Hinweis

Auch wenn die meisten Menschen esoterische und paranormale Themen für harmlos halten, möchte ich doch darauf hinweisen, dass sie für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, sowie für Menschen mit einer psychiatrischen Erkrankung, schweren psychischen Leiden, oder Bewusstseinsstörungen, nicht geeignet sind. Wer meinen Blog liest, tut dies auf eigene Verantwortung, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfehle ich vom Lesen einzelner Artikeln dieses Blogs Abstand zu nehmen, obwohl (rein rechtlich gesehen) keine jugendgefährdenden Inhalte auf meiner Seite zu finden sind. Meiner Meinung nach können aber esoterische und paranormale Themen, sowie Verschwörungstheorien bei Kindern und Jugendlichen zu Ängsten führen und in Folge dessen zu irrationalem Verhalten. Die Erziehungsberechtigten sollten in jedem einzelnen Fall darüber entscheiden, ob ihre Kinder die nötige Reife besitzen.

Samstag, 18. November 2017

An den Behauptungen die Polizei würde Hellseher einschalten, ist etwas dran. Ein spektakulärer Fall.

In Arbeit

Freitag, 17. November 2017

Wer hat den Teufel erfunden? Warum verfallen ihm Christen und Moslems immer wieder, wenn sie doch so gute Menschen sind?.

Die Christen stellen sich immer als arme Märtyrer dar. Anfangs mag das auch so gewesen sein. Im Laufe der folgenden 2000 Jahre begingen sie aber leider auch viele gemeine Verbrechen. Warum auch nicht? Sie waren Menschen und Menschen sind grundsätzlich auch böse. Da hilft das ganze religiöse Geschwafel nichts, weil es meistens nur eine Absichtserklärung ist. Man möchte nur gut sein, damit man in den Himmel kommt, kann aber nicht anders, als auch böse zu sein.

Schon die alten Ägypter taten so, als ob. Von ihnen stammt der Glaube, es gäbe ein Totengericht, wo die Seele der Menschen geprüft und gewogen würde. Es gibt Belege dafür, dass so mancher Verstorbene den Göttern einredete, er sei soooo ein guter Mensch gewesen. Mildtätig gegenüber seinen Mitmenschen, die Frauen und Waisen schützend - usw. Damals konnte man anscheinend die Götter noch erfolgreich belügen. Man nimmt an, diese Beteuerungen wären alle nur Lügen gewesen. Doch selbst wenn es wahr gewesen wäre: nach heutiger Ansicht haben diese Leute einiges unter den Tisch fallen lassen. Zu ihren Feinden waren sie mit Sicherheit nicht gar so nett. Sie prahlten sogar damit, viele Feinde getötet, oder versklavt zu haben.

Geändert hat sich an dieser Praxis wenig. Es kommt darauf an, wen man massakriert und nicht, dass man es tut. Auch wenn manche Menschen den Begriff "zu anderen gut-sein" auch auf Angehörige anderer Stämme ausgeweitet haben, weil es bei uns keine Stämme mehr gibt und man deshalb gar nicht mehr so genau zwischen eigenem Volk und Fremden unterscheiden kann, gab es immer noch Unterschiede, die man machen durfte. Fremde Völker durfte man massakrieren, wenn sie nicht dasselbe glauben wollten wie man selbst. Auch das wurde mittlerweile zum Teil verboten, weil man die Angehörigen diverser Religionen unter Kuratel stellte. Nicht weil es die Religion verbot. Die Staatsgewalt verbot es. Warum? Man glaubte immer weniger an einen oder mehrere Götter und in logischer Folge, auch nicht mehr so sehr an den Teufel. Es gab keine Ausreden mehr, weshalb man Andersgläubige hätte töten dürfen.

Von den Römern wurden die Christen anfangs verfolgt - bis ins Jahr 313. In diesem Jahr wurde allen Menschen Roms, Religionsfreiheit gewährt. Davon sind wir heute in etlichen Ländern wieder weit entfernt. Im Jahr 380 wurde das Christentum dann zur Staatsreligion.

Manche Wissenschaftler nehmen an, dass Nero keiner war der Christen hasste und dass er nicht Täter, sondern Opfer war. Er wurde verleumdet. Christen hätten wahrscheinlich Rom abgefackelt und nicht er, behaupten einige Forscher. Zumindest sei er nie das angebliche Monster gewesen und keinesfalls der ärgste Feind der Christenheit. Das wäre dann das erste uns bekannte, gemeinsam begangene Verbrechen früher Christen, wäre diese Theorie richtig. Die Wissenschaft ist sich dabei nicht einig. Vielleicht haben die Christen den Brand auch nur begrüßt, meinen andere.

Vor kurzem lief eine Dokumentation, die diese Fragen aufwarf und Nero sozusagen frei sprach. Heute (17.11.2017) bringt der ORF eine Sendung zu diesem Thema. Für diese Dokumentation engagierte man sogar den bekannten "Profiler" Thomas Müller, wahrscheinlich um die ganze Geschichte entweder psychologisch zu untermauern, oder um marktschreierisch einem breiteren Publikum den Film anbieten zu können.  http://tv.orf.at/program/orf2/20171117/798970601/story

Auch wenn nicht ganz klar ist, wieso der Brand entstand und wer ihn vielleicht gelegt hatte, eines zeigt sich klar: Die Christen haben zumindest im Laufe der Zeit aus diesem Ereignis Kapital geschlagen. Indem man Neros Feinden demonstrativ Glauben schenkte, stilisierte man ihn quasi zu einem Teufel hoch. Genau diese Verteufelung anderer, die immer wieder in der Geschichte der Christen zu Tage trat, wirkte auf die dumpfe Masse. Auf diese Weise stellte man sich selbst als ständig bedrohtes Opfer dar, auch wenn es schon lange keine Bedrohung mehr gab.

