"Für diejenigen, die glauben, ist kein Beweis nötig. Für diejenigen, die nicht glauben, ist kein Beweis möglich" (Stuart Chase)

Donnerstag, 10. Mai 2018

Die Erfüllung eines prophetischen Traums - viele Deutsche zogen nach Österreich

In meinem Buch (das ich gerade neu aufgelegt habe, welches aber schon ziemlich alt ist - erschienen bei LULU http://www.lulu.com/shop/maria-sand/traum-prophezeiungen/paperback/product-23605791.html Maria Sand, Traumprophezeiungen, 23.90€)


schrieb ich: Es waren sehr viele Kölner in Wien. Immer mehr Norddeutsche zogen in südlichere Länder, also nach Österreich.

Heute erschien ein Artikel im KURIER:

https://kurier.at/leben/deutsche-in-oesterreich-wir-sind-die-neuen-jugoslawen/400033519


"Es sind nicht nur mehr Studenten und Saisonarbeiter – die Deutschen im Land werden mehr

Deutsche Studenten fluten heimische Unis, im Tourismus arbeiten immer mehr Deutsche, sie lieben Österreich – drei Stehsätze, zwei Fehler: Tatsächlich wächst die Zahl deutscher Studenten aktuell kaum, jene der touristischen Mitarbeiter sinkt.
Und doch belegen jüngste Zahlen, dass sich die meisten jener Deutschen, die im EU-Ausland leben, in Österreich niedergelassen haben – 182.000 von 871.000. Damit sind sie die größte Ausländergruppe in Österreich (siehe Grafik) und sie werden mehr: Vor 15 Jahren waren es knapp 80.000, in den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl um 20 Prozent. Zwar flacht die germanische Zuwanderungskurve leicht ab, aber dennoch stellt sich die Frage: Warum Österreich?"

Der Traum hat sich also erfüllt. 

Freitag, 4. Mai 2018

Gilgamesch - eine Vorläuferversion der Noah Sage - auch Gilgamesch hatte Träume, verstand sie aber nicht


Gilgamesch wurde in einer späteren Version zu Noah. Dabei ist auch die Gilgamesch Geschichte nicht die ursprüngliche, sondern bereits eine Verarbeitung einer weit älteren Geschichte. Die ältere Erzählung handelte von einem Sumerer namens Astrahasis, Sohn des Königs der Stadt Schuruppak. http://www.sueddeutsche.de/wissen/arche-und-archaeologie-noahs-vorbild-1.1872826

Das Gilgamesch Epos berichtet von den Träumen des Gilgamesch, die ihm voraussagen, er würde einen Freund finden, der wie ein Tier in der Steppe gelebt hatte. Seine Träume haben dabei symbolischen Charakter. Deshalb braucht er jemanden, der ihm seine Träume deutet. Man erinnere sich in diesem Zusammenhang an die biblische Geschichte des Pharao, der ebenfalls einen Traumdeuter braucht, um seine symbolischen Träume zu verstehen. Offenbar wurden Träume damals nicht wörtlich verstanden, sondern man hielt sie - wie heute viele Psychologen es auch tun - für rein symbolische Gebilde. 

Gilgamesch, so erzählt der Mythos, habe von jemandem geträumt der aus der Steppe kam. In diesem Fall ist die Traumdeuterin seine Mutter, welcher er den Traum erzählt.

 "O Mutter, im Traum meiner letzten Nacht
Ging ich kraftgeschwellt fürbaß unter den Mannen;
Da sammelten sich um mich die Sterne des Himmels -
Die Waffe des Anu stürzte auf mich herab;
Heben wollt' ich's, da war sie mir zu schwer,
Bewegen wollt' ich's und konnt's nicht bewegen!
Uruk-Land sammelte sich herzu,
Die Mannen küßten die Füße ihm;
Da lehnt' ich mich dagegen, sie standen mir bei,
Ich hob sie auf und trug's hin zu dir.
"

Die Mutter meint er habe von Enkidu geträumt, der ihn immer wieder erretten würde. Er träumt wieder und erzählt auch diesen Traum seiner Mutter. Sie ist weise und allen Wissens kundig. Das klingt nicht nach einer normalen Frau, eher nach einer Priesterin. Ihr Name ist Rimat-Ninßun. Tatsächlich ist sie eine Göttin. Sie meint, der Traum würde ihm prophezeien, ein Mann werde zu ihm kommen. "Wie über einem Weib würde er über ihm raunen" und sie werde ihn ihrem Sohn gleich stellen. Das klingt nicht nur nach Berater und Freund, sondern nach einer homosexuellen Beziehung. 

