Hinweis

Auch wenn die meisten Menschen esoterische und paranormale Themen für harmlos halten, möchte ich doch darauf hinweisen, dass sie für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, sowie für Menschen mit einer psychiatrischen Erkrankung, schweren psychischen Leiden, oder Bewusstseinsstörungen, nicht geeignet sind. Wer meinen Blog liest, tut dies auf eigene Verantwortung, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfehle ich vom Lesen einzelner Artikeln dieses Blogs Abstand zu nehmen, obwohl (rein rechtlich gesehen) keine jugendgefährdenden Inhalte auf meiner Seite zu finden sind. Meiner Meinung nach können aber esoterische und paranormale Themen, sowie Verschwörungstheorien bei Kindern und Jugendlichen zu Ängsten führen und in Folge dessen zu irrationalem Verhalten. Die Erziehungsberechtigten sollten in jedem einzelnen Fall darüber entscheiden, ob ihre Kinder die nötige Reife besitzen.

Freitag, 24. Februar 2017

Was soll man vom Okkultismus halten? Gesellschaft für Anomalistik stellt eine neue Studie vor

„Der Okkultismus ist der Vater der Wissenschaft der Zukunft“ – Die Monatsschrift Die Uebersinnliche Welt"

Auf der Webseite https://www.anomalistik.de/  wird eine neue Studie vorgestellt:

"In den letzten Jahren sind viele historische Arbeiten zum Verhältnis von Okkultismus und Wissenschaft für die Entwicklung der westlichen Moderne erschienen. Um nur drei wichtige Arbeiten zu nennen: Corinna Treitels 2004 erschienener Band A Science oft he Soul, Heather Wolfframs The Stepchildren of Science (2009) und Egil Asprems The Problem of Disenchantment (2014). In der neuen Studie des Monats wird eine Arbeit der amerikanischen Historikerin Linda Henderson vorgestellt, die die Schlüsselrolle der von 1893 bis 1922 in Berlin erschienenen deutschen Wochenschrift „Die Uebersinnliche Welt“ in den Blick nimmt.
Henderson kann anhand der Beiträge in dieser Zeitschrift zeigen, wie wenig scharf abgegrenzt die Bereiche der Wissenschaft und des Okkultismus (und teilweise auch der bildenden Kunst) waren, wie sehr die Entdeckung etwa der Röntgenstrahlen unter Theosophen und Spiritisten für Aufregung sorgten und wie sich der Okkultismus als Vermittler zwischen Philosophie und Naturwissenschaft, aber auch als Wegweiser für eine Wissenschaft der Zukunft verstand."


http://www.glass-bead.org/article/the-forgotten-meta-realities-of-modernism/?lang=enview 

Alphonse Louis Constant, der sich den Künstlernamen Eliphas Levi zulegte, begann als Sozialist seine okkulte Karriere. Er kreierte den modernen Okkultismus. Christentum und Sozialismus versuchten manche gläubige Christen miteinander zu verbinden. Ein ähnlicher Versuch wie der heutige, der Islam und Sozialismus als Einheit darstellt und den Islam auf diese Weise für viele Linke als eine scheinbare Alternative attraktiv macht. Was darüber hinweg täuscht, dass Religionen in erster Linie dazu da sind, den Herrschaftsanspruch einiger weniger zu garantieren.

Der Sozialsimus hat vermutlich weit mehr Berührungspunkte mit dem Okkultismus, als Kunst und Wissenschaft. "Es wurde lange angenommen, dass der Sozialist Constant mit der Zweiten Republik untergegangen und dem Okkultisten Eliphas Lévi gewichen sei. Die gemeinsame Quelle dieser Darstellung ist Paul Chacornac, der wiederum Narrative zementierte, die Okkultisten wie Papus und Stanislas de Guaïta zum Ende des 19. Jahrhunderts verbreitet hatten. Im Gegensatz dazu wurde darauf hingewiesen, dass Constant seinen "Okkultismus" nicht nur auf der Grundlage seiner sozialistischen und neo-katholischen Ideen entwickelt, sondern bis zu seinem Lebensende die Verwirklichung des "wahren Sozialismus" propagiert hat.". https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89liphas_L%C3%A9vi