Denselben psychische Trick wandten auch die Moslems an. Die Bösen waren immer die anderen, die Ungläubigen, die Feinde Gottes. Tötete man diese anderen, tat man hingegen etwas Gutes, Heiliges. Man vermeinte, Gott zu schützen. Einen angeblich allmächtigen Gott!!! Die Moslems steinigen den Teufel sogar symbolisch, weil der gute Gott ihrer Meinung nach offenbar dazu nicht in der Lage ist. Sonst würden sie das ja nicht tun. Warum halten viele religiöse Menschen den guten Gott für hilfsbedürftig, dem sie helfen müssen?

Warum sollte ein allmächtiger Gott Hilfe von kleinen, ohnmächtigen Sterblichen brauchen? Hat er denn in Wahrheit keine Macht auf dieser Erde? Wo bleibt denn da die Logik?

Die christliche Menschheit war in ein Dilemma geraten. Ein guter, allmächtiger Gott kann doch nicht böse sein und seine Schöpfung grundlos quälen? Die Geschichte mit der Vertreibung aus dem Paradies war sozusagen die rettende Erklärung. Die ersten Menschen waren unfolgsam gewesen, verführt vom Teufel - einem zweiten, bösen Gott. Man nannte ihn nur eben nicht Gott, sondern "Engel". Manche christliche Gruppen glaubten an Wiedergeburt. Reinkarnation ist die gerechteste aller Möglichkeiten. Ein einmaliges Leben ist immer ungerecht. Wieso sollte es gerecht sein, wenn jemand arm, krank und behindert geboren wurde, ein anderer aber gesund und reich? Nur Wiedergeburt schafft theoretisch Chancengleichheit. Man wird so oft geboren, bis man sich endllich dem Bösen entziehen kann. Denn das Böse ist mächtig. Man braucht viele Leben um sich dem guten Gott nähern zu können.

Aus eigener Kraft hätten die Menschen sich nicht gegen den guten Gott stellen können. Sie hatten nur gefehlt, sonst wären sie ja selbst böse. Ein guter Gott würde aber keine bösen Menschen erschaffen, so die Logik. Der böse Gott hatte sie verführt. Er war der eigentlich Schuldige. Die Menschen und der böse Gott wurden vom guten Gott verdammt. Satan wurde zum ewigen Widersacher Gottes erklärt. Beide ringen nun um die Menschen und beiden fehlt offensichtlich die Macht, über die Menschen zu herrschen. Die Menschen entscheiden sich für den einen, oder für den anderen. Obwohl - eigentlich entscheiden sie sich nicht für den bösen Gott - sie lassen sich nur immer wieder verführen. Nach ihrem Tod gehen sie in das Reich des einen, oder in das des anderen ein. Unschuldig sind sie jedoch im Prinzip immer.

Dieser Dualismus ist in fast jeder Religion, die angeblich nur einen Gott als Realität anerkennt, zu finden. Weil sich das Grausame in der Welt nur schwer  erklären lässt, wenn man glaubt, dass es tatsächlich nur einen Gott gibt. Auch weil man aufgrund verschiedener Umstände immer wieder gezwungen ist, selbst grausam zu sein. Sobald man sich wehrt, muss man andere angreifen. Der Kampf ums Überleben zwing auch zu bösen Taten. Man wird immer böse. Das nennt man dann "Erbschuld".

Sobald man sich einredet, als Stellvertreter eines Gottes zu fungieren, wird man zum Unschuldslamm. Der böse Gott ist der wahre Bösewicht, den die anderen verehren. Also all jene, die nicht den selben Gott anbeten wie man selbst. Ganz zu schweigen von den Tieren, die gar nicht fähig sind, Gott zu dienen. Ihre Funktion ist es, das ewige Opfer zu spielen - für (einen) Gott. So macht man es zum Opfer an sich und deshalb darf auch der Mensch es jederzeit quälen, töten und essen.

Der Teufel ist das Böse vor dem man sich fürchtet. Er wird aber auch als Feigenblatt verwendet, denn er ist es im Grunde ja immer, der die Menschen zur bösen Handlung verführt. Genau genommen ist er also mächtiger als der gute Gott. Der gute Gott kann offenbar niemanden zur guten Handlung verführen. Er braucht die Drohung vor der Hölle, in der man angeblich schreckliche Qualen erleiden muss. Die Aussicht auf ein schönes Leben im Himmel genügt nicht. Der Teufel droht nie. Das hat er nicht nötig. Die Menschen tun sowieso was er möchte. Verzweifelt versuchen sie, nicht zu tun was er will. So mächtig ist er in Wahrheit.

Die meisten Angehörigen von Religionen, die angeblich nur an einen einzigen Gott glauben, variiren diese möglichen Szenarien. Im Grunde genommen geht es aber immer nur darum, zwei Mächte anzunehmen. Eine positive und eine negative. Die Menschen erleben sich selbst in diesem Spannungsfeld. Beherrscht und angezogen fühlen sie sich vom Bösen, gegen welches sie sich auflehnen müssen, weil sie dieses Böse fürchten. Vor allem wenn andere von ihm beherrscht werden.

Michael Schneider - ein Hellhöriger aus Deutschland - sucht nach Vermissten

Michael Schneider http://www.einseher.de/ behauptet, er wisse wo sich der Doppelmörder Friedrich F. (es gilt die Unschuldsvermutung) aus Stiwoll derzeit aufhalte. Das erfährt man heute auf http://www.krone.at/599037

Mittwochnacht flatterte eine E-Mail in den Posteingang der "Steirerkrone", in der ein Seher namens Michael Schneider über eine Google-Karte die exakten GPS-Koordinaten des Todesschützen Friedrich F. angibt. Schwachsinn? Mitnichten, der Deutsche hat schon einige Vermisste "geortet".

Der Krone-Autor Alexander Petritsch ist sich sicher: "Ein Seher weiß genau wo Friedrich F. steckt".

Das machte mich neugierig und deshalb begann ich im Internet nachzulesen was Michael Schneider bisher gemacht hat.

Am 5.12.2013 schreibt der Berliner Kurier:

Maddie befinde sich in Portugal, in der Nähe von Albufeira. Dort sei ihre Leiche vergraben. https://www.berliner-kurier.de/news/michael-schneider-hellseher---kleine-maddie-ist-in-portugal-begraben--5699444.

