Mittwoch, 18. Januar 2017

Verschwörungstheorien - Gerhard Wisnewski - Terror in England von den Geheimdiensten gewollt, oder sogar begangen?

Ich greife Verschwörungstheorien nur auf, die ich zufällig im Internet finde, überprüfen kann ich sie nicht. Eine habe ich gerade zufällig im Internet gefunden.

Ein bekannter Verschwörungstheoretiker ist Gerhard Wisnewski. Auf http://www.gerhard-wisnewski.de/Terrorismus/News/Mit-der-Ubung-kommt-der-Tod.html schreibt er über die Terroranschläge in England. 

Am 7. Juli 2005 kamen während einer sogenannten Anti-Terror-Übung in London 52 Menschen ums Leben, 700 wurden verletzt. Die Bomben explodierten exakt zu den von der Übung vorgesehenen Zeiten an den vorgesehenen Plätzen. Davon haben Sie noch nie was gehört? Doch, doch: Man hat es Ihnen bloß etwas anders erzählt: Islamistische Attentäter hätten sich am 7. Juli 2005 in drei U-Bahnen und einem Bus in die Luft gesprengt und dabei 52 Menschen getötet und 700 verletzt."

Weiter schreibt er: "Wie jedoch noch am selben Tag der sogenannte oder angebliche "Krisenmanager" Peter Power ausplauderte, saß man zum Zeitpunkt der Attentate bereits hellseherisch in einem Krisenzentrum beisammen und erlebte, wie die Bomben exakt zu den in der Übung vorgesehenen Zeiten an den vorgesehenen Orten explodierten." 

Wie gesagt, kann ich seine Behauptungen nicht überprüfen. Aber ich frage mich: wären Geheimdienste prinzipiell fähig, Menschen für ihre Zwecke zu opfern? Das scheint zumindest theoretisch, möglich zu sein. 

Vor einigen Jahren sah ich eine Dokumentation im Fernsehen, bei der ehemalige CIA Agenten Aussagen machten, die einen erschaudern lassen. Wenn sie auch nicht genau schilderten, was sie getan hatten, so hörte man aus dem was sie sagten heraus, dass sie Verbrechen an Zivilisten begangen hatten, für welche sie sich schämten. Das war auch der Grund, weshalb sie - trotz großer Schwierigkeiten die ihnen bereitet wurden - den Geheimdienst verlassen hatten. Ob auch europäische Geheimdienste so arbeiten, lässt sich höchstens erahnen. Diese Frage kann ich nicht beantworten.



 
(https://de.wikipedia.org/wiki/London#/media/File:Panoramic_view_of_London_in_1751_by_T._Bowles.JPG)
 

Auf der fraglichen Webseite landete ich, weil ich Näheres über die verhinderten Attentate, welche von Frau Ott öffentlich vorhergesagt worden waren http://psionik.blogspot.co.at/2017/01/liane-ott-eine-wahrsagerin-oder-seherin.html, wissen wollte. Das Seltsame (ohne ihr etwas unterstellen zu wollen) an der Sache ist ja, dass sie keine Wahrsagerin, oder Seherin zu sein scheint. Darauf deutet auf ihrer Webseite gar nichts hin. Im Internet findet man auch keinerlei Voraussagen. Man liest nur, sie habe dies und das ANGEBLICH vorausgesagt. Wie und wo und wann weiß niemand und dafür scheint es auch keine Zeugen zu geben.  

Michael Kunkel schreibt verwundert auch über Seltsames: "****** Die “zweite Prüfung” fand vor der ersten statt. Übrigens war Frau Ott erst kurz vor der Sendung eingeladen worden, weil Herr Dr. Hinterberger (der als Experte eingeladen war) sie schon vorher kannte. Eigentlich war sie gar nicht für die Sendung eingeplant gewesen ... ... aber das ist natürlich für die Prognose selbst unerheblich." http://alt.wahrsagercheck.de/Aktuelles/Texte/Galileo_Mystery/Galileo_Presse/body_galileo_presse.html