Ob es sich dabei um einen echten Traum handelt, oder um eine frei erfundene Geschichte, wird man wohl nicht klären können. Deutlich wird jedoch, dass die Menschen auch in frühen Kulturen an Träume glaubten, welche die Zukunft vorher sagen können. Aber der Träumende selbst könne sie nicht richtig verstehen, weil sie bizarr sind. Deshalb braucht es eine weise Person, welche die Sprache der Träume "übersetzt". 

Donnerstag, 3. Mai 2018

Was Träume den alten Kulturen bedeuteten - das antike Griechenland - Gott Asklepios heilt Kranke im Traum

Hermodikos lebte im 4. Jahrhundert v. Chr. Er litt an einem Geschwür auf der Brust und war an den Händen gelähmt. Um geheilt zu werden pilgerte in ein Asklepieion. Eines befand sich in Pergamon. Ein anderes befand sich auf Kos.



Beim Eingang befand sich eine Inschrift: „Rein muss der sein, der in den weihrauchduftenden Tempel eintritt. Reinheit heisst: reine Gedanken haben".

Hermodikos reinigte sich in einem Brunnen. Wie er die Reinheit der Seele erreichte, steht leider nicht auf der Inschrift, die uns von ihm kündet. Abgesehen vom medizinischen Hintergrund der Geschichte, stellt man eine deutliche Parallele zum Islam fest. Wer in die Moschee geht, oder sonstwo betet, muss sich zuvor reinigen. Deswegen befindet sich vor jeder Moschee ein Brunnen. Ich meine, der Ursprung dieser vorgeschriebenen Zeremonie liegt in Griechenland, wie auch sonst noch einiges andere auch. Das sei nur nebenbei erwähnt. Aber sehen wir uns weiter an, was Hermodikus angeblich im Heiligtum erlebte.

Im Schlafsaal, der Abaton („das Unbetretbare") genannt wurde, legte er sich zum Heilschlaf nieder. Der Gott würde ihm im Traum erscheinen und ihn heilen. Das geschah dann auch. Wäre es nicht so geschehen, hätte man die Geschichte wohl nicht an die Wand geschrieben.

Als er nun im Tempel schlief und von Gott träumte, wurde er von diesem geheilt. Anschließend befahl der Gott ihm, hinauszugehen und einen möglichst großen Stein zum Tempel zu bringen.




Warum einen großen Stein? Offensichtlich weil es als ein Beweis für die erfolgte Heilung  dienen soll, wenn ein ehemals Gelähmter, plötzlich Steine schleppen kann.

Der Gott Asklepios erschien den Leidenden also im Traum. Manchmal erklärte er einfach, der Kranke sei gesund, manchmal gab er die Anweisung, bestimmte Medikamente einzunehmen.

Eine andere Inschrift erzählt von Kleinatas von Theben. Seine Geschichte steht eigentlich im Widerspruch zur Tempelüberschrift. Ging er doch angeblich voller Läuse ins Abaton. Damit verstieß er gegen das deutlich formulierte Gesetz, nur rein ins Abaton zu gehen. Behauptet wird nun sogar, er schlief und träumte, der Gott ziehe ihn aus und fege ihm die Läuse vom Leib. Was angeblich auch geschah. Was ihm Gott Asklepios auftrug, weiß man nicht, denn darüber schweigt die Inschrift sich aus.