Am 30.1.2014 schreibt tz
Der Mann aus Siegburg (Nordrhein Westfalen) ist ein Seher und denkt: „Peggys Leiche liegt auf dem Grund der Sächsischen Saale.“ https://www.tz.de/bayern/michael-schneider-sucht-vermisste-seher-glaubt-peggy-liegt-fluss-tz-3340073.html

Gefunden wurde die Leiche in einem Wald. In diesem Fall hatte er nicht Recht. 15 Jahre lang gab es keine Hinweise auf Peggy - bis jetzt: In einem Wald in Thüringen wurden höchstwahrscheinlich die sterblichen Überreste des Mädchens gefunden. Führt die Spur nach diversen Skandalen nun zu ihrem Mörder? http://www.spiegel.de/panorama/justiz/peggy-k-leichenfund-im-thueringer-wald-spuren-des-todes-a-1101282.html

Er gab der Märkische Allgemeine auch ein Interview:

Ich war Polizeireporter und habe mich immer für Kriminalfälle interessiert. Einer meiner ersten Fälle war die Flucht des Sexualstraftäters Frank Schmökel – ich habe die Polizei bei der Suche nach ihm in Brandenburg begleitet. Als ich eine große Landkarte angeschaut habe, bin ich über den ungewöhnlichen Namen der Laubenkolonie „Postbruch“ gestolpert und habe die Polizei gefragt, ob sie dort schon gesucht haben. Einige Tage später hat Frank Schmökel dort einen Rentner erschlagen. Ein ehemaliger Reporterkollege hat dann später Kontakt zu Angehörigen von Vermissten hergestellt. In einigen Fällen konnte ich Hinweise geben, die sich später als richtig herausgestellt haben. Im Fall einer vermissten Frau habe ich den Auffinde-Ort ziemlich präzise vorhergesagt. Es gibt aber auch Fälle, in denen ich mich getäuscht habe. Mein größtes Debakel war der Fall Mirco Schlitter – allerdings war ich zu dem Zeitpunkt auch lebensbedrohlich erkrankt ... http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Elias/Interview-mit-dem-Seher-Michael-Schneider-der-auch-im-Fall-Elias-Hinweise-gegeben-hat.

In einer Gartenanlage bei Luckenwalde (Teltow-Fläming) wird eine Kinderleiche gefunden. Zwei Tage später folgt die schreckliche Gewissheit: Bei der Leiche handelt es sich um Elias. http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Elias/Die-Chronik-im-Fall-Elias

Was Schneider über Elias der Polizei erzählte, ist leider nicht bekannt. 

In einem Fall nahm CLOSER mit Michael Schneider Kontakt auf. Gesucht wurde eine Familie Schulze. Er lokalisiert die Verschwundenen anhand einer Karte in einem Waldstück in der Nähe von Winsen. Er habe schon früher der Polizei diesen Hinweis gegeben, aber gefunden wurde nichts. 

Im Jahr 2017 wird noch immer nach den Leichen gesucht. Die Stieftochter ist sich sicheer, dass sie tot sind. https://www.welt.de/regionales/hamburg/article164786361/Neue-Spur-im-Fall-der-vermissten-Familie-aus-Drage.html


Er habe aber in weiteren drei Fällen helfen können.

Lars Wunder. Er habe einen Hinweis gegeben. Der Vermisste sei 1,5 Kilometer von dieser Stelle entfernt gefunden worden. Auf Nachfrage sei das bestätigt worden. Die Entfernung betrug nur 800m. 

Tanja Mayer. Er habe gesagt sie sei tot und liege im Bodensee. Später fand die Polizei sie dort auch, ebenfalls ungefähr 800m entfernt von der Stelle, welche er gezeigt habe. 
https://www.pressreader.com/germany/closer/20160601/281590944818668

Dorota Galuszka-Granieczny. Der Hellseher Michael Schneider aus Siegburg meint, sie sei einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen und liege vergraben in einem Waldstück bei Wegberg. https://rtlnext.rtl.de/cms/hellseher-sagt-vermisste-dorota-29-aus-suesterseel-ist-tot-4028554.html

Gefunden wurde die Frau bisher nicht. https://de-de.facebook.com/woistdorota/

Carolin G. Er ruft die Freiburger Polizei an, um 21.59 Uhr schickt er einem Beamten eine Mail. Er bedankt sich für das offene Ohr, schickt Koordinaten und bittet darum, auch in einem gewissen Umkreis zu suchen, vor allem entlang der Wege. "Der Polizist hat gesagt: Oh, das ist ja der Bestattungswald", erzählt Schneider. "Er sagte: Da schicke ich ein paar Leute hin." Die Polizei fährt tatsächlich vorbei. Sie findet: nichts. Und entdeckt die Leiche drei Tage später in einem anderen Waldstück, wenige hundert Meter entfernt. http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/ein-seher-aeussert-sich-zum-fall-carolin-g--130467954.html

Die Polizei freut sich meistens nicht über Hinweise von Medien. Die Hinweise sind oft mehr als ungenau. 800m Entfernung, oder mehr, ist keine konkrete Angabe. Solche Hinweise können auch aufgrund logischer Überlegungen entstehen. Ob Michael Schneider tatsächlich ein Medium ist, oder ob er nur rät, lässt sich schwer sagen. Immerhin ist er intelligent, gebildet und er war noch dazu Kriminalreporter, hat also Erfahrung mit Kriminalfällen. Einen tatsächlich korrekten Hinweis hat er anscheinend noch nie gegeben. Zumindest habe ich keinen bisher im Internet gefunden. 800m sind eine große Entfernung. Bildet man einen Kreis um einen Fundort, gibt es viele Möglichkeiten immer noch richtig zu liegen.  So gesehen sind seine Erfolge eher dürftig.
Michael Schneider (43) sitzt am alten Schreibtisch seines Vaters, vor sich eine aufgeschlagene Karte von Portugal. Langsam fährt der Siegburger mit dem Finger über das Blatt, bis er bei Albufeira wie von selbst stoppt.
Die Stadt liegt am Atlantik, ist 2432 Kilometer entfernt. Doch Michael Schneider ist Seher und behauptet: „Ein paar Kilometer westlich dieser Stadt ist Maddies Leiche vergraben!“
– Quelle: https://www.berliner-kurier.de/5699444 ©2017

Donnerstag, 16. November 2017

Ian Stevenson erforschte die Wiedergeburt. Wird er im nächsten Leben beweisen dass er wiedergeboren wurde?


