm
Das entspricht so ungefähr den prozentualen Verteilungen im realen Leben.
Keine der Versuchspersonen behauptete, in einem früheren Leben eine berühmte, historische Person gewesen zu sein. 

Ihre Studie ist interessant, inwieweit sie Wiedergeburt beweist, kann ich nicht sagen, weil ich sie nicht gelesen habe.

Dr. Wambach machte allerdings noch eine andere Versuchsreihe. Sie führte dabei die Versuchspersonen nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft.  

Überraschenderweise stellte Dr. Wambach fest, dass einige hypnotisierte Personen ihr zukünftiges Leben sahen. Sie lebten in einer verwüsteten und entvölkerten Erde. Daraufhin begann Dr. Wambach mit einer Studie an der über 2000 Personen teilnahmen. Während der Hypnose konnten sich die Versuchspersonen zwischen drei vergangenen Zeiträumen und zwei zukünftigen entscheiden, in die sie gehen wollten. Sechs Prozent landeten so im Jahr 2100 n. Chr.

Aus den gemachten Aussagen schloß sie, dass 95 Prozent der Weltbevölkerung innerhalb weniger Generationen ausgerottet werden würden. Die Vorhersagen für die letzten Jahre des Jahrhunderts waren: schwere Erdbeben, eine neue US-Währung, extreme Unwetter, Finanzkrisen, Bankenpleiten, eine Zunahme vulkanischer Aktivität und Tod einer großen Zahl von Menschen.


Im Jahr 1999 solle es einen Vorfall geben, bei dem eine nukleare Explosion in Europa viele Menschen töten würde. (Anmerkung: Tschernobyl war 1986) 


Die hypnotisierten Versuchspersonen hatten Veränderungen für die Jahre 1996, 1998/99, 2002, 2007 und 2012 vorgesehen. Es gab einige flüchtige Bilder eines arabisch-israelischen Kriegs im Jahr 1996, aber keine Details. Es solle auch noch eine weitere Atomexplosion geben, die sehr schrecklich und auch abschreckend sein würde.


Ein Teil von Kalifornien würde im Jahr 1998 ins Meer stürzen.


Die Daten seien aber nicht sicher, sie könnten sich um einige Jahrzehnte verschieben, hieß es. Die angebenen Daten sind jetzt schon wieder Geschichte und es zeigte sich, dass bisher nichts davon eintraf.


Angebliche Zukunft 2100 und 2300: Hochgerechnet würde die Bevölkerung nur etwa zwei Milliarden betragen, und es scheint als würde es vier verschiedene Gesellschaften geben. Fünfundzwanzig Prozent der Testgruppe lebten auf einer Raumstation welche die Erde umkreist, oder auf einem anderen Planeten. Sie hatten Kontakt zu freundlichen Außerirdischen. Dreißig Prozent lebten auf der Erde in einer High-Tech-Gesellschaft mit Maschinen in Kuppeln, trugen Overalls und schienen nicht glücklich zu sein, achtzehn Prozent waren Vegetarier, trugen wallende Gewänder und lebten glücklich und in Harmonie mit der Natur. Zwanzig Prozent lebten in kleinen rustikalen Städten ähnlich den Dörfern des 19. Jahrhunderts. Sie trug Jeans, Stiefel und Tuniken, hatten Nutztiere und aßen Fleisch. Ein kleiner Prozentsatz berichtete, in den Ruinen von großen Städten wie New York auf primitive Weise zu leben. Einige sagten für 1999 voraus, dass die Sowjets Teile Osteuropas besetzen würden.

http://astralcity.org/issue/95 

Wie man weiß gibt es die Sowjetuniun nicht mehr, die letzte Voraussage kann also mit Sicherheit nicht stimmen. Alles andere zu 2100 läßt sich nicht überprüfen. Man hat aber doch den Eindruck es handele sich bei vielen Aussagen um reine Fantasie. Fast so als wäre das alles aus Science Fiction Filmen übernommen.


