In diesem Blog geht es um Themen die man gemeinhin "parapsychologisch" nennt. Also um Ereignisse und Phänomene die niemand versteht und über die gestritten wird. Da ich mich aber nicht nur theoretisch mit PSI auseinandersetze, führe ich seit dem Jahr 2000 auch eine PSI-Traumstudie im Internet. Sie besteht aus einer Traumsammlung http://traumsammlung-traumstudie.blogspot.com/, der ich mögliche Erfüllungen anfüge um zu zeigen dass, wie und in welcher Form sich Traumaussagen im realen Leben erfüllen können und aus einer Sammlung von Träumen http://psiundtraum.blogspot.com, bzw. Traumteilen, die sich auf wichtigere Ereignisse, wie Kriege, politische Umstürze, Katastrophen, usw. beziehen. Ich weiß worüber ich schreibe - im Gegensatz zu den meisten Parapsychologen und den Skepikern.

Samstag, 4. Februar 2012

Kennedy, Jeane Dixon und die Dämonen

Um berühmte Menschen ranken sich oftmals Mythen. Das trifft besonders auf jene zu, die eines gewaltsamen Todes sterben. Zudem sind Wahrsager überaus beliebt. Wobei kaum unterschieden wird ob eine Voraussage tatsächlich eine ist, oder nur vorgibt eine zu sein. Denn Voraussagen sind meistens diffus und können auf verschiedene Weise ausgelegt werden. Dazu kommen Zufälle die es schwer machen zu unterscheiden ob jemand etwas tatsächlich wusste, oder ob er nur gut geraten hat. Dass man nicht immer so genau sagen kann was "Zufall" wirklich ist, habe ich an anderer Stelle schon erwähnt.

Der Mord an JFK machte sie berühmt - zu Recht?



DIe 1904 in Medford (Wisconsin) geborene Jeane Dixon ist die wohl bekannteste Wahrsagerin des 20. Jahrhunderts. Nachdem sie jahrelang Tageshoroskope für Zeitungen veröffentlicht hatte, erlangte sie nach dem tödlichen Attentat auf US-Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 nationale Berühmtheit.Denn am 13. Mai 1956 hatte sie in einer Zeitung prophezeit, dass ein Demokrat die Wahlen 1960 gewinnen und noch während seiner Amtszeit sterben werde. Für ihre Anhänger ein klarer Beweis für ihre hellseherischen Kräfte.

Bei genauerer Betrachtung war Dixons Vorhersage weder präzise, noch überraschend. In ihrer Prophezeiung hatte sie weder einen Namen, noch ein konkretes Sterbedatum genannt. Auf Grund des US-Zweiparteiensystems standen die Chancen für einen demokratischen Präsidenten denkbar günstig, wobei sie interessanterweise noch kurz vor den Präsidentenwahlen einen Sieg von Richard Nixon orakelt hatte. Außerdem waren vor John F. Kennedy bereits drei US-Präsidenten Opfer eines Anschlags geworden. Man kann ihre berühmteste Vorhersage deshalb als Zufallstreffer einordnen.



http://pagewizz.com/laesst-sich-die-zukunft-voraussagen-das-vermaechtnis-von-nostradamus-co/

Nun ja, man kann es so, oder so sehen. Beweisen kann man in diesem Fall weder die eine, noch die andere Theorie, jedenfalls nicht in jedem einzelnen Fall. Besonders schwierig wird es, wenn der Betroffene selbst, der keinerlei Interesse an Voraussagen hatte, selbst scheinbar zum Seher wird.

JFK prophezeite einen schweren Tag in Dallas

Aus neu ausgewerten Tonbandaufnahmen geht hervor, dass John F. Kennedy seinen Wahlkampftag in Dallas als schwierig einschätzte. Dort wurde der US-Präsident am 22. November 1963 erschossen.

US-Präsident John F. Kennedy hat den Tag seiner Beerdigung unwissentlich als "schweren Tag" bezeichnet. Das geht aus 45 Stunden Tonbandmaterial hervor, das am Dienstag von der John F. Kennedy Bibliothek in Boston veröffentlicht wurde. Auf einer Aufnahme bespricht Kennedy im Weißen Haus mit einem Mitarbeiter die Planungen für seinen Besuch in Dallas im Bundesstaat Texas, wo er am 22. November 1963 ermordet wurde. "Montag? Das wird ein schwieriger Tag", sagt Kennedy. Sein Gesprächspartner entgegnete: "Es wird ein schrecklicher Tag sein, Mr. President." An besagtem Montag wurde der am Freitag zuvor ermordete Kennedy schließlich beerdigt.

