Montag, 9. Januar 2017

Schöpfungsmythen - der älteste bekannte Mythos schildert die Erschaffung der Frau durch die Göttin

Sumer und Mesopotamien

Nammu war, bevor es alles andere gab. Sie war die Schöpferin des Himmels und der Erde und sie gebar auch alle Gottheiten. Danach erschuf sie auch die Menschen, um die Götter von deren Arbeit zu entlasten. Mit der Hilfe von acht Göttinnen schuf sie die ersten Menschen aus Lehm und Wasser.

Die Göttin Ninmah ärgerte sich, weil sie nichts dazu beitragen durfte und schuf sieben weitere Menschen, indem sie diese aus dem übrig gebliebenen Lehm formte. Jeden von ihnen versah sie aus Zorn mit einer Behinderung.




Man erkennt unschwer, dass die Frau am Anfang des Lebens stand und nicht der Mann. Erst im Laufe der Geschichte wurden Variationen dieses Mythos erfunden. Plötzlich brauchte die große Göttin männliche Hilfe, um Leben - und den Menschen - erschaffen zu können. Später ließ man sie überhaupt ganz einfach unter den Tisch fallen. Schließlich, so dachten die Männer, kann jeder aus Lehm Menschen erschaffen. Dazu braucht es keine Göttin.

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