Das klingt schon sehr nach Propaganda? Man sollte sich vielleicht von den Inschriften nicht zu sehr beeindrucken lassen? Oder funktioniert es doch genauso? 

Nicht nur der Gott heilte, sondern auch die dort ansässigen Ärzte. Es waren zum Teil Wallfahrtzentren, zum Teil wurde mit Naturheilverfahren gearbeitet. In Pergamon gab es eine radioaktive Quelle, welche sicher irgendwelche Wirkungen besaß, die sich die Menschen nicht erklären konnten und diese deshalb einem Gott zuschrieb. In Bergwerken, Schächten oder Höhlen, aber auch in radioaktiven Gewässern kann es zu einer starken Strahlenbelastung kommen, die sogar schädliche Ausmaße annehmen kann. Wahrscheinlich finden sich deshalb Heiligtümer sehr oft in Höhlen oder in Grotten. https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11188/documents/33932

Hermodikus wurde vermutlich insofern geheilt, als zumindest sein Geschwür verschwand. Vielleicht ist sogar die Geschichte mit den Läusen wahr, wenn auch auf andere Weise als vermutet. Der Traum heilte jedenfalls nicht, er informierte nur den Patienten über die bevorstehende Heilung.

In dem Buch "Über die Wirkung der natürlichen Radioaktivität der Gasteiner Quellen auf Wundbakterien", von Franz Bukatsch, Springer Verlag, werden verschiedene Versuche beschrieben, durch welche die tatsächliche Heilkraft des radioaktiven Wassers entsteht. Bakterien werden abgetötet, somit der Heilungsprozeß ermöglicht. Wahrscheinlich halten auch Läuse nicht so leicht durch, wenn man sich mit diesem Wasser gut reinigt. Oder die radioaktive Luft im geschlossene Raum tötet sie ab.

Die Heilungen sind nicht paranormaler Natur. Alleine der Traum ist es insofern, als er einem unterbewussten "Wissen" entspringt, das Kenntnis von der bevorstehenden Heilung erlangt. Im Traum erhält man oft Antworten, wenn man Fragen stellt. Dann tritt meistens eine Person auf, die eine Feststellung macht, in unserem Fall ein Gott, oder eine Stimme macht eine rein verbale Feststellung. Es kommt darauf an, in welches Gewand sich die Information gerade kleidet. Wer an einen bestimmten Gott, oder an eine bestimmte Göttin glaubt, wird dieses übernatürliche Wesen im Traum sehen und sprechen hören. Wer - wie z. B. ich - keine solches Vorurteil hat, hört einfach nur jemanden etwas sagen. Diese Stimme hat immer Recht, wie schon C. G. Jung feststellte.


Was Parapsychologen nicht verstehen - oder ein Vortrag in der österr. Gesellschaft für Parapsychologie von Univ. -Prof. Dr. Alexander Batthyány

Der neueste Vortrag der österr. parapsychologischen Geellschaft beschäftigte sich mit angeblichen Wundern.

"Zu dem "GESCHEITERTEN VERSUCH, EIN WUNDER ZU FINDEN" - so der Titel unseres letzten Vortrags über "religiösen Konsumentenschutz anhand von drei experimentellen Studien" (Alexander Batthyány) - gibt's erstens, wie immer (oder zumindest fast immer) ein paar Bilder, und zweitens gibt's auf unserer Website unter http://parapsychologie.ac.at/prog…/ss2018/batth/r_wunder.pdf ein PDF aller Folien dieses interessanten und aufgrund seiner Schlußfolgerungen sehr wichtigen Vortrags."

Das schreibt die Gesellschaft auf Facebook. Den Vortrag habe ich nicht besucht, ich kann daher nur auf die PDF eingehen. Dabei beruft sich der Vortragende auf den "religiösen Konsumentenschutz".

Selbstverständlich ist es legitim, wenn Parapsychologen behauptete "Wunder" hinterfragen und auch überprüfen. Allerdings sagen solche Studien meistens nicht viel über tatsächliche Möglichkeiten aus. Man wird verleitet, von einem einzelnen Vorkommnis ausgehend, auf alle anderen zu schließen.