Die Frage ist eben - war seine eigene Prophezeiung Zufall, oder fühlte er Unheil heran kommen? Was versteht man unter einem "schweren Tag"? Vermutlich eher nicht einen Todestag, doer den Tag der eigenen Beerdigung. Er wird sich wohl auf etwas anderes bezogen haben.



http://www.n24.de/news/newsitem_7619853.html

Jeane Dixon jedenfalls irrte sich häufig. Das spricht nicht unbedingt gegen sie. Wir man weiß sind paranormale Fähigkeiten nicht auf Knopfdruck verfügbar. Deshalb bedeuten Irrtümer nicht unbedingt Unfähigkeit. Menschen irren sich schließlich auch oft wenn sie über etwas urteilen, ohne PSI Fähigkeiten dazu zu Hilfe zu nehmen. Ihr Problem war, dass behauptete vom "Heiligen geist" erfüllt zu prophezeien - und der sollte eigentlich perfekt sein.

Dixon behauptete von sich selbst.:

"Ich leere meinen Geist, damit ich vom Heiligen Geist erfüllt werde. Schließlich, während meiner Meditationen, wenn mein Geist ruhig und Gott bereit ist, spricht Gott zu mir. Ich weiß dann ohne Zweifel, daß ich direkte Verbindung mit dem Göttlichen habe, mit dem Herrn, unserem Gott, weil ich das fühle und empfinde. Ich weiß, es ist keine Verbindung zu Satan, denn auch diesen habe ich schon gefühlt und empfunden; und ich kenne den Unterschied sehr genau. So folge ich denn, gemäß meiner Weisheit, der Stimme des Herrn."
Jeane Dixon behauptete, weit in die Zukunft blicken zu können und sie behauptet, die Zukunft auch innerhalb des Zeitgefüges zu erkennen, also genau zu wissen wann was eintreten wird. "Die Zukunft wurde mir bis zum Jahre 2037 n. Chr. gezeigt."


Dabei handelt es sich um die übliche Beschreibung von sehr religiösen Menschen, die eine bestimmte Vorstellung von "Gott und dem Teufel" haben. Sie gab sich christlich, stimmte aber trotzdem nicht in allen Punkten mit offiziellen Lehren christlicher Kirchen überein, sondern verkündete eine eigene Lehre.

http://www.dalank.de/jens/seba_r0124.html

wird die Vorstellungen dieser christlichen Dame vorgestellt und zwar aus Sicht eines ebenso christlichen Menschen. Chrsitliche Menschen argumentieren (wie auch viele religiöse Menschen die einer anderen Glaubensgemeinschaft angehören) auf der Basis dessen was geglaubt wird. Es wird also nicht der Glaube an sich hinterfragt, sondern man geht davon aus, das eigene Glaubenssystem sei absolut wahr. Von dieser Basis der (geglaubten) absoluten Wahrheit aus, muss selbstverständlich alles was diesem Glauben widerspricht falsch sein. Anhand dieses (hier verlinkten) Beispiels kamm man sehr gut die Beziehung des Autors und vor allem die von Jeane Dixon zur Bibel erkennen. Diese Beziehung zur christlichen Religion mag wohl ihr eigentliches Erfolgserlebnis ausmachen, weil gerade in den USA viele christliche Sekten aktiv sind. Sie warten geradezu auf ein Zeichen Gottes, um den Beweis für die Richtigkeit ihrer Lehre erbringen zu können. Nicht für sich selbst, sondern für die Ungläubigen, die sich nur durch harte Fakten überzeugen lassen.

Dixon sagte voraus:

Sie sagt das Erscheinen des Antichristen voraus, ebenso wichtige Weltereignisse, die dieses Erscheinen einleiten und dem Auftreten des Antichristen folgen sollen. Die Wiederkunft Christi und eine darauf folgende noch nie dagewesene Segenszeit kündigt sie ebenfalls an.
Viele ihrer neueren Voraussagen schließen sich fast nahtlos an die biblischen Voraussagen dieser Ereignisse an, aber der ganze Zeitplan ihres Eintretens paßt nicht in die biblische Offenbarung. Nach meinem Verständnis der [143] biblischen Prophetie werden sich alle mit dem zweiten Kommen Christi zusammenhängenden Ereignisse innerhalb eines Zeitraums von sieben Jahren, der unmittelbar seiner sichtbaren und persönlichen Wiederkunft vorausgeht, abspielen (Daniel 9-11).
Frau Dixon spricht auch sehr bestimmt davon, wie man Jesus Christus erkennen und in das Reich Gottes hineingelangen kann.
(ebenda)