Die Progression in die Jahre 2100 und 2300 erbrachte zwar verblüffend markante Bilder über die künftigen Zivilisationstypen (mit Schilderungen von Kontakten mit außerirdischen Planeten, von allgemein üblichen Fähigkeiten wie Gedankenübertragung, von einem wieder aufgetauchten atlantischen Kontinent, u. a.), jedoch waren es relativ wenige der Versuchspersonen, die sich überhaupt in der Zukunft erlebten, so daß das Zahlenmaterial in der statistischen Auswertung die Möglichkeit eines Rückgangs der Weltbevölkerung um über 90% in der nahen Zukunft abzeichnete.

http://www.menetekel.de/seminare/szenar/szenar01.htm

Das bedeutet also nicht, dass die Versuchspersonen behaupteten, es würden 95% der Erdbevölkerung ausgerottet werden. Sondern nur wenige Versuchspersonen "erinnerten" sich an ein Leben in dieser Zukunft. Einmal vorausgesetzt dass es tatsächlich jedem Menschen so einfach möglich ist, sich selbst "real" in der Zukunft zu erkennen, sagt das Ergebnis nur, dass die 95% sich einfach nur nicht an eine Zukunft "erinnern" konnten.

Wambach kannte die Vorhersagen von Edgar Cayce. Vielleicht ist es deshalb auch kein Zufall, dass viele Vorhersagen ihrer Versuchspersonen genau denen des Edgar Cayce ähneln. Um eine so umfangreiche Studie wirklich seriös beurteilen zu können, bräuchte man auch genaue Informationen über die Studienteilnehmer. Doch selbst wenn man sie hat, ist es ein Ding der Unmöglichkeit, festzustellen über welche Vorbildung diese verfügen, was sie gelesen haben, was ihnen bekannt sein kann und was nicht. 


Ich habe, als ich vor Jahren eine Rückführung machte, auch eine in ein zukünftiges Leben gemacht. Deshalb weiß ich, wie das ungefähr ablaufen kann. Während dieser "Führung in die Zukunft" habe ich allerdings nur rein persönliche Dinge gesehen. Ich war ein männliches, blondes Kind mit jungen, sympathischen, ebenfalls blonden Eltern - und ich war glücklich. Dazu muss ich sagen, dass ich als Kind auch blond war, aber eben ein Mädchen und nur mein Vater war blond. Ob es sich um eine reale Zukunft handelt, läßt sich erst sagen wenn ich wiedergeboren bin. Es könnte sich daher auch um eine Erinnerung an meine eigene derzeitige Kindheit handeln. Nur mit umgekehrten Geschlechtsmerkmalen. Ich vertraue in dieser Hinsicht aber eher meinen Träumen, als einer Hypnosesitzung. Zumindest was den Tod betrifft gibt es da einen Widerspruch. Während in der Hypnose der zukünftige Tod friedlich erschien, sagte ein Traum einen sehr unangenehmen Tod voraus - außer ich würde mich rechtzeitig erschießen.


Ist diese Zukunftsschau also in jedem Fall Fantasie, erlebter Wunsch, oder eine echte Erinnerung an die Zukunft? Man sollte dabei auch nicht das Alter der teilnehmenden Versuchspersonen außer acht lassen. Es ist eher nicht zielführend, Menschen ungefähr gleichen Alters auszuwählen, weil Menschen unterschiedlichen Alters unterschiedliche Sichtweisen haben und deshalb ein Vergleich zwischen verschiedenen Altersgruppen aufschlußreich wäre.


Wambach begann 1983 mit den "Vorausführungen". Anfangs ging sie vorsichtig vor und versuchte die Versuchspersonen dazu zu bringen, wenige Tage der nahen Zukunft zu "erleben". 