Der Autor behauptet, hunderttausende Briten würden täglich beten: "God save the Queen!" Weil aber seiner Meinung nach die Menschen im Königshaus nicht gesünder wären, als der Durchschnitt der übrigen Bevölkerung, wäre das ein Beweis dafür, dass diese Gebete nichts nützen würden.

1. Es lässt sich nicht sagen wie ernst die Gebete gemeint sind und man weiß natürlich auch nicht, ob es nicht auch viele Menschen gibt, welche die Queen verfluchen. Auch das sollte man berücksichtigen.

2. Die Queen ist 92 Jahre alt und regiert noch immer. Da könnte man durchaus annehmen, dass die guten Wünsche sehr wohl wirken. Die übrigen Royals sind ja nicht ins Gebet mit eingeschlossen.

Das halte ich für ein schlecht gewähltes Beispiel, das aber so einiges darüber aussagt, wie der Wissenschaftler denkt.

Ein weiteres Beispiel betrifft eine angebliche Prophezeiung. Man findet sie auf einer Kopie, die mit der Zahl 17 (die meiner Meinung nach mehr als zufällig auftritt) auf der PDF zu finden ist. Woher genau diese Prophezeiung stammt und von wem sie gemacht wurde, schreibt der Autor nicht dazu. Jeder Mensch kann irgendwelche Behauptungen in Bezug auf die Zukunft aufstellen. Das bedeutet nicht, dass auch jeder Mensch die Fähigkeit besitzt, gültige Voraussagen zu machen. Falsche Prophezeiungen beweisen umgekehrt aber auch nicht, dass es unmöglich ist, gültige Voraussagen zu machen.

Nicht die Fähigkeit wird in diesem Fall getestet, sondern Menschen die behaupten, sie besäßen die Fähigkeit, gültige Vorhersagen zu machen.

Paranormale Fähigkeiten treten selten auf Knopfdruck auf. Meistens geschehen sie spontan und oft auch wenig perfekt. Im Fall dieser Studie geht es um angebliche paranormale Fähigkeiten von drei Personen. Getestet wurden aber nicht sie, sondern Versuchspersonen.

1. Experiment, Prasadam.

Dabei handelt es sich nicht um eine angenommene Fähigkeit, sondern um den Glauben, Krishna würde Nahrung austauschen, usw.

Erwartungsgemäß wurde kein Beweis für diese Behauptung erbracht. Dazu müsse man auch wissen, wer die Versuchspersonen waren. Sonst kann man gar nicht beurteilen ob das Experiment sinnvoll war. Hätten sie telepathische Fähigkeiten, wüssten sie welcher Apfel angeblich "verändert" wurde und welcher nicht. Sie könnten dann theoretisch sich "richtig" fühlen, also so wie sie glauben sich fühlen zu müssen, was dann auch ein Placebo sein könnte. Man könnte also auch argumentieren, die Versuchspersonen hätten entweder keine telepathischen Fähigkeiten, oder sie könnten sie vielleicht haben, würden sich aber trotzdem nicht fälschlich anders fühlen, obwohl sie den angeblich "veränderten" Apfel gegessen haben.

Es beweist jedoch nicht, dass es keine telepathischen Fähigkeiten gibt und auch nicht, ob man einen Apfel verändern kann. Ob ein Apfel sich verändert hat, kann man nicht feststellen, indem man subjektive Reaktionen irgendwelcher Menschen feststellt, sondern nur indem man ihn untersucht.

2. Experiment, Kundalini

Auch bei diesem Test wird nicht die Person getestet die angeblich energetisch auf andere Personen wirkt, sondern die Betrachter ihres Fotos. Wie erwartet wird auch in diesem Fall "bewiesen", dass es diese energetische Wirkung nicht gibt. Ob die Testpersonen Anhängerinnen von Shri Mataji sind, wird nicht verraten. Es macht einen großen Unterschied, ob die Versuchspersonen irgendwelche Leute sind, oder Anhänger, die regelmäßig meditieren. Ob man an etwas glaubt, oder ob man es anzweifelt, kann vieles bewirken. Ganz besonders wenn das dann auch noch mit Konzentrationsübungen kombibiert wird.