Wer eine Wahrheit sucht, muss nach ihr Ausschau halten. Dann kommt sie irgendwann von selbst.

Ian Stevenson forschte nach der Wahrheit.

Ian Stevenson (* 31. Oktober 1918 in Montreal, Kanada; † 8. Februar 2007 in Charlottesville, Virginia, USA) war ein kanadischer Psychiater und Begründer der Reinkarnationsforschung. http://de.wikipedia.org/wiki/Ian_Stevenson
Er sammelte verschiedene Fälle die Wiedergeburt" nahelegen.

Die Meinung eines (bereits verstorbenen) Priesters zu diesem Thema:

Dieser wachsenden Verbreitung des Reinkarnationsglaubens stehen die christlichen Kirchen eher untätig gegenüber. Es besteht zwar ein breiter Konsens darin, dass dieser Reinkarnationsglaube, wie er sich im Spiegel der Esoterik und der New-Age- Literatur präsentiert, abzulehnen ist, weil er sich nicht mit dem christlichen Glauben vereinbaren lässt. Christen hoffen angesichts des Todes auf etwas anderes. Doch auf was Christen angesichts des Todes hoffen, ist wiederum nur schwer anzugeben. Das hängt damit zusammen, dass in der Kirche keine einheitliche Lehre vom Geschick des Menschen nach dem Tode existiert. Hier herrscht Streit: In der katholischen Kirche wird die Unsterblichkeit der Seele gelehrt, die sich im Tod vom Körper löst und durch das Fegefeuer hindurch zu Gott geht. In der evangelische Kirche wird immer noch die "Ganztod-Hypothese" vertreten. Nach dieser bleibt im Sterben und im Tod nichts vom Menschen übrig, was fortdauert. Der Mensch ist also ganz tot, nichts bleibt übrig, was fortdauert. Und bei der allgemeinen Totenauferstehung am Ende der Zeiten wird der Mensch mit einem neuen Leib bei und durch Gott neu erschaffen, das heißt dann "Verewigung des gelebten Lebens". Zum Thema Reinkarnation äußern sich Theologen und Kirchenvertreter kaum. Sie überlassen die Diskussion der Reinkarnationslehre den Weltanschauungsbeauftragten.

Doch sowohl die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele als auch die Ganztodhypothese werfen Probleme auf, die andeuten, dass sie letztlich keine idealen Lösungen darstellen, die den Beobachtungen gerecht werden, die die Menschen seit Alters her machen. Größtes Problem der Ganztodhypothese ist die Identitätsfrage: wieso soll der neue Mensch, der bei der Totenauferstehung neu erschaffen wird, derselbe sein, der ich hier gewesen bin? Zu einem Menschen gehört ja auch seine Geschichte, sein persönliches "Gewordensein". Und wenn das ausgelöscht wird wie eine Kerze, die jemand ausbläst, dann ist der andere, der da neu erschaffen wird, nicht mehr ich, sondern ein anderer.

Die Reinkarnation scheint zunächst mehrere Auswege aus diesen Problemen anzubieten. Sie setzt voraus, dass es etwas im Menschen gibt, was sein physisches Ende überdauert, eine Seele oder einen Geistleib – wie auch immer man sich ihn vorstellen mag. Damit löst sie die Identitätsfrage. Und sie führt den Gedanken der Entwicklung in das ganze Geschehen ein. Damit aber ist sie die passgenaue Ergänzung zur Evolutionstheorie, die die Entwicklung des Lebens in biologischer Hinsicht erklärt. Die Frage allerdings bleibt bestehen: welche Rolle spielt dann noch Gott in dem ganzen Geschehen? Und: ist die Reinkarnationsvorstellung eigentlich verträglich mit dem, was wir heute über Raum, Zeit und Ewigkeit wissen?

http://bs.cyty.com/menschen/e-etzold/archiv/papers/reinkarn.htm

An und für sich ist es ziemlich dumm, sich eine Theorie "passend" auszusuchen - also sie nur zu akzeptieren, wenn sie die eigene, bisher bestehende Meinung stützt. "Passt" sie nicht wie gewünscht, lehnt man sie ab. Das beweist dann nur, dass man die eigene Meinung (Theorie) nur glaubt und nicht belegen kann.

In einem irrt der Herr Priester:

Die ältesten Belege für die Reinkarnation sind in den indischen Upanishaden (um 800 v. Chr.) zu finden. Religionsgeschichtlich handelt es sich also nicht um eine sehr alte Vorstellung, wie öfters in der gängigen Reinkarnationsliteratur behauptet wird.

Ein "Beleg" für etwas ist kein Beweis gegen etwas. Nur weil es keine eindeutigen Belege dafür gibt, dass es schon vorher den Glauben an Wiedergeburt gab, bedeutet das nicht, dass niemand daran geglaubt hat. Auch Pythagoras glaubte an Wiedergeburt. Es wird berichtet, Pythagoras habe sich an seine früheren Leben erinnern können (u.a. daran, im Trojanischen Krieg gekämpft zu haben). Auch diese Lehre wurde ausschließlich mündlich überliefert, in Form von Lehrsätzen, die seine Schüler zusammenstellten. (wikipedia) Der Glaube an Wiedergeburt entsteht aufgrund von Berichten derer, die sich an ihre Vorleben erinnern. Wenn es jedoch eine verordnete Religion gibt, werden derartige Berichte unterdrückt, weil sie unerwünscht sind. Das alte Griechenland ein gutes Beispiel für "verordnete Religion". Wer nicht an die Götter glaubte, musste sterben. Unter solchen Umständen wird sich jeder gut überlegen, ob er über seine Erinnerungen spricht.