und er schreibt auch noch: "... Dieser hatte Tedora und eine weitere anwesende Hellseherin (Liane Ott) dem so genannten Presentiment Test unterzogen. Was dieser Test misst, weiß ich nicht. Allerdings waren die Ergebnisse sehr eigenartig.Während bei  Frau Ott (die von Herrn Hinterberger als Testperson kurzfristig vorgeschlagen und von der Redaktion eingeladen worden war) irgend etwas messbar war, wurde bei Tedora gar nichts gemessen. Sie kommentierte das mit dem treffenden Kommentar “dann bin ich wohl tot!” und schien von der ganzen Szenerie (wir alle sollten am nächsten Tag unsere 5 Prognosen abgeben und sie rätselte schon, wie sie das “auf Befehl” machen sollte) immer weniger begeistert." http://alt.wahrsagercheck.de/Aktuelles/Texte/Galileo_Mystery/Galileo_Vorab/galileo_vorab.html  
 
Schon irgendwie mysteriös.
 
Ich erwähne das, weil Wisnewski schreibt: "....saß man zum Zeitpunkt der Attentate bereits hellseherisch..."  und weiter: "Am 29. Juni 2007 findet die Polizei in zwei Autos in London zwei Sprengsätze. Am 30. Juni 2007 gibt es sechs Verletzte, als ein Auto in ein Gebäude des Flughafens Glasgow fährt und in Flammen aufgeht. Freundlicherweise wurde niemand umgebracht." ... "Na, na - Doktorchen, das wird doch hoffentlich keine selffulfilling prophecy sein?"
 
Leicht zu verstehen, was der Autor damit sagen will. So wie die Galileo-Sendung organisiert wurde, wundert mich die Skepsis des Autors nicht. Überhaupt wenn man folgende Zeitungsmeldung liest, kommt man schon ins Grübeln: "So soll ein führendes Mitglied des Terrornetzwerks bereits im April im Irak gegenüber einem britischen Geistlichen angekündigt haben: "Diejenigen die euch heilen, werden euch töten!" https://books.google.at/books?id=Y7nBSzgsQxsC&pg=PA103&lpg=PA103&dq=29.+Juni+2007+london+bombe&source=bl&ots=olSwBFlzKr&sig=Kx_LjKKKxpLHRZfpmF5o6P-PMgA&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi_7aafqMrRAhWsBcAKHUcPDkY4ChDoAQgcMAE#v=
onepage&q=29.%20Juni%202007%20london%20bombe&f=false
 
Das nährt den Verdacht, der geplante Bombenanschlag sei bereits den Geheimdiensten bekannt gewesen. Die werden eine solche Aussage ja nicht einfach weggesteckt haben. Umsomehr als die Polizei behauptete, die beiden Autos seien Passanten aufgefallen, während in einem anderen Artikel behauptet wurde, eines der Autos sei verunglückt und da habe ein Zeuge Gasflaschen und die Nägel im Auto gesehen. Das Auto - da war plötzlich nur von einem Auto die Rede - sei mit einem Tuch abgedeckt worden. Nanu? Sehr glaubwürdig klingen diese Geschichten ja nicht gerade. Selbst wenn jemand den Geheimdiensten einen schweren Terrorangriff nicht zutraut, was ja wirklich nur schwer vorstellbar wäre, könnte man die beiden verhinderten Anschläge, durchaus für bereits angekündigt halten.


Dienstag, 17. Januar 2017

Liane Ott - eine Wahrsagerin, oder Seherin auf dem Prüfstand

Auf meiner Wanderung durchs Internet, auf den Spuren von Chris Robinson, landete ich in einem Forum, in dem vor längerer Zeit über ihn und über Liane Ott diskutiert wurde. http://seherschauungen.de/forum/indVex.php?id=34013 Liane Ott wurde überprüft und sie machte deshalb öffentlich einige Voraussagen. Ich bin überzeugt davon, dass man gültige Voraussagen machen kann, aber was Frau Ott betrifft, kann ich nicht urteilen, inwieweit sie diese Fähigkeit besitzt.




