Sonntag, 19. Februar 2017

Ian Stevenson, Dieter Hassler - Wiedergeburt, Reinkarnation, Seelenwanderung

Ich glaube nicht an Reinkarnation im Sinne von Lohn und Strafe, sondern an wertfreie Seelenwanderung. Somit widerspreche ich den religiösen Ansichten der Buddhisten und Hindus, sowie den meisten modernen Esoterikern. Weil mir deren Konzept absurd erscheint. Es wäre unlogisch anzunehmen, Wiedergeburt würde erst mit dem Menschen beginnen. Wir wissen mit Sicherheit, dass es Evolution gibt. Seelenwanderung lässt sich nahtlos mit der Evolutionstheorie vereinen. Tiere können nicht sündigen. Sie können höchstens falsche Entscheidungen treffen. Geht man von Seelenwanderung aus, kann sie nur am Anfang des Lebensprozesses beginnen. Also an dem Punkt, an welchem Leben entstand. Es wäre unsinnig anzunehmen, plötzlich würde die Schuld eines Lebewesens im Jenseits festgestellt und ein Urteil darüber getroffen, was dieses Lebewesen im nächsten Leben erleben muss. Es gibt keinen Punkt, an dem man vom Tier zum Menschen wird, sondern nur eine schrittweise Veränderung. Wenn es Wiedergeburt gibt, dann sind davon alle Lebewesen betroffen - nicht nur der Mensch. Der Glaube an ein Lohn/Strafe/System ist reine Ideologie.



Manche Reinkarnationsforscher klammern sich an das Lohn-Strafe-System, andere beschäftigen sich mit dieser Frage nicht. Ian Stevenson und Dieter Hassler, letzterer baut auf den Forschungen von Stevenson auf, beschäftigen sich nicht damit. Ihre untersuchten Fälle deuten auch in keiner Weise auf Wiedergeburt als Strafe für vergangene Sünden hin, sondern auf eine Fortführung eines früheren Lebens.

Auf seiner Webseite http://www.reinkarnation.de/ die seit neuestem "Überlebensforschung" heisst, schreibt Dieter Hassler über Berichte verschiedener Personen, an deren Vorgeburt. Weiters listet er verschiedene bekannte Theorien auf. Sowohl solche die für die Annahme von Wiedergeburt stehen, als auch solche die dagegen argumentieren. Er stellt jedoch wissenschaftliche Forschungen und esoterische Theorien, mehr oder weniger gleichberechtigt nebeneinander. Das halte ich insofern für einen großen Fehler, als dadurch im Auge des kritischen Betrachters die wissenschaftliche Forschung abgewertet wird. Umgekehrt wird im Auge des unkritischen Betrachters die esoterische Argumentation aufgewertet.

Ian Stevenson https://de.wikipedia.org/wiki/Ian_Stevenson sammelte Fallberichte. Er überprüfte die Erinnerungen, oder angeblichen Erinnerungen von Kindern, die über ihr Vorleben berichteten. Ihm wurde von Skeptikern, unwissenschaftliche Vorgehensweise vorgeworfen. Er hat das Thema Wiedergeburt in der Öffentlichkeit salonfähig gemacht, weil er im Gegensatz zu den Rückführungstherapeuten, genaue und zum Teil überprüfbare Recherchen anstellte, etwa indem er körperliche Besonderheiten der Kinder mit den von ihnen behaupteten Todesarten verglich. Jim Tucker führt seine Forschungen an der Univ. of Virginia fort. Ian Stevenson hinterließ vor seinem Tod eine Nachricht in einem verschlossenen Safe, vermutlich in der Hoffnung, sich nach seiner Wiedergeburt daran zu erinnern.

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