Viele Kulturen kennen den Glauben an Wiedergeburt. "Im „Hibbert Journal“ vom April 1957 berichtet Dr. E.G. Parrinder von der Universität Ibadan (Nigeria), Autor zahlreicher Bücher wie „Die traditionelle Religion Afrikas“ oder „Westafrikanische Psychologie“, in einem Artikel über „Verschiedene Arten des Reinkarnationsglaubens“: 

Im tropischen Afrika ist der Glaube an die Wiedergeburt tief verwurzelt. Die Studien, die insbesondere in den letzten vierzig Jahren von Anthropologen und anderen ernstzunehmenden Forschern in den verschiedensten Teilen Afrikas erstellt wurden, haben gezeigt, daß die meisten afrikanischen Völker einen tiefen Glauben an die Reinkarnation besitzen.
Auch der Ethnologe Theodore Besterman, der die religiösen Überzeugungen von über hundert Völkern aus allen Teilen des Kontinents erforschte und systematisierte, kam zu folgendem Ergebnis: 36 Stämme, unter ihnen die kulturell und philosophisch am weitesten entwickelten, glauben, daß die Toten als Menschen auf die Erde zurückkehren; 47 Stämme glauben, sie kämen als Tiere wieder, und 12, als irgendwelche anderen Lebewesen.
Unter denjenigen Stämmen, die an die Wiedergeburt als Mensch glauben, besitzen wohl die Zulus in Südafrika die umfassendste Reinkarnationslehre. Manche Historiker vermuten, daß bereits in vedischer Zeit Verbindungen zwischen dem indischen Subkontinent und Südafrika bestanden, wodurch sich gewisse Ähnlichkeiten mit der vedischen Philosophie erklären ließen.
Die Zulus glauben, daß in jedem Körper eine individuelle Seele (Idhlozi) ruht, in welcher seinerseits ein Funke des universellen göttlichen Geistes (I-Tongo) leuchtet. Sie beschreiben darüber hinaus, daß es insgesamt sieben aufsteigende Stufen der menschlichen Existenz gebe, nämlich 1. den Schüler, 2. den Studenten, 3. den Bruder, 4. den Älteren, 5. den Meister, 6. den Wissenden (Isangoma) und 7. den vervollkommneten Menschen (Abakulu-bantu), der nach vielen Inkarnationen einen Zustand erreicht hat, in dem er nicht wiedergeboren werden muß."

http://www.rodiehr.de/e06/e_06_zuerrer_reink_kap5_01_alte_stammesk.htm

Nicht alle Völker haben uns schriftliche Aufzeichnungen darüber hinterlassen. Je bewusster ein Mensch ist, desto eher wird er sich erinnern.

Ian Stevenson verließ sich nicht aufs "Glauben", sondern er sammelte Fälle von Kindern die behaupteten, sich an ein früheres Leben erinnern zu können.Seine Arbeit ist zum Teil jedoch umstritten. Ihm wird von Skeptikern vorgeworfen, nicht nach wissenschaftlichen Kriterien vorzugehen.

Auf http://www.yoga-vidya.de/reinkarnation-wiedergeburt/frueheres-leben/berichte-ueber-reinkarnation.html findet man unter anderem die Geschichte eines Mädchens, aus seiner Fallsammlung:

Es ist der Fall eines algerischen Mädchens, welches recht früh mit dem Sprechen anfing. Es sprach immer wieder davon, es müsse zu seinem Mann zurück und seine Kinder versorgen. Es sprach in einem anderen Dialekt als dem des Dorfes. Eines Tages kam eine Fremde in das Dorf. Als das Kind sie sah, rief es: „Das ist meine Nachbarin“ und wollte zu ihr hin laufen. Die Eltern hielten es jedoch zurück. Ian Stevenson hatte irgendwie von dieser Geschichte erfahren, flog dorthin und sprach mit dem Kind. Er fragte nach allen möglichen Einzelheiten: wie das Haus aussah, in dem sie gelebt hat, wie die Kinder hießen, wie der Mann aussah. Das Kind beschrieb alles sehr detailliert und erwähnte sogar eine Ecke, in der es Goldmünzen in der Erde vergraben hatte als letzten Notgroschen. Ein Dorfbewohner konnte sich daran erinnern, aus welchem Ort die Fremde stammte, die das Kind als seine Nachbarin bezeichnet hatte. Ian Stevenson fuhr mit dem Kind in diesen Ort. Dort fanden sie tatsächlich ein Haus, das genauso aussah, wie das Kind es beschrieben hatte. Der Ehemann und die Kinder lebten dort und sie fanden auch die vergrabenen Goldmünzen. Das Mädchen hatte sogar einen großen Teil der Namen der Familienmitglieder und der Bewohner dieses Dorfes korrekt wiedergegeben.  

Auf http://1791.blogspot.co.at/2013/02/erinnerungen-fruhere-leben-abu-hassan.html (drezit nicht erreichbar) erwähnte ich eine Geschichte, welche mit dieser fast identisch zu sein scheint. Nur ist es in der einen Geschichte ein Bub, in der anderen ein Mädchen. Der hier zitierte Fall stammt angeblich von einem Vortrag Stevensons, bei einem Reinkarnationssymposium (Nassau, Bahamas, 1986) und stammt aus einem seiner englischen Bücher. Leider nennt der Autor nicht den Titel.

Ich erwähne diesen Fall, weil eine derart auffällige Übereinstimmung zu erkennen ist, welche auf Skeptiker sicher befremdlich wirken muss.Das kann Zufall sein, aber es könnte sich auch um eine Geschichte handeln, die unter mehreren Versionen kursiert.

In seinem Buch "Reinkarnation in Europa" Aquamarin Verlag, findet man einige Fälle die nicht von ihm untersucht wurden, weil sie aus der Vergangenheit stammen. Einige Fälle hat Stevenson aber selbst untersucht. Ich habe mir vorgenommen die von ihm beschriebenen Fälle, später einzeln in anderen Artikeln zu behandeln.

Stevenson schrieb mehrere Bücher, in denen er auch Fälle präsentierte, die überraschende, körperliche Merkmale zeigten. Kinder die behaupteten, in ihrem früheren Leben gewaltsam zu Tode gekommen zu sein, hatten etwa Hautveränderung die wie Narben aussahen. an Körperstellen, wo sie vor ihrem letzten Tod verletzt worden waren. Er strab im Jahr 2007.