Mag schon sein, dass Okkultismus auch Auswirkungen auf die Wissenschaft und auf die Kunst hatte. Was die Kunst betrifft, ist es sicher so. Viele Künstler und auch viele Dramatiker beschäftigten sich mit Alchemie, Rosenkreuzertum und mit verschiedenen okkulten Richtungen. Offen gesagt, halte ich davon absolut nichts. Der engste Berührungspunkt zwischen Okkultismus und Wissenschaft war vermutlich die Drogenabhängigkeit. Gerade um die Jahrhundertwende waren ziemlich große Bevölkerungsgruppen regelmäßig "high". Weil die Wissenschaft die Drogen entdeckt hatte. Opium, Haschisch, Kokain und andere Substanzen die das Bewusstsein, oder den Gemütszustand  verändern können, wurden als Medikamente eingesetzt. Vom Baby bis zum Greis, setzte man die Menschen unter Drogen. Dazu kamen Nervengifte in alkoholische Getränken, die zu argen Halluzinationen führten.


Viele angeblich okkulte Erlebnisse sind alleine darauf zurückzuführen. Ereignisse bei Seancen wurden sicher sehr oft durch Rauschzustände ausgelöst. Was die Psyche der Okkultisten betrifft, lassen sich auch aus dieser Sicht, Rückschlüsse machen, die vieles erklären. Europa war eine Gesellschaft von Junkies. Was den Süchtigen jedoch nicht bewusst war.


In diesem Zustand der Halluzinationen und der Verwirrung, wurden interessierte Menschen mit neuen - eigentlich alten - religiösen Vorstellungen konfrontiert. Man beschäftigte sich mit dem alten Ägypten und mit asiatischen Religionen, jedoch ohne tieferes Verständnis, weil das nötige, wissenschaftlich Wissen noch fehlte. Magische Bücher die angeblich uraltes Wissen bargen, wurden studiert und interpretiert. Die eigene Religion wurde demontiert. Man gründete geheime Zirkel und die Alpha Männchen der neu-religiösen Okkultisten, fühlten sich als Gesandte einer anderen Welt. Sie scharten Anhänger um sich - und machten sich sehr wichtig.

Auch Frauen durften vereinzelt in die erlauchten Clubs, wie beispielsweise Helena Blavatsky, die es den Männern so richtig zeigte. Sie machte das geheime Wissen öffentlich, welches bei Todesstrafe geheimgehalten werden sollte. Offenbar konnten ihr Flüche nichts anhaben. Aus diesem ganzen okkulten Müll, bastelte sie eine neue Idee. Davon und damit konnte sie gut leben. Rudolf Steiner kam ebenfalls zur theosophischen Gesellschaft, die von Blavatsky dominiert wurde und vertrat ähnliche Gedanken wie sie, bzw. schrieb er von ihr ab.

Auch wenn er von anderen später verlangte, sie mögen sich vom Alkohol fernhalten, war er selbst doch Alkoholiker. Medikamente wird er auch genommen haben.




Rosa Mayreder, die Vertraute aus der Wiener Zeit, meinte sogar, er sei „Alkoholiker gewesen, wenn auch nicht in jenem Übermaß, wie man es bei Mystikern oft findet. [Erst ab der Jahrhundertwende habe Steiner sich] ganz fest in die Hand genommen und sei der geworden, als den ihn die Welt heute kennt“. https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Steiner

Nach Steiners Ideen werden heute noch unzählige Kinder unterrichtet. Vor allem nach dem 2. Weltkrieg wurde seine Lehre populär. Seine Anhänger konnten sich in Europa  frei entfalten, was vorher nicht immer möglich gewesen war. Natürlich haben nicht alle Menschen seine Gedanken für richtig gehalten und sich von ihnen mitreißen lassen. Vor allem manche Linke übten schon bald Kritik: "Für die Analyse der Anthropsophie ist es von Bedeutung, daß sich alle Elemente in beinahe gleicher Reihenfolge in Steiners Anthroposophie wiederfinden lassen; in leicht gewandelter Form versteht sich, war doch Steiner stets darauf bedacht, seine 'Erkenntnisse' originär erscheinen zu lassen. So behauptet er in seinen Büchern, daß es sich um seine eigenen "Schauungen" handele, obwohl die Ausführungen beinahe deckungsgleich mit denen der Helena Blavatzky waren." https://www.anarchismus.at/religionskritik/esoterik/7535-gerhard-kern-theosophie-und-anthroposophi
 
 

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