Somit gibt sich Frau Dixon nicht als "Seherin", sondern als "Prophetin", gemäß der Unterscheidung die Nostradamus getroffen hat. Er bezeichnete sich nicht als Prophet, sondern nur als Seher, weil er - seiner Behauptung nach - die Zukunft sehen konnte, während der Prophet tiefere Zusammenhänge des Lebens erkennt. Er sah sich selbst nicht als "göttliches Sprachrohr", sondern nur als Mensch, welcher Einblick in zukünftige Ereignisse hat, ohne diese werten. Wobei er damit ausschließt, sich von irgendwelchen Dämonen etwas einflüstern zu lassen.

Da Frau Dixon sich zwar als Prophetin des christlichen Gottes darstellt, aber nicht mit bestimmten Glaubensvorstellungen übereinstimmt, wird sie als "falsche Prophetin" betrachtet.

In meinem Gespräch mit Frau Dixon fragte ich sie, warum sie in ihren Büchern nicht näher auf die Erlösung und den Glauben eingehe. Sie antwortete: "Weil die Welt dazu noch nicht bereit ist."
Ist die Welt wirklich nicht bereit für eine Botschaft, die nach dem Willen Gottes aller Kreatur verkündigt werden soll?
Als ich mit Frau Dixon die verschiedenen Punkte des [147] einen wahren Evangeliums Christi durchging, erklärte sie mir, sie habe diese Dinge immer gewußt und daran geglaubt. Wenn sie wirklich daran glaubt, kann ich nicht verstehen, warum sie sie dann nicht klar darlegt, sondern das Gewicht auf eine Botschaft der Werkgerechtigkeit legt.
Das Hauptziel eines Propheten muß es sein, Menschen zum lebendigen Glauben an Jesus Christus zu führen. "Denn der Geist der Weissagung ist das Zeugnis Jesu" (Offenbarung 19, 10).


So geht es den Propheten. Sie müssen nicht nur beweisen dass ihre Voraussagen stimmen, sondern auch, dass sie den "wahren Glauben" allseits bekannt machen. Sonst werden sie schnell zu falschen Propheten, was in früheren Zeiten leicht tödlich enden konnte.

Ein Hauptkennzeichen eines echten Propheten Gottes bestand darin, daß seine Weissagung hundertprozentig in Erfüllung ging.


Weil in der Bibel steht, Wahrsagerei sei etwa Böses, darf man sich nicht wahrsagend betätigen. Dabei bedeutet dieses Wort Wahrheit-sagen. Hier landen wir schließlich wiedereinmal bei dem Thema: Dämonen.

Wenn jemand tatsächlich geheime Kenntnisse besitzt, die nichts mit Betrug zu tun haben, dann kommen dafür nach Gottes Wort nur zwei Möglichkeiten in Frage. Entweder ist der Betreffende ein Prophet Gottes und erhält seine Offenbarung von Gottes Geist, oder er ist ein Wahrsagemedium, das seine Erleuchtungen von einem Dämon empfängt. Von einem solchen Dämon ist beispielsweise in Apostelgeschichte 16,16 die Rede. Er wird dort "Wahrsagergeist" genannt.

Der Autor beschäftigt sich nun ausführlich mit der Frage wieso er Frau Dixon als falsche Prophetin ansieht. Kurz gesagt: sie sagt nicht wörtlich, was in der Bibel steht. Deshalb muss sie sich einem "Prophetentest" unterziehen, der auf einen einfachen Nenner zu bringen ist:

Im alten Israel gab es für einen Propheten nur zwei Möglichkeiten, entweder trafen die Weissagungen mit hundertprozentiger Genauigkeit ein, oder er wurde gesteinigt.


