Donnerstag, 25. Mai 2017

Wie überprüft man Psi-Fähigkeiten?


Wie wissenschaftlich sind wissenschaftliche Beweise für, oder gegen PSI?
Was ist ein wissenschaftlicher Beweis für paranormale Phänomene? Erraten!!! Ein wissenschaftlicher Beweis ist es dann, wenn mit absoluter Sicherheit Betrug nachgewiesen wird. Zumindest denken so die Skeptiker. 



Am 26.1.2009, kurz nach 5 Uhr. Auf N24 lief gerade ein interessanter Beitrag, dessen Anfang ich leider verpasst habe. Was ich gesehen habe genügt aber, um diese Behauptung aufzustellen.
Anfangs ging es anscheinend um paranormale Wahrnehmung. Ich hörte gerade noch wie eine Dame meinte, man würde unterbewusst Informationen aufnehmen, die der Selektion zm Opfer fallen und deshalb nicht bewusst sind. Daraus formt dann das Unterbewusstsein z. B. eine Warnung.
Als nächstes folgte ein Test mit einem Mann, der NICHT öffentlich auftritt und trotzdem behauptet, er können Metall mit Kraft der Gedanken verbiegen. Es folgte ein aufwändiger, wissenschaftlich einwandfreier Test, mit Kameraüberwachung und anschließender Überprüfung des Materials. Es dauerte ca. 40 Minauten, bis das Material sichtbar verbogen war. Der Mann bewies, dass er es konnte und der Kommentar lautete sinngemäß: Man konnte ihm keinen Betrug nachweisen.
Doch was bedeutet das? Es wird Betrug unterstellt, den man jedoch nicht nachweisen kann. 
Dann folgte ein anderer Test. 
Wissenschaftler haben eine Maschine gebaut, die auf Zufallsebene Töne erzeugt. Indem er diese Töne beeinflusst, sollte er nun endgültig beweisen, dass er die Fähgkeit der Psychokinese besitzt. Das große Wunder geschah, der Proband erfüllte die Erwartungen der Skeptiker - er konnte es nicht. Somit wurde festgestellt - es war leider nicht möglich, einen eindeutigen Beweis für seine Fähigkeit zu erbringen.
Doch was hat der eine Test mit dem anderen zu tun? Muss jemand der Metall mit seinen Psi-Kräften verbiegen kann, auch eine Maschine beeinflussen können? Das ist doch absurd.
 
Der nächste Test galt einem Geistheiler. Zwei Personen sollten geheilt werden.
Die eine Person von einer Nußallergie, die andere von Schmerzen. Die erste Person von einem Geistheiler, die andere von einer Schauspielerin. Nun kam es, dass überraschenderweise die Frau mit der Nußallergie ebenso geheilt war, wie die andere Dame. Doch die Frau mit den Kopfschmerzen behauptete nur, keine Schmerzen mehr zu haben, bzw. auch nach einiger Zeit immer noch weniger Schmerzen zu spüren; aber das konnte man - wie offen gesagt wurde - leider nicht nachprüfen, weil es nur subjektiv empfunden wird. Die Nußallergie existierte nicht mehr, kam aber nach etwa drei Monaten wieder zum Vorschein. Der "logische" Schluß aus dem Geschehen war - Heilung durch Gedankenkraft ist wohl Einbildung.
Wie man deutlich erkennen konnte, war von "wissenschaftlich" im Sinne von unvoreingenommener und logisch nachvollziehbarer Überprüfung keine Spur.
Die erste der drei Geschichten endete in einer Behauptung, die nicht beweisbar ist und in keiner Weise belegt wurde. Es war ein mühevoller Erklärungsversuch für etwas, was man offenbar nicht verstanden hat und auch gar nicht versucht hatte zu verstehen.
Die zweite Geschichte wäre ein überzeugender Beweis für die Fähigkeit des Mannes, Metall allein mit der Kraft seines Geistes zu verbiegen. Da man ihm nicht das Gegenteil beweisen konnte, wurde der Beweis als Beweis nicht anerkannt. Dafür ließ man ihn etwas ganz anderes machen. Er sollte eine Maschine beeinflussen, oder ein Computerprogramm. Die Töne selbst sind ja nicht beeinflußbar, da sie nichts weiter als Impulse sind, die ein festgelegtes Programm abspulen, auch wenn dieses zufällig entsteht. Noch dazu endete der Versuch nach nur 5 Minuten. Die "Wissenschaftler" wissen eigentlich gar nicht, wo eine mögliche Beeinflussung überhaupt ansetzbar wäre.
Das ist ungefähr so, als würde man einem Spitzensportler sagen, er solle seine sportliche Fähigkeit beweisen, indem er eine schwierige, mathematische Aufgabe löst. Zwar wurde sanft erklärt es könne sein, dass er eben dafür nicht geeignet ist, was blieb war aber der Eindruck des Versagens.
Der dritte Test war noch unwissenschaftlicher als der zweite. Es heißt, ein Experiment muss wiederholbar sein. Wenn das so sein muss, kann man nicht zwei Krankheiten miteinander vergleichen und auch nicht zwei Techniken, wobei eine davon ein Placebo ist. Entweder vergleicht man die Fähigkeiten verschiedener Heiler. Dann muss man lauter Patienten nehmen, die an derselben Krankheit leiden. Die Ursachen für Kopfschmerz können vielfältig sein, daher fällt diese Erkrankung, die nur ein Symptom ist, schon einmal als ungeeignet weg. Bliebe also die Allergie, die nachweisbar ist. Alle Patienten müssten dieselbe Allergie haben, einander zudem auch noch in der Lebensführung, usw. ähneln. Dann kann man vergleichen, ob jemand geheilt wurde, ob es Unterschiede gibt zwischen der Behandlung von Geistheilern und Schauspielern. Erst dann kann man nach einiger Zeit nochmals überprüfen.
Auch wenn eine Heilung nicht anhaltend ist, gilt das nicht als Versagen, schließlich helfen auch Medikamente meist nicht für immer, wenn man sie nur einmal nimmt. Auch eine Linderung darf als Heilung gelten. Da könnte man dann auch behaupten, Blutdruckmedikamente würden nicht helfen, weil sie täglich eingenommen werden müssen.
Erst wenn diese Untersuchung abgeschlossen ist, kann man sich fragen, ob die Heilung, bzw. Linderung aufgrund der psychischen Kräfte des Heilers, oder derjenigen des Patienten erfolgt ist.

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