Dienstag, 21. Februar 2017

Wiedergeburt eines buddhistischen Meisters - Ling Rinpoche

Der Dalai Lama wurde von Ling Rinpoche unterrichtet. Einem Lehrer, der - so glauben es die tibetischen Buddhisten - seine Vorleben kannte. 1983 starb er und wurde angeblich 1985 wiedergeboren.

Vor Kyabje Ling Rinpoche waren drei frühere Inkarnationen von Ling Rinpoche Tutoren für die vorherigen Dalai Lamas, darunter das 13., dem 12. und dem 6. Dalai Lamas. Drei Inkarnationen von Ling Rinpoche waren auch Ganden Tripas. Über viele Jahre haben die Ling Rinpoche Inkarnationen viele Klöster in Tibet gegründet und Studenten in jeder Sekte des tibetischen Buddhismus gelehrt. Viele der Mönche in Ling Khangtsen kommen aus diesen Klöstern.
Die aktuelle Inkarnation von Ling Rinpoche ist der spirituelle Leiter und Leiter von Ling Khangtsen. Er wurde 1985 in Indien geboren und studiert an der Drepung Loseling Monastic University, Mungod, Karnataka. Er ist bekannt als Ling Choktul Rinpoche. (wikipedia)

Der wiedergeborene Ling Rinpoche.



Über den "neuen" Ling Rinpoche:

"Inzwischen hat man die Reinkarnation von Ling Rinpoche entdeckt, der ein sehr frecher und lebhafter Junge ist. Seine Entdeckung war eine von denen, bei der das Kind ein Mitglied des Suchtrupps klar erkennt. Obwohl er nämlich erst 18 Monate alt war, rief der kleine Junge die Person beim Namen, ging ihr entgegen und lächelte. Später erkannte er noch mehrere andere Bekannte seines Vorgängers.
Als ich den Jungen das erste Mal sah, hatte ich keinen Zweifel über seine Identität. So wie er sich benahm, war es ganz offensichtlich, dass er mich kannte, obwohl er mir den größten Respekt entgegenbrachte. Bei jener ersten Begegnung gab ich dem kleinen Ling Rinpoche eine große Tafel Schokolade. Die ganze Zeit, die er bei mir war, hielt er sie regungslos mit ausgestrecktem Arm und gebeugtem Kopf in der Hand. Ich bezweifle, dass ein anderes Kleinkind etwas Süßes, ohne es anzurühren, in der Hand gehalten und zugleich noch so förmlich dagestanden hätte.

Als ich den kleinen Jungen dann zu Hause empfing und er an meine Tür gebracht wurde, verhielt er sich genauso, wie sich sein Vorgänger verhalten hatte. Es war offensichtlich, dass er sich auskannte. Als er in mein Arbeitszimmer kam, erkannte er meinen Diener Lobsang Gawa wieder, der sich gerade von einem Beinbruch erholte. Zuerst überreichte ihm der Kleine feierlich einen Katag, dann nahm er eine seiner Krücken in die Hand, hielt sie wie einen Fahnenmast und lief damit lachend und kichernd im Zimmer herum.

Beeindruckend ist auch die Geschichte, die sich in Bodhgaya zutrug, wo der Junge im Alter von zwei Jahren hingebracht wurde, als ich dort Unterweisungen gab. Ohne dass ihm jemand etwas gesagt hätte, fand er mein Schlafzimmer, nachdem er auf allen vieren die Treppe hinaufgeklettert war, und legte einen Katag auf mein Bett.https://www.tibet.de/zeitschrift/rezensionen/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=156&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e9c9698a72cb51177c96c1e0e5167b45

Man setzt voraus, dass Menschen die ihr Leben der Meditation widmeten und eine hohe Bewusstseinsstufe erreichten, sich im nächsten Leben an ihr Vorleben erinnern. In diesem hier geschilderten Fall, hält man den Menschen allerdings sogar für einen Gott, der nur deshalb als Mensch auf Erden wandelt, weil er mithelfen möchte, die leidenden Mitgeschöpfe zu erlösen. Er lebt nicht für sich und was er tut, macht er auch nicht für sich, sondern er opfert sich, indem er das Leid auf sich nimmt, welches das Leben mit sich bringt.

Die Gläubigen verlangen jedoch Beweise. Nur einer der sich an sein Vorleben erinnert und Menschen, Gegenstände und Orte wiedererkennt, kann auch die richtige Person sein. Es wird aber aktiv nach dem Wiedergeborenen gesucht, weil er ein Kind ist und sich im Normalfall wohl nicht von selbst melden kann. Darin besteht jedoch ein großes Risiko. Eine Beeinflussung durch die Umgebung wäre selbstverständlich denkbar und da es auch politische Interessen gibt, wird manchmal versucht, das "richtige" Kind - im Sinne von "passend" - als Wiedergeburt zu etablieren.


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