Hier findet man einige dieser Fälle beschrieben.
http://www.zeitenschrift.com/magazin/49-reinkarnation.ihtml

"Stevenson verwendet nicht das Wort "Seele" und prägt stattdessen einen neuen Begriff: "Psychophore", wörtlich Seelenträger. Die Psychophore sei eine Art Schablone, die die Attribute des letzten physischen Körpers enthalte, darunter auch Missbildungen und Muttermale. Diese Schablone präge dem Embryo die Erinnerung an "die Wunden, Male oder anderen Charakteristika des früheren physischen Körpers" auf. Sie bestehe jedoch nicht aus der uns vertrauten Materie. „Woraus sie gemacht ist, weiß ich nicht". so Stevenson."
http://www.das-weisse-pferd.com/99_23/reinkarnation_beweise.html

http://www.yoga-vidya.de/reinkarnation-wiedergeburt/frueheres-leben/berichte-ueber-reinkarnation.html
Auf dieser Seite gibt es ein Foto.
http://www.origenes.de/praeexistenz/tuerkei/tuerkei.htm

Natürlich kennt man solche Fälle vor allem aus Gesellschaften, die an Wiedergeburt glauben. Kinder merken schnell, ob ihnen jemand glaubt, oder nicht. Deshalb werden sie auch nicht viel erzählen, wenn man ihnen mit Abneigung begegnet, sobald sie behaupten jemand anderer zu sein.

Stevenson forschte nicht nur in diesem Leben, sondern er versucht auch, sich im nächsten Leben zu erinnern.

"Als praktischen Test der Überlebenshypothese hinterließ Stevenson ein Zahlenschloß, das seit 40 Jahren im Institut aufbewahrt wird. Falls er eine Möglichkeit fände, so wollte er nach seinem Tode die nur ihm bekannte Kombination kommunizieren, berichtet Emily Williams Kelly, Assistenzprofessorin in Stevensons Institut. Doch bisher konnte das Schloss nicht geöffnet werden."
http://www.anomalistik.de/aktuell/nachrichten/stevenson-verstorben.html

Dieser Versuch erinnert an die Praxis der tibetischen Lamas, nur dass sie die Kinder aktiv suchen und dann prüfen, ob diese sich an bestimmte Gegenstände erinnern. Stevenson möchte sich aus eigener Kraft erinnern. Mal sehen ob es klappt, bzw. wann.





Gibt es Geister und Dämonen, oder ist alles nur Einbildung? Was ist eine Präsenz?

An Geister und Dämonen habe ich auch nie geglaubt. Bis ich selbst einen Spuk erlebte. Seither sehe ich das etwas differenzierter. Psychologen glauben jedoch meist nicht daran. Sie suchen die Erklärung im Gehirn derer, die behaupten Geister zu bemerken.

Weil ich vor kurzem einen Traum hatte, bei dem es um die Suche nach Beweisen ging, kam ich auf die Idee einmal zu überlegen, wie man heraus finden kann, ob es Geister gibt. Diesen Traum wollte ich von einem Psychologen deuten lassen - er meinte das könne er nicht. Diese Antwort kam heute. Seither beschäftigt sie mich. https://psioniktagebuch.blogspot.co.at/2017/11/zweimal-hat-der-kurier-eine-kostenlose.html

Seine Antwort brachte mich auf die Idee, mich zuerst mit den psychologischen Theorien zu beschäftigen.

Eine Theorie wurde im Labor überprüft. Manche Menschen die krank sind, oder solche die sich in extremen Situationen befinden, glauben eine "Präsenz" zu spüren. Eine scheinbare Präsenz kann man künstlich hervorrufen, stellten sie fest.

https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article134072038/Wie-Forscher-das-Erscheinen-von-Geistern-erklaeren.html

Die Wissenschaftler halten ihre Versuche für Beweise, die gegen die Existenz von Geistern  sprechen. Aber sind das tatsächlich Beweise? Man kann auch künstlich Schmerzen hervorrufen, wenn man das Gehirn reizt. Man kann auch künstlich Schmerzen verschwinden lassen, wenn man die Nerven daran hindert, Informationen weiter zu leiten. Das Gehirn ist eben die zentrale Stelle im Körper, an der alle wichtigen Informationen verarbeitet werden. Stört man das Gehirn, kann es nicht richtig arbeiten. Das beweist jedoch nicht, dass es keine Geister gibt.

Eine Präsenz spüren ist auch nicht unbedingt die klassische Form eines Spuks. Spuk ist etwas ganz anderes. Man spürt dabei keinerlei Präsenz, sondern man beobachtet einen Vorgang, der physikalisch unmöglich erscheint. Entweder bewegen sich Gegenstände, oder man hört etwas, ohne dass eine physikalische Ursache erkennbar ist. Das heißt man fühlt keine anwesende Person, sondern man vermutet die Anwesenheit einer Person, aus rein logischen Gründen. Nicht Emotionen, sondern der logische Verstand ist davon betroffen. Kann man den logischen Verstand genauso austricksen wie die Sinne? Ein Zauberkünstler könnte das vielleicht, ein Neurologe würde sich damit vielleicht schwer tun.

Auf obiger Webseite findet man ein Video, das einen Spuk zeigt, der von einer Überwachungskamera aufgenommen worden war. Ob diese Vorgänge ein Fake sind, oder eine Realität, kann man schwer feststellen. Eines zeigt es jedoch genau: die Menschen erschrecken in dem Moment, als die Flaschen zu Boden fallen, oder zerspringen. Sie spüren also keine "Präsenz". Sie bilden sich auch nichts ein, sondern sie sehen einen unerklärlichen Vorgang.

Geistererscheinungen sind also Ereignisse auf einer physikalischen Ebene. Das Gefühl ein Geist sei anwesend, hat mit Geistern nie etwas zu tun. Geister kann man nicht neben sich fühlen, sagt uns die Logik. Man kann höchstens ihre Gedanken (telepathisch?) erfahren. Oder es wäre vielleicht möglich, sie körperlich zu spüren. Denn wenn ein Geist (wenn es denn einer ist) Gegenstände bewegen kann, dann kann er auch den Körper eines Menschen bewegen. Er könnte etwa jemandem einen Stoß versetzen.

