Montag, 16. Januar 2017

Wer Visionen hat, muss nicht unbedingt verrückt sein


Visionen und mystische Erlebnisse wurden in früheren Zeiten heiligen Menschen zugeschrieben. Düstere Visionen stammten von bösen Geistern, oder dem Teufel, strahlende, voller Glück, kamen von den Göttern, oder von dem (jeweils) einen Gott, oder von den Engeln.

Als die Menschen naturwissenschaftliche Erkenntnisse gewannen, wurde ihnen klar: auch Drogen können solche Erlebnisse auslösen und nicht nur Heilige, oder Verdammte, erlebten sie. Plötzlich waren sie verpönt, die Visionen des Göttlichen und des Teuflischen. Wer behauptete welche zu haben, wurde kurzerhand entweder verrückt erklärt, oder auch Drogengenuss untersucht. Doch jetzt wendet sich das Blatt wieder:

Man darf wieder mystische Erlebnisse haben, ohne deswegen in der Psychiatrie zu landen. Bisher war das total verboten. Wäre ja auch noch schöner, würde jemand erleben was die Wissenschaft verboten hat. Nämlich:  Mystische Erfahrungen durch Meditation.

Für die Seelsorge - nicht nur im Gefängnis - kann eine stärkere Betonung der mystischen Tradition des Christentums neue Veränderungspotentiale freilegen. 


erfährt man auf http://www.gefaengnisseelsorge.de
(leider ist der Artikel nicht maehr aufrufbar)

auf Seite 17 stand
Psychologen wie David Lukoff  kämpfen „für die Einführung einer nicht -pathologisierenden Kategorie in Bezug auf außergewöhnliche transpersonale Erfahrungen in die US-amerikanische, psychiatrische Klassifikation DSM-IV“

Offenbar setzen sich  religiös denkende Menschen immer stärker gegen die verweltlichte Medizin und Psychologie durch.

Meditation wurde und wird immer mehr zum Forschungsobjekt. Weil sich messen lässt, dass dabei im Gehirn Veränderungen stattfinden. Man hat  buddhistische Mönche als Studienobjekte entdeckt. Denn die nehmen die Meditation noch ernst. Ihnen wirft auch niemand Geisteskrankheit vor.

Mystische Erlebnisse sind jedoch nicht dem Christentum vorbehalten. Sie sind Teil unserer Natur und alles andere als pathologisch. Allerdings: man muss sie auch richtig interpretieren können.

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