3. Experiment Sri Chinmoy

Anhänger glauben, das Betrachten seines Fotos würde sie posititv beeinflussen. Auch in diesem Fall wurde erwartungsgemäß bewiesen, dass es diese Beeinflussung nicht gibt. Es wurden wieder die Personen getestet, welche das Bild betrachten sollten, jedoch nicht die Person mit der angeblichen Fähigkeit.

Beim dritten Experiment scheint es sich um Versuchspersonen gehandelt zu haben, welche Sri Chinmoy gar nicht kannten. Denn ihnen präsentierte man mehrere Männer in Form von Fotos und sie sollten sich für die Person entscheiden, die auf sie besonders beruhigend wirke. Das Foto von Sri Chinmoy wurde am seltensten gewählt. Bewiesen wurde damit, dass Sri Chinmoy den meisten Menschen offenbar unsympathisch ist. Was aber trotzdem nicht beweist, es wäre nicht möglich einen psychischen Kontakt auf paranormaler Ebene zu Sri Chinmoy herzustellen. Ich glaube man kann theoretisch mit jedem Menschen in einen psychischen Kontakt treten, wenn man sein Foto betrachtet. Doch nicht jeder Mensch ist dazu in der Lage. Schon gar nicht wenn man ein Foto nur einmal und nur kurz präsentiert bekommt.

Die Aufgabe des Parapsychologen gestaltet sich nicht so einfach, wie Herr Prof. Batthyány es sieht, oder darstellt. Er macht psychologische Studien und keine parapsychologischen. Weil er voraussetzt, bei paranormalen Ereignissen müsse es sich um rein psychologische Effekte handeln. Deshalb sollten sich - wie ich schon mehrfach schrieb - Psychologen besser nicht mit Parapsychologie beschäftigen. Sie neigen dazu, alles psychologisch erklären zu wollen. An die  Parapsychologie sollte man jedoch ohne Vorurteile heran gehen. Was Sektenführer behaupten stimmt vermutlich oft nicht. Das bedeutet aber nicht unbedingt, es wäre nie wahr, nur weil es für Skeptiker unglaublich ist. Manchmal treten aufgrund langer Konzentration spontan paranormale Effekte auf, die nicht immer richtig interpretiert werden. Man kann sie nicht so einfach erzeugen.

Dienstag, 1. Mai 2018

Parapsychologie

Ein sehr interessanter Artikel von Andreas Hergovich ist auf http://homepage.univie.ac.at/andreas.hergovich/php/gegenwaertiger_stand_parapsychologie_psychol_oe.pdf erschienen. Er ist insofern interessant, als der Autor Kritik an den "durchschnittlichen" Wissenschaftlern übt, wenn er schreibt: "Wissenschaftler sind geneigt, derartige Phänomene (paranormale Phänomene, Anmerkung) oder Erlebnisse leichthin als subjektiven Schein zu entwerten. Man muss sich aber bewusst machen, dass viele Wissenschaftler (v. a. Naturwissenschaftler) insgesamt die Tendenz haben, die Erlebnisebene, das spezifisch menschliche des menschlichen Vollzugs, das sich schwer in eine Dichotomie von subjektiv-objektiv einordnen lässt, als ephimärer Schein entlarven zu wollen."

Leider schüttet der Autor andererseits das Kind mit dem Bade aus indem er behauptet, paranormale Phänomene wären nicht physikalischer Natur und deshalb als Forschungsobjekt für Physiker ungeeignet. Nun bietet er Forschungen an, die sich an der psychischen Struktur der Versuchspersonen orientieren, was im Grunde genommen unterstellt, dass es keine paranormalen Phänomene gibt, sondern nur psychiche. Damit stellt er sich im Prinzip ja doch in die Reihe der Naturwissenschaftler, welche paranormale Phänomene als nicht exitent betrachten.