Ob es Geister gibt oder nicht, kann nur ein Physiker heraus finden, aber kein Neurologe. 


Mittwoch, 15. November 2017

Die Drusen glauben auch an Wiedergeburt - mit Einschränkungen


Auch die Drusen glauben an Wiedergeburt. Das Besondere an den Drusen ist, dass sie an eine schicksalhafte Geburt glauben. Deshalb missionieren sie nicht und sie lehnen Konvertierung ab. Die verschiedenen Religionen halten sie für Bestimmung, die jedem Menschen zugewiesen wurde. Man wird in eine bestimmte Religion geboren, weil Gott es so will und deshalb darf man daran nichts ändern.

"Diese werden als Verweigerung des Gotteswillens angesehen, bzw. als Fall einer niederen Intelligenz – des Menschen –, die versucht, eine höhere Intelligenz – Gott – zu „belehren“. In den Worten der Drusen: „Ein Umhüllter darf den Umhüllenden nicht belehren. Das kann nur Gott entscheiden“. Es besteht ein Grund dafür, weshalb Gott die Menschen in die verschiedenen Religionen verteilte. Dieser Grund ist nicht etwas, mit dem sich der Mensch beschäftigen sollte. Der Mensch soll sich vielmehr mit der Reinigung seiner Seele befassen, um eine höhere Daseinsebene zu erreichen. Auf dem Weg zu diesem Ziel und durch viele Reinkarnationen kann der Mensch viele Rollen bekommen und verschiedene Situationen erleben. Deswegen ist es grundlegend für Drusen, andere Religionen so zu akzeptieren, wie sie sind, da sie in der nicht vom Menschen zu beachtenden Struktur eine ähnliche Rolle innehaben.
...................................
Die Drusen glauben, dass sie immer unter verschiedenen Namen seit Millionen von Jahren existierten. Al-Hakim zählt als die letzte Manifestation Gottes in einer langen Reihe zuvor. Die Drusen verehren das Grab des Jitro in Hittin.
http://de.wikipedia.org/wiki/Drusen

Es gibt aber auch noch andere Jitro-Schreine.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nabi_Shu%27ayb

Auf wikipedia erfährt man:
Jitro (hebräisch יִתְרוֹ; auch: Jethro oder Jetro) ist in der Tora, den biblischen Fünf Büchern Moses, der Name des Schwiegervaters von Mose." Weiter: Zugleich bekannte er (Jitro - Anmerkung) mit einem Opfer für den Gott der Israeliten: Jetzt weiß ich: JHWH ist größer als alle Götter. (Ex 18,11a EU)
Was nichts anderes bedeutet, als: Es gibt mehrere Götter. Jahwe ist nur größer als die anderen.

Drusen gehören zu den Religionsgemeinschaften, die von der islamischen Mehrheit verfolgt wurden. Um sich zu schützen hielten die Gläubigen ihre Lehre geheim. Es gibt zwar Überschneidungen mit dem Islam, aber ihr Glaube ist trotzdem ein ganz anderer.

Zentrale Glaubenslehre ist, dass der Schöpfergott sich in Perioden der Enthüllung in Menschengestalt zeigt. 
....................
Die abschließende und größte Inkarnation Gottes erfolgte im Kalifen al-Hakim, der im Jahr 1021 verschwand. In seiner Nachfolge sehen sich die Drusen.

Es werden zwar ständig Beziehungen solcher verfolgter Glaubensgemeinschaften zum Islam konstruiert, aber ich denke dass diese scheinbaren Beziehungen, oder Übereinstimmungen, in erster Linie einen Versuch darstellte, sich zu schützen indem man so tut, als sei man ja genauso "gläubig" wie die Verfolger. Denn wenn die Unterschiede einerseits so fundamental sind, kann es in anderen Dingen keine echte Übereinstimmung geben. Sie werden meist vorgeschoben und vielleicht zum Teil später nicht mehr als Schutzbehauptung erkannt.

Die Drusen glauben, dass die Seele an einen menschlichen Körper gebunden ist und sie kann ohne einen solchen nicht existieren. Hat der Mensch das göttliche Wissen erreicht, hat er damit auch die Glückseligkeit erreicht. Im Volksglauben gibt es auch die Vorstellung, ein Mensch könne auch als Tier wiedergeboren werden, was die "Wissenden" aber ablehnen, die auch nicht glauben, dass ein Mensch einmal als Mann, einmal als Frau wiedergeboren werden kann. Verfehlungen können sich im nächsten Leben als körperliches Gebrechen äußern. 

Eine besondere Tradition hat bei den Drusen die Rückerinnerung an frühere Leben. Es gibt zahlreiche Beispiele für Erinnerungen an frühere Leben. Ob es sich dabei immer um echte Erinnerungen handelt, oder zum Teil nur um Pseudoerinnerungen, lässt sich schwer feststellen. Einzelne Erinnerungen dürften aber ziemlich sicher echt sein.

Montag, 13. November 2017

Isaak Goldstein - ein Kind erinnert sich angeblich an ein früheres Leben

Carmen 3 1/2 Jahre - alias Isaak Goldstein, aus dem Großraum Hamburg. Sie will ein jüdischer Schreiner gewesen sein, der 1941 in Buchenwald zusammen mit Ehefrau und 3 Kindern starb. Er war angeblich zu diesem Zeitpunkt 42 Jahre alt, seine Frau Selma 35, Sohn David 13, Töchter Sophia 9, Fanny 6 Jahre. 

 Hajo Schäfer, Reinkarnation

Wie bei den meisten dieser Fallgeschichten, gibt es bei dieser viel zu wenig Informationen über die rückgeführte Person. Gerade wenn es sich um ein Kind handelt, sollte man möglichst viel über die Personen in seinem Umfeld wissen. Das zweite Problem ist in diesem Fall die Tatsache, dass man die Schreibweise des Namens nicht kennt. Stammt beispielsweise Isaak Goldstein nämlich nicht aus Deutschland, könnte sein Name beispielsweise auch so geschrieben werden: Isak Goldstajn, Yitzkhak Goldshtein, oder irgendwie anders. 

