Hinweis

Auch wenn die meisten Menschen esoterische und paranormale Themen für harmlos halten, möchte ich doch darauf hinweisen, dass sie für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, sowie für Menschen mit einer psychiatrischen Erkrankung, schweren psychischen Leiden, oder Bewusstseinsstörungen, nicht geeignet sind. Wer meinen Blog liest, tut dies auf eigene Verantwortung, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfehle ich vom Lesen einzelner Artikeln dieses Blogs Abstand zu nehmen, obwohl (rein rechtlich gesehen) keine jugendgefährdenden Inhalte auf meiner Seite zu finden sind. Meiner Meinung nach können aber esoterische und paranormale Themen, sowie Verschwörungstheorien bei Kindern und Jugendlichen zu Ängsten führen und in Folge dessen zu irrationalem Verhalten. Die Erziehungsberechtigten sollten in jedem einzelnen Fall darüber entscheiden, ob ihre Kinder die nötige Reife besitzen.

Montag, 20. Februar 2017

Religionen - religiöse Vorschriften im Judentum und im Islam - Schweinefleisch

Religiöse Vorschriften entstehen immer aus irrationalen Gründen. Dazu gehören Speisevorschriften, die vorschreiben oder verbieten was gegessen werden darf und was nicht. Das Judentum kennt viele Ess-Verbote, wahrscheinlich mehr als irgendeine andere Religionsgemeinschaft. Viele Tiere die nicht gegessen werden darf, sind heute sogar schon unbekannt. Man weiß nicht mehr, was für Tiere das gewesen sein sollen. Das bekannteste Tier, dessen Fleisch Juden nicht essen dürfen, ist das Schwein. Diese Speisevorschrift wurde von den arabischen Moslems übernommen. Weil Menschen anderer Kulturen das nicht verstehen können, suchen sie gerne nach "sinnvollen" Erklärungen für den Ursprung religiöser Vorschriften. Immer wieder taucht daher die Behauptung auf, die Menschen in heißen Gegenden würden aus berechtigter Angst vor Trichinen, das Essen von Schweinefleisch verboten haben. Stimmt nicht.

Die alten Ägypter hielten und aßen Schweine und die modernen Ägypter tun es auch - sofern sie weder jüdisch, noch islamisch sind - und doch stammt diese Speisevorschrift aus dem alten Ägypten.

... so wie Seth der Feind des Horus am Himmel ist, ist das Schwein der Feind des Menschen auf der Erde ... steht im ägyptischen Totenbuch.

Schweine können gefährlich sein. Das betrifft besonders Wildschweine. Gemeint ist bei den alten Ägyptern ursprünglich auch das Wildschwein. Sie greifen mitunter auch Menschen an und sie töten. Fraglich ist aber auch, ob ursprünglich mit "Schwein" tatsächlich das Hausschwein gemeint ist, oder doch eher das Flußpferd. Flußpferde sind sehr gefährlich. Ein afrikanisches Volk macht sich dies zunutze, indem es die Flußpferde der Gegend versorgt. Zum Dank dafür bekämpfen diese Flußpferde dann menschliche Angreifer, die Angehörige dieses Volkes überfallen.

Alle nachträglichen Erklärungen wie: Schweine seien unreine Tiere, sexuell unanständig, usw., kamen auf, weil man nicht mehr wusste, was diese Vorschrift bezweckt. Die Ursache liegt gewiss in diesem alten Mythos. Irgendwann wurde er von jemandem vermutlich dahingehend interpretiert, dass man Schweine nicht essen darf. Denn das Schwein galt auch als Verkörperung von Seth, oder von Ibka, der Wächtergottheit, welche die Toten hindert, am Tag in die Welt der Lebenden zu gehen. (Säugetiere in der altägyptischen Literatur von Ingrid Bohms)

Im Prinzip ist das Judentum eine altägyptische Sekte, die man als solche nicht mehr erkennt, weil es zahlreiche Undeutungen und Namensänderungen gibt, was die Mythen angeht, auf denen sie sich gründet. Bis hin zu verschiedenen Festen und Gebeten gibt es jedoch deutliche Übereinstimmungen. Ein Bocksopfer am 15. Abib oder Nisan für Jahwe, entspricht beispielsweise dem Schwein- oder Bocksopfer der Ägypter für Osiris/Lunus, oder Osiris/Thot am 15. Pachon. (Völter, Der Ursprung Von Passah und Mazzoth, Brill. Leiden 1913). 

Obwohl das Schwein meist als Opfer verpönt war, da es als unrein galt, schlachtete man es bei Mondfesten (Vollmond) und brachte es den Mondgöttern dar. Denn das Schwein war nicht nur der Feind der Sonne, sondern auch der Feind des Mondes. Ein Teil des Fleisches wurde zu diesen Gelegenheiten verzehrt. Man vermutet aber, dass es von Menschen, die auf rituelle Reinheit achteten, insbesondere der Priester, gemieden wurde.


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