"Darin kam ein Experiment mit Liane Ott vor, die Voraussagen zu den nächsten vier Wochen machen sollte. Der Umschlag wurde versiegelt und später zur Kontrolle geöffnet (dass dabei auch ein Skeptiker eine Scheinvoraussage machte, trägt nichts wesentliches zum Thema bei - er sagte ein Erdbeben voraus an einem Ort, der regelmässig und häufig, fast andauernd erschüttert wird).
Sie schilderte einen Attentatsversuch durch islamistische Terroristen, die eine Bombe in einem Gebäude ablegen würden, welches vorne eine grosse Lichtreklame angebracht hätte und halbrund gebaut an einer Strassenecke stünde. Es wäre aber nur ein Versuch, die Bombe würde keinen Schaden anrichten.
Tatsächlich kam es innerhalb dieser vier Wochen zu einem Anschlagsversuch in London, die Beschreibung passte, bis auf ein Detail, die Bombe lag nicht im Gebäude, sondern in einem Fahrzeug davor.
Trotz dieser unwesentlichen Abweichung handelt es sich wohl eindeutig um einen Treffer.", schreibt ein User. Ihn hat der Test offenbar überzeugt.

Michael Kunkel war der Skeptiker in der Sendung. Auf seiner Seite schildert er was sein Eindruck war. http://alt.wahrsagercheck.de/Aktuelles/Texte/Galileo_Mystery/Galileo_Presse/body_galileo_presse.html

"Außergewöhnlich ist diese eine Übereinstimmung natürlich schon (weil es sich auch nicht um ein alltägliches Ereignis handelte), aber als Beleg für prophetische Fähigkeiten kann das noch lange nicht gelten. Aus ihren anderen beiden Prognosen bleibt nur der Fakt von Ausschreitungen bei einem Fußballspiel als “Treffer” - aber das gibt es doch eher häufiger."

Damit meint er den Bombenanschlag. Er bleibt also zwar skeptisch, scheint jedoch auch offen zu sein, falls Frau Ott weiteren Untersuchungen zustimmt und Beweise für ihre Fähigkeit liefert.

Leider habe ich bisher im Internet nichts anderes von ihr gefunden. Außer gesperrte Videos. Auf Facebook postet sie nur Sprüche, keinerlei Voraussagen. Eine faire Beurteilung ist deshalb nicht möglich.

Sie selbst schreibt über sich:

"Das sind zwei meiner Gaben, die ich heute liebend gern anwende, um Dich wieder zurück zu Deiner Seele, zu Dir selbst, in Deine Liebe ... zu bringen. Dann gibt es da noch die Verstorbenen oder besser gesagt, das Jenseits und die Engel, die mit mir in Verbindung treten, um Dir zu helfen" http://www.lianeott.de/ueber%20mich.htm



Montag, 16. Januar 2017

Der Brite Chris Robinson träumt von der Zukunft und versuchte, das auch zu beweisen

Vor einigen Jahren sah ich im Fernsehen einen Bericht über den Briten Chris Robinson. Galileo Mystery, Prophetische Träume Folge 49 (45 Min.)
Der Brite Chris Robinson behauptet, dass er im Traum die Zukunft sehen kann. Seit über zwanzig Jahren träumt er von Katastrophen, Todesfällen und Unglücken, noch bevor sie geschehen. Für einige seiner Vorhersagen gibt es angeblich sogar Zeugen: Polizisten von Scotland Yard. Das „Galileo Mystery“-Team stellt Chris Robinson auf die Probe. Ein zweitägiges Experiment soll zeigen, ob es tatsächlich möglich ist, die Zukunft vorher zu träumen. (Text: ProSieben) Die deutsche Erstausstrahlung lief am Fr 24.10.2008 auf ProSieben. 

Mittlerweile ist es ruhig um den Briten geworden. Aber im Jahr 2016 wurde die Sendung anscheinend wiederholt, denn jemand schrieb in einem Forum darüber.


04.06.2016 um 00:4 von Domi9292 auf https://www.allmystery.de/themen/mg124442 
Gerade kam auf N24 ein Bericht über nen Mann namens Chris Robinson, der behauptet, dass er Dinge die in der Zukunft geschehen werden, vorraus ,,Träumen,, kann. Nun finde ich leider keine deutschsprachigen Seiten wo mehr über ihn steht. Find seine ,,Gabe,, mehr als intressant und würd gern mehr über ihn wissen. Hat jemand von euch schonmal von ihm gehört, oder sich auch die Doku reingezogen?