Eine ihrer prominentesten Versuchspersonen war Chet Snow. Er war ein ziviler Angestellter der US Air Force, den sie 1983 kennen lernte, weil er eine  Regressionstherapie machte. Im Juli dieses Jahres versetzte sie ihn in die Zeit von 1998, direkt an seinen Geburtstag im Juli. Was Cayce vorausgesagt hatte, war für ihn wahr geworden. Es war kalt und dunkel, trotz der sommerlichen Jahreszeit. Sie schickte ihn mehrmals "in die Zukunft". Im Jahr 1996 erschien es ihm, als sei es sehr warm, der Meeresspiegel sei angestiegen, also lauter Szenarien, vor denen Umweltschützer warnen. Doch als sie ihn wieder ins Jahr 1998 schickte, erlebte er es wieder als kalt und dunkel. 1984 erfolgte die dritte Progression. Snow sah den Ausbrauch eines japanischen Vulkans für 1998. 

Anmerkung: Der letzte Ausbruch des Vulkans war im Jahr 1707.
Experten haben beim Vulkan Mount Fuji Hinweise auf eine möglicherweise bevorstehende Eruption entdeckt. Der Druck im Inneren des japanischen Wahrzeichens sei nach den schweren Erdbeben im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag.  
...
Allerdings sei der Druck nicht die einzige Variable, weshalb eine Eruption in den kommenden Jahren nicht zwangsläufig sei, hieß es weiter. Laut Kyodo wurden in dem Vulkan zuletzt keine Aktivitäten gemessen. Möglicherweise weil sich in der Kammer nicht ausreichend Magma angesammelt habe. 6.9.2012

http://diepresse.com/home/panorama/welt/1287436/Japan_Steht-der-Vulkan-Fuji-kurz-vor-einem-Ausbruch

In Japan gibt es immer wieder Vulkanausbrüche. Das ist keine Besonderheit.
In Amerika sah er große Katastrophen,
die Sonne schien seit Monaten nicht und alle Pflanzen auf der Ranch verdorrten und starben. Wambach forderte ihn auf, weiter in der Zeit zu gehen und er ging bis 2002. Er sah sich als einer von wenigen Überlebenden.

Vieles von seinen angeblichen Vorhersagen stimmt mit denen von Cayce total überein. Man muss davon ausgehen, dass er diese Voraussagen kannte und auch, dass Wambach aufgrund ihrer Kenntnis dieser Vorhersagen die Sitzungen zumindest unbewusst beeinflusst hat. 


Wambach starb 1985 und Snow führte ihre Forschungen fort, zwischen 1985 und 1987 in den USA und in Frankreich. Er schickte die Versuchspersonen vor allem bis ins Jahr 2100. Es zeigte sich, dass es - wie schon erwähnt  - mehrere verschiedene "Typen" des Lebens auf der Erde gibt, in denen sich die Versuchspersonen wiederfanden, die sich jedoch teilweise überschneiden, vergleicht man sie miteinander. Während die einen für einen Zeitraum vermeinten unter Glaskuppeln zu leben, lebten die anderen zu derselben Zeit in (fast) derselben Gegend ganz natürlich und gesund im Freien. 


http://www.ianlawton.com/bosextr2.htm 

Derartige Studien sind leider oft mangelhaft und schwer zu überprüfen. Das Problem dabei ist, dass sich meistens Menschen daran heranwagen die "esoterisch" denken und deshalb nicht wissenschaftlich  neutral arbeiten. Es wäre nötig eine Gruppe bestehend aus Befürwortern der Wiedergeburtstheorie, Skeptikern und neutralen Beobachtern zu gründen, die einander gegenseitig auf die Finger sehen und die transparent ihre Studien veröffentlichen. Nur dann wäre es möglich solch heikle Themen, die emotinal so stark belastet sind, weil viele Menschen einfach nur Recht haben wollen. statt wissenschaftlich zu untersuchen, auch seriös zu erforschen. Wissenschaftler sind vor Voreingenommenheit ja nicht gefeit.