Der Autor stellt fest:

1. Ihre Prophezeiungen treffen nicht alle ein. Was davon eintrifft, wird zwar groß herausgestellt, was falsch ist, wird dagegen gewöhnlich verschwiegen. Hier einige ihrer falschen Voraussagen:
Der Dritte Weltkrieg sollte im Jahre 1958 ausbrechen.
Rotchina sollte 1958 in die Vereinten Nationen aufgenommen werden. Tatsächlich erfolgte die Aufnahme jedoch erst am 25. Oktober 1971.
Der Vietnamkrieg sollte in 90 Tagen zu Ende gehen (das heißt vom 7. Mai 1966 an gerechnet), und zwar unter für die USA unbefriedigenden Bedingungen.
Am 19. Oktober 1968 sagte sie, Jacqueline Kennedy denke nicht an eine Heirat. Am Tag darauf heiratete sie Onassis.


Es handelt sich hier also um einen religiösen Skeptiker, der aus rein religiösen Gründen skeptisch ist. Zwar meint er es sei möglich die Zukunft vorher zu sagen, aber dazu müsse man ein "echter" Prophet sein. Ungewollt zeigt der Autor die psychische Konstitution des Menschen der Bücher anbetet. In der Bibel (zumindest in derjenigen die er zur Verfügung hat) steht ..., Gott hat dem Menschen verboten etwas zu erkennen was nicht über die bekannten 5 Sinne erkennbar ist, also ist jeder der es trotzdem tut, reif für die Hölle.

"Frau Dixon beschreibt noch einen weiteren Vorfall der sich 1948 ereignete. "Plötzlich war die Kristallkugel voller Getümmel. Ich sah behelmte Polizisten und schwerbewaffnete Soldaten,, die finster dreinschauten und mehrere Rebellen durch eine aufgebrachte Menschenmenge zerrten..."
Man beachte, Frau Dixon sagt: "Die Kristallkugel war voller Getümmel...."
Meine Frage lautest: Wenn Frau Dixon ihre Visionen nicht in der Kristallkugel sieht, warum benötigt sie diese dann überhaupt? Gibt es nicht andere Mittel, um einer Person zur Entspannung und Konzentration zu verhelfen? Warum verwendet sie einen Gegenstand, der bei den Propheten völlig ungebräuchlich ist und seit eh und je mit dem Okkulten im Verbindung gebracht wird?
Das Kartenspiel - sie spricht von "gesegneten Karten" - hatte sie damals als junges Mädchen von der Zigeunerin erhalten, die eindeutig ein Medium, möglicherweise sogar besessen war.
"Das Kartenlegen", wie Dr. Kurt Koch es beschreibt, "ist die Technik des Wahrsagens mittels Karten." Koch nennt zahlreiche Beispiele, wo Menschen durch den Gebrauch okkulter Hilfsmittel unter die Macht Satans gerieten.
Wahrsagekarten sind ein Beispiel für Hilfsmittel, die in der Schrift eindeutig verurteilt werden. In der Zauberei beispielsweise hat der Besitz bestimmter okkulter Hilfsmittel eine starke dämonische Belastung des Betreffenden zur Folge."


Der Text auf der verlinkten Webseite www.dalank.de/jens/seba_r0124.html stammt aus: Hal Lindsey, Carole C. Carlson: Satan kämpft um diese Welt. Das Drama des verlorenen Paradieses. Wetzlar: Schulte, 2. A: 1973
[Satan is Alive and Well on Planet Earth. Grand Rapids, MI: Zondervan, 1972]

Was Dixon voraussagte wurde von Medien, oder in ihrem eigenen Buch überhöht dargestellt. Wenn man genau betrachtet was sie wann sagte wirkt vieles nicht mehr so überzeugend.

Am 22. November 1963, zur selben da Präsident Kennedy im offenen Wagen durch Dallas fuhr, saß Jeane Dixon mit Damen der Gesellschaft im Washingtoner Hotel "Mayflower" beim Lunch. Sie aß fast nichts, und Mrs. Kaufmann, eine ältere Lady, fragte sie: "Kindchen, warum essen Sie denn nichts?"

Jeane: "Ich bin unruhig. Dem Präsidenten wird heute etwas Schreckliches zustoßen."

Minuten später meldete der Rundfunk: "Auf den Präsidenten ist geschossen worden." Die Lunch-Gäste erstarrten.

Schon einige Wochen zuvor, heißt es, hatte Jeane Dixon, hellseh-begabte Ehefrau eines Washingtoner Immobilien-Maklers, eine Freundin der Familie Kennedy aufgesucht und sie beschworen, den Präsidenten von der geplanten Reise abzubringen: "Er wird unterwegs getötet werden."


