Hinweis

Auch wenn die meisten Menschen esoterische und paranormale Themen für harmlos halten, möchte ich doch darauf hinweisen, dass sie für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, sowie für Menschen mit einer psychiatrischen Erkrankung, schweren psychischen Leiden, oder Bewusstseinsstörungen, nicht geeignet sind. Wer meinen Blog liest, tut dies auf eigene Verantwortung, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfehle ich vom Lesen einzelner Artikeln dieses Blogs Abstand zu nehmen, obwohl (rein rechtlich gesehen) keine jugendgefährdenden Inhalte auf meiner Seite zu finden sind. Meiner Meinung nach können aber esoterische und paranormale Themen, sowie Verschwörungstheorien bei Kindern und Jugendlichen zu Ängsten führen und in Folge dessen zu irrationalem Verhalten. Die Erziehungsberechtigten sollten in jedem einzelnen Fall darüber entscheiden, ob ihre Kinder die nötige Reife besitzen.

Samstag, 25. Februar 2017

Geheimbünde und deren Mitglieder - Meyrink, der Autor des Golem

Die Illuminaten werden verdächtigt, für alles mögliche Unheil verantwortlich zu sein. Auch heute noch glauben einige Verschwörungstheoretiker verdächtigt, der Geheimbund würde noch immer existieren. 

Theodor Reuß gründete Ende des 19. Jahrhunderts einen „Illuminatenorden“. Mit den berüchtigten "Illuminaten" hatte der jedoch nichts zu tun.

"Zwecks Legitimation der Ordensgründung verwies Reuß auf ein in seinem Besitz befindliches Patent, welches angeblich von einem Hochgradmaurer im 18. Grad des Memphis-Ritus, bzw. im 46. Grad des Misraim-Ritus namens Louis Gabriel stammte, der es bei einem Besuch am 19. November 1786 von Adam Weishaupt in Regensburg persönlich erhalten habe. Nach diesem Patent sei der jeweilige Inhaber befugt „Schottische Logen“ zu gründen. Leopold Engel trat dem IO am 9. November 1896 bei und verfasste dessen „Geschichte“."
https://de.wikipedia.org/wiki/Geheimbund#Weltbund_der_Illuminaten

Offensichtlich war das alles nur eine Lüge, aber es funktionierte. Unter dem Namen "Weltbund der Illuminaten" wurde später auch noch eine neue  Organisationen gegründet. Bei dieser war Meyrink Mitglied.

Wenn der Beginn schon so zweifelhaft ist, kann nichts Gutes daraus entstehen. In erster Linie wurden wohl in diesen Orden und Gruppen Fantasien produziert und verkauft. Was bei vielen Menschen jedoch gut ankommt, weil das Geheimnisvolle immer die Neugierde weckt.

Meyrink war Mitglied mehrerer Geheimbünde und behauptete, in telepathischem Kontakt mit Ramana Maharshi, dem Guru Paul Bruntons zu stehen.

Dieser Ramana Maharshi war ein echter Yogi, der anfangs alleine in einer Höhle lebte und aus ihr von einem anderen geholt werden musste. Sonst hätte er dort vermutlich sein Leben verbracht. Ob Meyrink mit seiner Annahme er stehe mit Maharshi in telepatischem Kontakt Recht hatte, lässt sich schwer sagen. Ich denke eher nicht, sonst wäre er kein Buddhist geworden.
  • Meyrink war Mitbegründer der theosophischen Okkultistenloge „Zum blauen Stern“
  • eines der ersten Mitglieder der deutschen Theosophischen Gesellschaft, deren innerer Abteilung, der „Esoterischen Schule“ er sich später anschloss.
  • Unter dem Ordensnamen „Bruder Dagobert“ war er Mitglied im Weltbund der Illuminaten.
  • Unter dem Logennamen „Kama, Censor of the R.O.O.o.S.B.“ war er Mitglied im Kerning-Orden.
  • Angehöriger in der „Bruderschaft der alten Riten vom heiligen Gral im großen Orient von Patmos“.
  • Mitglied der mystischen Gesellschaft christlich-rosenkreuzerischer Ausrichtung von Alois Mailänder.
  • Mitglied des Schachclubs Starnberg 1920 e.V.wo er dreimal Clubmeister wurde
https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Meyrink  

Seine Leidenschaft für Vereine (der Schachclub wird wahrscheinlich nicht geheim gewesen sein) nähren den Verdacht, er habe sich alleine verloren gefühlt und deshalb war er ständig auf der Suche nach echter Gemeinschaft. Ein Suchender war er jedenfalls. Er konvertierte gegen Ende seines Lebens zum Mahayana Buddhismus. Der Wunsch nach Leiderlösung bezieht sich im Mahayana auf alle Lebewesen, einschließlich der eigenen Person. Also kann man annehmen, dass er litt und auch mit allen anderen Lebewesen mitlitt. Ihn führte der Weg zu dieser Religion über den Okkultismus und das Rosenkreuzertum - wieder zu einer Gemeinschaft.  Alle diese Vereine, Organisationen, oder wie immer man sie nennen möchte, waren nur Stationen die er ollenbar besuchen musste, um an sein wahres Ziel zu gelangen. Zu einer Glaubensgemeinschaft die ihm die Bürde abnimmt, einen Weg zu suchen, weil es schon einen gibt. Alle diese okkulten und mystischen Gesellschaften mögen seine Fantasie beflügelt haben. Was sich in seinen Büchern widerspiegelten. Die bei den esoterischen Lesern gut ankamen, aber ziemlich konfus verschiedenste Ideen miteinander verstrickten. seelische Sicherheit konnten ihm okkulte Geheimbünde keine geben, weil er vermutlich insgeheim ihre Lügen durchschaute.

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