Mit einem Experiment unterstreicht er seine Theorie, so dass es wohl kein Missverständnis meinerseits geben kann wenn ich annehme, er würde dasselbe glauben wie die Naturwissenschaftler. Menschen würden sich meistens für einen Stern entscheiden, ließe man ihnen die Wahl zwischen Stern, Wellenlinie, Kreuz, Kreis und Quadrat. Je nachdem an welcher Stelle ein Symbol gezeigt wird und wie man es farblich betont, könne man die Entscheidung sogar noch beeinflussen. Das würden die Versuchspersonen als "paranormal" empfinden, argumentiert er. Dabei ist genau das der Knackpunkt. Soll man verdeckte, zufällig ausgewählte Karten "erraten", muss die Versuchsperson von diesem Schema abgehen. Tut sie das nicht, werden ihre Ergebnisse höchstens dem Zufall entsprechen. Das Ziel ist jedoch eine Trefferanzahl, die deutlich über der Zufälligkeit liegt. DANN handelt es sich um ein paranormales Phänomen.

Was er beschreibt ist eben keine parapsychologische Forschung, sondern eine psychologische. Für mich bestätigt der Autor meine Theorie, der Name "Parapsychologie" sei an sich schlecht gewählt, weil unterstellt wird, es handele sich um psychische Phänomene. Das ist es aber nicht. Aufgrund des Namen fühlen sich vor allem Psychologen und Soziologen berufen, sich mit Parapsychologie zu beschäftigen. Die sind hier fehl am Platz.

Er widerspricht den Gehirnforschern die glauben, alles sei determiniert und es gäbe keinen freien Willen. Eine sehr alte Frage, welche schon auf religiöser Ebene immer wieder diskutiert worden ist. Dabei unterstützt gerade diese Theorie die Annahme, es gäbe paranormale Phänomene. Was die Präkognition betrifft, ließe sie sich damit erklären, dass man para - also neben den uns bekannten Sinnen - noch einen weiteren hat. Nämlich den, viele Informationen zu besitzen, oder zu ihnen Zugang zu haben, die sozusagen ein Errechnen der Zukunft ermöglichen. Gehen wir von einer mathematisch geregelten Welt aus, muss man diese Möglichkeit berücksichtigen. Wer alle Informationen besitzt, kann alle Zukunft errechnen. Wir versuchen ja auch den Zufall zu berechnen. Sobald ich einen Stein werfe kann ich (theoretisch) genau berechnen wo er aufschlagen wird. Ich könnte seinen Weg auch für einen anderen Zeitpunkt  berechnen. Aber nur wenn mir alle Informationen zugänglich sind.

Parapsychologie ist kein einheitliches Gebiet. Es ist ein Sammelsurium verschiedener Phänomene, bzw. von Ereignissen, die man mit heute existierenden, technischen Geräten noch nicht erfassen kann. Aber man kann davon ausgehen, dass es in der Natur nichts "Unnatürliches" geben kann. Alles ist Natur und alles unterliegt denselben physikalischen Gesetzen. Wie die Astronomie zeigt, ist die menschliche Wissenschaft nicht so perfekt, was ihre Erklärungen des Weltalls betrifft, wie sie gerne glauben machen möchte. Die irdische Physik ist es auch nicht. Zweifellos gibt es paranormale Phänomene und mit Sicherheit wird die Physik das auch irgendwann beweisen. Die Psychologie aber kann nur psychische Phänomene erklären, die es natürlich auch gibt. Paranormale Phänomene gehören definitiv nicht dazu.

Freitag, 27. April 2018

Heute Nacht habe ich wieder eines meiner Bücher überarbeitet: meine paranormalen Erlebnisse

Es war sehr viel Arbeit, aber ich habe es geschafft. Ich habe mein Buch heute Nacht überarbeitet und wieder ins Internet gestellt. Zwar ist es noch immer nicht perfekt, aber es kommt dem was ich sagen möchte am nächsten.



