Hinweis

Auch wenn die meisten Menschen esoterische und paranormale Themen für harmlos halten, möchte ich doch darauf hinweisen, dass sie für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, sowie für Menschen mit einer psychiatrischen Erkrankung, schweren psychischen Leiden, oder Bewusstseinsstörungen, nicht geeignet sind. Wer meinen Blog liest, tut dies auf eigene Verantwortung, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfehle ich vom Lesen einzelner Artikeln dieses Blogs Abstand zu nehmen, obwohl (rein rechtlich gesehen) keine jugendgefährdenden Inhalte auf meiner Seite zu finden sind. Meiner Meinung nach können aber esoterische und paranormale Themen, sowie Verschwörungstheorien bei Kindern und Jugendlichen zu Ängsten führen und in Folge dessen zu irrationalem Verhalten. Die Erziehungsberechtigten sollten in jedem einzelnen Fall darüber entscheiden, ob ihre Kinder die nötige Reife besitzen.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Okkultismus - Kunst und Wissenschaft


Kunst und Literatur Europas waren stark esoterisch geprägt. Alchemisten, Rosenkreuzer, Geisterseher, Hellseher tummelten sich im Kunstbereich. Aber auch Wissenschaftler beschäftigten sich mit Okkulten Phänomenen. Im Jahr 2012 gab es eine diesbezügliche Ausstellung. Im Internet findet man sie noch. 150 Künstler waren vertreten - also ganz schön viele und viele, von denen man es vielleicht nicht gedacht hätte. Einige Beispiele: 160 Künstler sind vertreten, darunter Caspar David Friedrich, Francisco Goya, Henry Fuseli, Eugène Delacroix, Gustave Doré, Victor Hugo, Akseli Gallen-Kallela, Edvard Munch, Ferdinand Hodler, Odilon Redon, Jan Toorop, Nicholas Roerich, M. K. Ciurlionis, František Kupka, Wassily Kandinsky, Kasimir Malewitsch, Piet Mondrian, František Drtikol, Dimitri Paciurea, Jean Arp, Paul Klee, Max Ernst, André Masson, Roberto Matta, Wifredo Lam, Fleury-Joseph Crépin, Augustin Lesage, Hélène Smith…



Man kann also davon ausgehen, dass unsere Gesellschaft weitgehend von Spiritisten und Okkultisten geprägt wurde. Eine neue Form der Religion, die nicht genau festgelegt ist und viele Spielarten zulässt. Wobei man unterscheiden muss zwischen Glauben und Forschung. Der Gläubige forscht eher selten, der Forschende sollte eigentlich nicht blind glauben. 

Der Skeptizismus ist eine Reaktion auf diesen neuen Glauben, welcher nicht hinterfrägt, sondern reine Behauptungen für wahr hält, weil sie aufgestellt wurden. Genauso wie es bei etablierten Religionen der Fall ist. Allerdings führte der Skeptizismus auch einen neuen Glauben ein - den Un-Glauben. Also die Vorwegnahme eines Ergebnisses, bevor noch geforscht wurde. Deshalb stehen heute einander zwei Glaubensstrukturen feindselig gegenüber. Die Esoterik und der Skeptizismus.


Im 19. Jahrhundert interessierten sich viele Wissenschaftler für Okkultismus und Spiritismus, von Chevreuls schwebenden Tischen bis hin zur métapsychique des Charles Richet. Um 1900 wurden sogar Geräte entwickelt, mit denen man Levitationen, Geistererscheinungen usw. rational erklären wollte. Diese Begegnung zwischen Wissenschaft und Esoterik dokumentiert die Ausstellung in drei Abschnitten:
- Elektrizität, Funktechnik, Radium, Röntgenstrahlen usw. – gegen Ende des 19. Jahrhunderts werden zahlreiche Entdeckungen gemacht und neue Techniken erfunden. Ausgehend von diesen Neuerungen werden Maschinen entwickelt, die diese neuen Ressourcen messen bzw. nutzbar machen sollen. Allerdings bleiben manche Phänomene ungeklärt. Die Europäer begeistern sich für die scheinbar unbegrenzten neuen Möglichkeiten und beschäftigen sich zunehmend mit wissenschaftlichen Fragen.
- Gleichzeitig begeistern sich viele Europäer aber auch für Okkultismus, und Wissenschaftler wie William Crookes, Pierre und Marie Curie, Camille Flammarion und Jean-Martin Charcot beginnen, den Mediumismus zu erforschen. In Experimenten mit dem Medium Eusapia Palladino sollen deren mediale Fähigkeiten nachgewiesen werden. Der Physiologe Charles Richet nennt das neue Forschungsgebiet métapsychique.


http://www.musees.strasbourg.eu/sites_expos/europe-des-esprits/de/index.phpMan kann also davon ausgehen, dass unsere Gesellschaft durch Spiritisten und Okkultisten geprägt wurde.

Die Ausstellung „Die Geister Europas oder die Faszination für das Okkulte. 1750-1950“ verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und untersucht den Einfluss, den das Okkulte in entscheidenden Perioden der Neuzeit auf europäische Künstler, Denker und Gelehrte ausübte. Die drei Schwerpunkte der Schau sind: - Kunst (Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Druckgrafik und Fotografie) und Literatur, betrachtet durch das Prisma des Übersinnlichen und Obskuren
- esoterische Traditionen, zeitlich weit gespannt, von den Gründungstexten bis hin zu den ikonografischen Quellen die - die Querverbindungen zwischen okkulten Phänomenen und Wissenschaft am Beispiel von Forscherfiguren, Versuchen und wissenschaftlichen Geräten. Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 2000m2 zeigt die Ausstellung im Straßburger Museum für
zeitgenössische moderne und zeitgenössische Kunst rund 500 Werke und 150 wissenschaftliche Gegenstände sowie 150 Bücher und etwa 100 Dokumente aus 25 europäischen Ländern.


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