Hinweis

Auch wenn die meisten Menschen esoterische und paranormale Themen für harmlos halten, möchte ich doch darauf hinweisen, dass sie für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, sowie für Menschen mit einer psychiatrischen Erkrankung, schweren psychischen Leiden, oder Bewusstseinsstörungen, nicht geeignet sind. Wer meinen Blog liest, tut dies auf eigene Verantwortung, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren untersage ich hiermit das Betreten meines Blogs, obwohl rein rechtlich gesehen, keine jugendgefährdenden Inhalte auf meiner Seite zu finden sind. Meiner Meinung nach können aber esoterische und paranormale Themen, sowie Verschwörungstheorien bei Kindern und Jugendlichen zu Ängsten führen und in Folge dessen zu Irrationalem Verhalten. Für die Einhaltung dieser Regel sind die jeweiligen Erziehungsberechtigten verantwortlich zu machen.

Sonntag, 22. Januar 2017

Die irren Theorien des Velikovsky


Die moderne Wissenschaft erkennt geschlossen die Theorien des Herrn Velikovsky nicht an. Er behauptete in seinem Buch: Welten im Zusammenstoß folgendes:

Der Planet Venus existiert erst seit ein paar tausend Jahren. Entstanden ist sie als Komet, der von Jupiter ausgestoßen wurde. Danach flog sie wie wild durchs Sonnensystem und kollidierte dabei mehrmals fast mit der Erde und dem Mars. Und Beweise dafür findet man in den alten Texten der Ägypter, Babylonier, der Bibel usw…  

Auf
http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/04/21/kollidierende-planeten-velikovskys-seltsame-theorie/
beschäftigt sich Florian Freistetter mit dieser seltsamen Theorie.

Velikovsky war Psychologe und kein Astronom. Trotzdem stellte er astronomische Behauptungen auf. Vielleicht verstand auch er auch nur falsch, was alte Schriften sagten. Denn diese alten Schriften sind in Wahrheit viel älter, als man zu Velikovskys Zeit dachte. Es sind alte Erzählungen, die aus lange untergegangenen Kulturen stammten. Vielfach verändert, an neue Verhältnisse angepasst. Er hielt sie für Geschichtsschreibung.

Velikovsky rekonstruierte aus antiken Quellen, Kalendern, archäologischen Funden, aus Mythologien und Religionen unterschiedlichster Kulturen, dass in historischer Zeit - im zweiten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung - aus dem Planeten Jupiter ein Komet ausgestoßen wurde, der in der Mitte des zweiten Jahrtausends zweimal mit der Erde in Berührung kam, wobei er seine Kometenbahn veränderte und auf der Erde verheerende globale Katastrophen auslöste. Der Komet verblieb in unserem Sonnensystem und kollidierte einige Jahrhunderte später mit dem Mars. Erneut wurde unsere Erde in Mitleidenschaft gezogen. Doch dann war der vorerst letzte Kampf der Himmelsgötter entschieden. Der Komet schwenkte langsam auf seine heutige Umlaufbahn um die Sonne ein und wurde zum Planeten Venus, gefürchtet und verehrt unter vielerlei Namen von den Völkern der alten Welt. Nach Velikovsky sind alle Mythologien und Religionen verschlüsselte Erinnerungen der Menschheit an diese kosmischen Katastrophen.

http://www.efodon.de/html/archiv/wissenschaft/schukies/krea.htm

Velikovsky behauptet, bis 1500 v. Chr., also bis vor ca. 3500 Jahren gab es die Venus noch nicht. Dem stehen verschiedene alte Schriften gegenüber.

Die Venus-Tafeln des Ammi-saduqa (auch Ammisaduqa, Ammi-zaduqa, Ammizaduqa) stellen das bislang älteste Schriftdokument zur Planetenbeobachtung dar. Die Keilschrifttexte des babylonischen Königs Ammi-saduqa, entdeckt in der Bibliothek des Assurbanipal in Ninive, beinhalten insbesondere Beobachtungen der Venus, die in der mesopotamischen Mythologie als Stern der Göttin Ninsianna galt und im sumerischen Pantheon als weibliche Gottheit der Liebe und Fruchtbarkeit die führende Position einnahm. Die in diesem Zusammenhang dokumentierte synodische 584-Tage-Periode der Venus gilt ebenfalls als erste schriftlich erhaltene Aufzeichnung eines planetaren Zeitintervalls im Bereich der Astronomie. Die frühen Chronologien der Altorientalischen Geschichtsschreibung wurden aufgrund dieser astronomischen Daten erstellt und erlauben die zeitliche Einordnung der Regierungsperioden mesopotamischer Könige. Die moderne Forschung konnte zwischenzeitlich aufgrund der beobachteten Sonnenfinsternis in der Regierungszeit von Aššur-dan III. sowie vorliegender Königs-Synchronismen assyrischer und babylonischer Herrscher die assyrische Adasi-Dynastie auf die Jahre um 1680 v. Chr. datieren. Die Adasi-Dynastie stand mit Ammi-saduqa in chronologischer Nachbarschaft, weshalb aus der Adasi-Ansetzung in diesem Zusammenhang auch eine nähere zeitliche Zuordnung des Ammi-saduqa möglich wurde. Die früher diskutierte Möglichkeit der ultrakurzen Chronologie scheidet daher aus. Entsprechende Bestätigungen liefern zudem die astronomischen Auswertungen der Venus-Tafeln des Ammi-saduqa.

http://de.wikipedia.org/wiki/Venus-Tafeln_des_Ammi-saduqa#Schaltmonate_im_babylonischen_Mondkalender

Die Keilschrifttafeln tragen bis etwa 800 v. Chr. kopierte Texte des babylonischen Königs Ammi-şaduqa über Beobachtungen des 584-Tage-Intervalls der Venus ab 1645 v. Chr. http://de.wikipedia.org/wiki/Venus_%28Planet%29

Zwischen 2137 bis 1781 v. Chr: Mittleres Reich (Ägypten): gab es Diagonalsternuhren, Himmelsdarstellung im Sarg des Heni

bis Mitte 4. Jahrtausend v. Chr. (Altertum): Der Planet Mars ist bekannt.

3. Jahrtausend v. Chr.: älteste erhaltene schriftliche Aufzeichnungen über Techniken und Bedeutung der altägyptischen Astronomie. Merkur ist mindestens seit der Zeit der Sumerer (3. Jahrtausend v. Chr.) bekannt.

2707–2639 v. Chr (3. altägyptische Dynastie): Verzierungen von Decken mit einfachen Sternmustern in der Djoser-Pyramide

2137 v. Chr.: in China wurde die erste Sonnenfinsternis im Jahre 2137 v. Chr. aufgezeichnet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitleiste_der_Astronomie

... Der Planet Venus ist in dieser Auseinandersetzung als Stern der Barke des Benu zugeordnet, was eine sichere Identifizierung von Merkur als Stern des Seth ermöglichte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sebeg

Netjer-duai (auch Seba-dja) ist der altägyptische Name einer seit dem Alten Reich belegten Himmelsgottheit. In der altägyptischen Mythologie und altägyptischen Astronomie bezeichnete Netjer-duai den Planeten Venus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Netjer-duai

Wie man deutlich erkennen kann, waren Venus und Merkur schon seit Jahrtausenden bekannt. Dafür gibt es massenhaft Beweise. Man könnte daher den Herrn Velikovsky schnell vergessen und Gras über seine Theorien wachsen lassen. Nur leider gibt es Unbelehrbare, die noch immer seine Theorien verteidigen.

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