Das Buch findet man auf LULU http://www.lulu.com/shop/maria-sand/meine-paranormalen-erlebnisse/paperback/product-23619394.html

Leider funktioniert bei LULUSei etwas nicht so ganz, deshalb kommt man zur amerikanischen Version der  Seite, wenn man auf den Link drückt. Aber das wird hoffentlich bald korrigiert. Falls sie zur amerikanischen Seite kommen, suchen sie auf LULU die deutsche Version und geben sie unter Suche "Maria Sand" ein.Auch da kann es sein, dass sie zur falschen Seite kommen. Offenbar ist jemand damit beschäftigt, meine Bücher unverkäuflich zu machen. Aus diesem Grund werde ich mir in nächster Zeit auch einen anderen Verlag suchen.

Ich habe die wichtigsten paranormalen Erlebnisse die ich hatte, in diesem Buch zusammen gefasst. Abgesehen von den unzähligen Zufällen, die für Leser weniger interessant sind.

Auch dieses Buch ist ein Fotobuch und kostet deshalb 19.90 €. Ich mache Fotobücher, weil ich nicht sinnlos herum schreiben möchte, sondern Unwichtiges, aber auch für den Leser Verwirrendes, einfach weg lasse. Will man ein Buch bei LULU veröffentlichen, muss man jedoch mindestens 80 Seiten schreiben. Zudem versuche ich meine Bücher jetzt zu illustrieren, weil Bilder oft mehr als Worte sagen. Um möglichst wenig Seiten zu produzieren - und somit den Preis erschwinglich zu gestalten - habe ich auch vieles gekürzt. Für mich selbst gibt es eine lange Version, die man nicht mehr kaufen kann.



Samstag, 21. April 2018

In der Antike gab es keine Poltergeister

Eine interessante Feststellung auf https://psireport.wordpress.com/2018/04/21/niente-poltergeist-nellantichita/

In der Antike gab es keine Poltergeister, dafür andere Phänomene. Leider ist der Link auf Italienisch, deshalb musste ich ihn mit Google Übersetzer lesen und hoffe, nichts missverstanden zu haben.

Kein einziger antiker Schriftsteller Roms oder Griechenlands erwähnt das Auftreten von Poltergeistern. Deshalb kann man annehmen, es habe keine gegeben. Der Autor beschreibt dafür zwei andere seltsame Fälle.

In der Villa von Augustus gab es einen Raum, den man nur nach einer besonderen Reinigungszeremonie betreten durfte. Ansonsten würde man von einem furchtbare Gefühl befallen. Angeblich passierte das jemandem, der dort später übernachtete. Selbstverständlich ohne vorherige Reinigung. In der Nacht sei er durch eine seltsame Macht aus dem Zimmer hinaus gedrängt worden. In der Früh fand man ihn tot vor dem Haus - zusammen mit dem Bett!

Bevor Caligula ordentlich bestattet wurde, nachdem seine Schwestern die Leiche verbrannt hatten, sei es in seinem Haus zu seltsamen Ereignisen gekommen. Phantome versetzten die Wächter in Angst und Schrecken und auch in dem Haus, wo man ihn ermordet habe, sei es immer wieder zu erschreckenden Ereignissen gekommen.

Was Caligula betrifft, könnte es sich um eine Legende handeln. Das Haus verbrannte. Die Villa des Augustus betrifft, so existiert sie teilweise noch

"Durch den Bau des jetzt nicht mehr vorhandenen Caesarentempels sind heute noch einige Bestandteile aus dem Innenraum des Hauses von Augustus erhalten. Dies ist wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, dass besagter Teil den privaten Wohnbereich des Augustus bildete und sich daher das ursprüngliche Sacrarium dort befand. Besonders die Wandmalereien sind teilweise sehr gut erhalten. Die Malereien im Erdgeschoss haben Kybele, die phrygische Muttergöttin, zum Thema, andere Räume erinnern an hellenistische Theaterkulissen." wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_des_Augustus

Abenteuerlustige Parapsychologen und Geisterforscher könnten dort diese geheimnisvolle, göttliche Macht genauer untersuchen. Vielleicht wirkt sie noch.