Jedenfalls habe ich keinen Isaak Goldstein aus Deutschland gefunden, der gemeinsam mit seiner Familie in Buchenwald ermordet wurde. Er müsste theoretisch um 1900 geboren worden sein. Seine Kinder zwischen 1928 und 1935. Zwar habe ich mehrere Personen gefunden die den gleichen Namen hatten, aber da passt entweder das Alter nicht, oder sie waren nicht in Buchenwald. 

In Buchenwald gab beispielsweise tatsächlich einen
Goldstein, Izsák (25.06.1926* in Böde, Ungarn)
der passt nicht was das Alter betrifft. Er starb am 20.2.1945, war also zum Zeitpunkt des Todes 19 Jahre alt.

Da ich in den Totenlisten keine passenden Namen gefunden habe, machte ich mir die Arbeit, einen Karl Bollmann zu suchen. Also den Aufseher, der angeblich Isaak Goldstein ermordete.

Gefunden habe ich das hier:

8. Bollmann Karl & Co. (7 Zwangsarbeiter/innen 44 mit einer Einlage von 4.200
RM 45 ) Leder- und Etui-Fabrikation, Ludwig-Finckh-Weg 15


Das stammt aus einer Liste von Firmen, die mit einem Lager Geschäfte machten. (Gunda Woll - Lager Mühlau – Zwangsarbeiterlager) Also wieder nicht Buchenwald und auch kein Aufseher, sondern eine Firma.

Etwas ganz anderes habe ich auch noch gefunden. Auf https://www.immanuelskirche-bochum.de/index.php/ueber-uns/geschichte/persoenlichkeiten/9-erich-droste geht es um die Aufarbeitung der NS Geschichte. Ein wichtiges Mitglied der Gemeinde, Herr Max Michaelis, wurde nach Buchenwald geschickt, wegen seiner jüdischen Herkunft. Um ihn geht es in diesem Zusammenhang aber nicht. Es geht vielmehr um einen Karl Bollmann. Um einen Mann, der offenbar mit Herrn Michaelis einen Streit hatte.

"„Bedenkliches Verhalten von Mitgliedern: Br. Karl Bollmann ist der Vorladung gefolgt. Seine Darlegungen gipfelt in der Anschuldigung gegen den Vorstand und seinen Vorsitzenden7, dass er wegen der Auseinandersetzung mit Br. Michaelis bis zum 1.10.1936 beurlaubt wurde, ohne nach Ablauf dieser Frist wieder zum Predigtdienst und zur Mitarbeit als Stationsleiter und Vorstandsmitglied herangezogen zu werden. Die mehrseitigen Versuche, ihn zu bewegen, gleichsam einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen und Versöhnlichkeit zu beweisen, scheitern an seiner selbstgerechten und starrsinnigen Art, so dass er mit der Aufforderung entlassen werden musste, sich in Ruhe zu besinnen. Vor weiteren Stellungnahmen sollte die unsicheren Erinnerungen an die damaligen Vorgänge und Beschlüsse durch Einsicht der bereits abgelegten Protokolle gefestigt werden.“8
In der nächsten Sitzung setzte der Disput um Max Michaelis sich jedoch fort."  

Nun ist Bochum von Hambur weit entfernt, aber man weiß nicht, ob diese Geschichte nicht vielleicht doch den Menschen im Umkreis des Kindes Carmen, zu Ohren gekommen sein könnte. Das muss natürlich nicht sein, möglich wäre es. Ob dieser Bollmann Nazi war, geht aus dem Protokoll nicht hervor, es anzunehmen wäre aber logisch. Es könnte daher dem Kind zu Ohren gekommen sein, dass es einen Karl Bollmann gab, der mit Juden und mit Buchenwald zu tun hatte. Zumindest kann man es nicht ausschließen, ohne genauere Informationen über die Eltern, Verwandtschaft und Freunde der Mutter zu haben.

Im KZ Buchenald habe ich keinen Karl Bollmann gefunden. https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Personal_im_KZ_Buchenwald
Auch in anderen Datenbanken konnte ich nichts finden. Ob es keinen gegeben hat der so hieß, kann ich nicht beurteilen. 
Alles in allem ist die Geschichte der kleinen Carmen eher unglaubwürdig. Was mich auch irritiert: angeblich verbrannten ihre Zeichnungen zufällig. 
Entweder handelt es sich um Pseudoerinnerungen, ausgelöst durch mitgehörte Gespräche Erwachsener, oder sie hat sich total falsch erinnert, sofern  es sich doch um Erinnerungen handelt.

Unabhänig davon fand ich etwas das zum Nachdenken anregen sollte.

Entweder ein seltsamer Zufall, oder der Autor hat das Buch gelesen. Ein Buch, viel später erschienen als das Buch über diese Rückführungen.

1941: Fünf Frauen kämpfen ums Überleben: Deutsch-Jüdisch-Ukrainisches ...
von Michael Häusler, BoD Verlag:
In diesem Buch gibt es einen Karl Bollmann, der von seinem Kollegen, einem MG Schützen, ermordet wird. In einem Durchgangslager, ich vermute in der Ukraine. Da ich das Buch nicht gelesen habe - und auch nicht lesen werde - weiß ich nichts Genaues. Die Beschreibung endet mit dem Satz: "Miriam und Judith erleben wahre apokalyptische Weltuntergangsszenarien im ersten, geheimen, getarnten Vernichtungslager, an denen sie psychisch und physisch bald zu zerbrechen drohen." Offenbar spielt der Roman in der Ukraine.
Sollte der Autor die hier recherchierte Geschichte nicht kennen, wäre diese Namensgebung ein sehr seltsamer Zufall. Das Seltsamste daran ist jedoch, dass es sogar einen Isaak Goldshtein, geboren 1902 - also das Alter passend zu unserem gesuchten Isaak Goldstein - gab. Er stammt aus Odessa, Ukraine und er starb auch in der Ukraine. http://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de&s_lastName=Goldshtein&s_firstName=Isaak&s_place=Odessa