Donnerstag, 12. Januar 2017

Gräfin Báthory: sie war angeblich eine Vampierin - und das Opfer einer Verschwörung

Ob die Gräfin Báthory (1560 in Nyírbátor, Ungarn; † 21. August 1614 auf Burg Čachtice) tatsächlich so ein Monster war, wie man sie beschrieb, lässt sich schwer beweisen. Alle Vorwürfe stimmen sicher nicht. Hinter der Geschichte verbirgt sich auch ein Macht- und Religionskampf zwischen den katholischen Habsburgern und den evangelischen Ungarn. Die Gräfin soll zahlreiche junge Mädchen bestialisch gefoltert und getötet haben. Sie wurde vor Gericht gestellt, zahlreiche Zeugen marschierten auf, von denen sie massiv belastet wurde. Übergriffe auf Dienstpersonal war zu damaliger Zeit nichts Ungewöhnliches. Erst als auch Angehörige der adeligen Schicht verschwanden, ging man gegen Báthory vor.



Der Jesuit László Turóczi verleumdete sie, um die Gegenreformation zu unterstützen. Von ihm erfundene Geschichten brachte er geschickt in seinem Buch unter. So schrieb er beispielsweise, Báthory habe beim Foltern eines Mädchens einige Blutspritzer abbekommen und auf dieser Stelle danach eine deutliche Verjüngung ihrer Haut verspürt. Sie habe sich daher entschlossen, systematisch junge Frauen zu töten und in deren Blut zu baden, um ihre eigene Haut jugendlich und attraktiv zu erhalten. Helena und Dorothea die ihr halfen,  seien Hexen gewesen. Als Ursache für Báthorys Wahnsinn, sah er ihren Übertritt zum Luthertum an.

Vielleicht war sie eine Verrückte, aber sie war mit Sicherheit keine Vampirin.  Báthory wurde in einem kleinen Zimmer auf ihrer Burg Čachtice eingemauert. Dort lebte sie noch vier Jahre lang. Bis zu ihrem Lebensende hatte sie nur durch ein kleines Loch in der Mauer Kontakt zur Außenwelt. (wikipedia)


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