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Fast immer, wenn scheinbar Verbürgtes auf seine Quelle überprüft wird, endet die Spur im Vagen, Unverbindlichen, nicht mehr Rekonstruierbaren.

Was Washingtons berühmteste Hellseherin, Jeane Dixon, an Kennedys Todestag im Kreis der Lunch-Damen wirklich gesprochen hat, wird allzeit ungewiß bleiben.

Jeane soll zudem Roosevelts Tod und Churchills Wahlniederlage von 1945, allerdings auch einen dritten Weltkrieg für 1958 prophezeit haben aber in keinem Fall können die Forscher sich auf rechtzeitig besprochene Tonbänder oder vor dem Ereignis hinterlegte Notizen stützen, sondern nur auf die post festum verfertigte Dixon-Biographie, die schon im Titel die Para-Gläubigkeit ihrer Verfasserin erkennen läßt: "Gabe der Prophetie -- die einzigartige Jeane Dixon".


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46453115.html

Wer sich ernsthaft mit PSI auseinander setzt sollte nun nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Nur weil es Betrüger und Scharlatane gibt, nur weil etwas auch zufällig "erraten" hätte werden können, oder weil jemand hätte schwindeln können (wobei man keinen Schwindel im Fall der Jean Dixon nachwies, sondern nur nachwies dass er hätte möglich sein können), bedeutet dies nicht, alles sei bloß Humbug und PSI Phänomene seien nicht möglich. Denn tut man das, stellt man sich auf eine Stufe mit den religiösen Eiferern die blind glauben was jemand vor tausenden von Jahren angeblich gesagt, oder getan hat.

Im Prinzip schaden der parapsychologischen Forschung wohl diejenigen mehr, die blind-gläubig alles für bare Münze halten was als Prophezeiung ausgegeben wird, aber auch diejenigen die bereits Widerlegtes immer wieder aufwärmen und unters Volk bringen. Meistens tun sie dies aus Unkenntnis, oder aus Sensationslust.

Im Mai 1956 erscheint in der amerikanischen Sonntagszeitungs- Beilage »Parade« ein Artikel über Jeane Dixon (1904–1997). Sie behauptet von sich, dass sie mithilfe einer Kristallkugel in die Zukunft schauen könne. Eine ihrer Vorhersagen: Bei der Präsidentenwahl des Jahres 1960 werde der Kandidat der Demokratischen Partei siegen. Aber dieser Mann werde das Ende seiner Amtszeit nicht erleben. Heute ist klar, das Jeane Dixon den Wahlsieg und die Ermordung des Präsidenten John F. Kennedy vorausgesehen hatte. Aber damals im Jahr 1956 konnte man ihr glauben oder nicht. Und überhaupt: Viele andere Vorhersagen von Dixon erfüllten sich nicht. Die Prophetin erklärt das so: »Die Bilder, die ich sehe, treffen zu. Ich interpretiere sie nur nicht immer richtig.« Dixon war gläubige Katholikin und bestand darauf, ihre Gabe der Eingebung Gottes zu verdanken. Damit reiht sie sich in die lange Traditionsreihe all jener großen Propheten ein, die das Gefühl hatten, von Gott beauftragt zu sein; wie etwa Jeremia und Jesaja. Aber ist eine Jeane Dixon wirklich mit alttestamentarischen Propheten zu vergleichen? Dixon behauptete zwar, es gebe keinen Unterschied zwischen Hellsehern und Propheten. Damals sei Jeremia das Sprachrohr Gottes gewesen, heute sei sie es. Doch die beiden lassen sich nicht vergleichen. Propheten erhielten kurze, extrem dichte Botschaften. Dixon hatte im Schnitt jeden zweiten Sonntag während zweier Stunden Offenbarungen, außerdem veröffentlichte sie auch Tageshoroskope. Die biblischen Propheten hingegen reagierten auf gesellschaftliche und politische Situationen in Form einer Botschaft von Gott. http://www.pm-magazin.de/a/die-unheimliche-gabe-der-propheten

Dieser Artikel gibt sich wissenschaftlich, enthält aber in erster Linie Spekulationen die geschickt gegeneinader gestellt sind. Wie wenig der Autor von der Materie versteht zeigt sich hieran. Er schreibt in demselben Artikel:

Selbst ein Berufs-Skeptiker wie der verstorbene Freiburger Psi-Professor Hans Bender stand staunend stramm.

Bender war kein Skeptiker und schon gar kein "Berufsskeptiker."

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