Dort kennt ihn also niemand. Man findet auch nicht so leicht etwas über ihn, wenn man nur auf Deutsch sucht. Man muss auf Englisch suchen. Er hat sogar eine eigene Webseite. Diese hier: http://dream-detective.com/

Auf seiner Seite gibt es auch einige Videos.

Parapsychologie - Den Zufall manipulieren - Psychokinese - funktioniert sie so wie wir glauben?

Ein Zufallsprogramm wird von einem Menschen geschrieben. Es ahmt Zufälle nach, ist jedoch kein echter Zufall. Was ein echter Zufall ist, weiß die Wissenschaft genau genommen nicht. Man weiß nur, dass der echte Zufall offenbar auch bestimmten Gesetzen unterliegt und sich deshalb berechnen lässt. Was im Prinzip dann aber auch nichts anderes, als ein gigantisches Zufallsprogramm wäre.

Der Psychologe Joseph Banks Rhine, wies in endlosen Reihen von Ratespielen mit normalen Personen nach, dass Trefferzahlen erreicht werden können, die stark von der mathematisch erwarteten Zufälligkeit abweichen und deshalb diese auf "Psi", zurückzuführen sind.

Man kann einige Hilfsmittel kaufen, um Psychokinese zu üben. Das hier habe ich mir einmal gekauft.

Diese Firma bietet mehrere Geräte an. http://www.egely.hu/?lang=de&page=vitalmero

Im Internet gibt es sogar ein Video. Ich kann es nicht, deshalb habe ich noch keines gemacht. Vielleicht kommt das aber noch. Hoffentlich.



Der deutsche Physiker Helmut Schmidt (1928 - 2011) entwickelte die Schmidt-Maschine. Das ist ein Zufallsgenerator, der auf dem rein zufälligen Zerfall von radioaktiven Strontium-90-Atomen beruht. Einige Parapsychologen haben diesen Zufallsgenerator für ihre Experimente verwendet.

Nicht ganz klar ist, wie eine paranormale Fähigkeit diese Art des Zufalls manipulieren könnte. Im Prinzip handelt es sich dabei ja um Psychokinese. Also um den Einfluss einer Kraft, direkt auf die Materie. Manche Parapsychologen wollen die Existenz einer paranormalen Kraft beweisen, indem sie ihre Versuchspersonen bitten, sich auf irgendwelche Grafiken auf dem Computerbildschirm zu konzentrieren. Können sie durch diese Konzentration ungewöhnliche Resultate produzieren, gilt der Beweis als erbracht. Ich meine, es ist nicht klar, was man daran beeinflussen kann. Den radioaktiven Zerfall, oder das Grafikprogramm.

Lange Zeit über habe ich mich damit beschäftigt und mich auf die Bienen konzentriert, die man auf http://bs.cyty.com/menschen/e-etzold/archiv/telemech/ver.htm sehen konnte. Diesen Versuch gibt es leider nicht mehr, weil der dafür Zuständig verstorben ist. Nach langer Zeit des Konzentrierens war offenbar meine Grafikkarte gestört. Auf Nachfrage wurde mir bestätigt, dass bei cyty.com keine Störung zu bemerken war. Es könnte natürlich theoretisch Zufall gewesen sein, was aber wenig wahrscheinlich scheint, da der Computer ansonsten perfekt funktionierte. Die Störung trat auch nicht immer auf.

Sollte meine Theorie stimmen, kann dieser Versuch nicht funktionieren und er wird auch niemals funktionieren, so wie er angelegt ist, weil er von falschen Voraussetzungen ausgeht.

Auf http://xterrica.com/parapsychologie/psitest/ findet man eine Schmidt Maschine, die aber - wenn ich das richtig verstenden habe - nicht echt ist, weil sie nur ein Zufallsprogramm hat. Das kann man theoretisch gar nicht beeinflussen - außer man hackt es.

Es gibt noch ein anderes, das angeblich auf radioaktivem Zerfall berechnet wird, auf http://www.fourmilab.ch/rpkp/experiments/

Ich habe mich daran mehrmals beteiligt. Ein Ergebnis (viele Versuche) lautet:

Total

47915/96256 1.37

Wer Visionen hat, muss nicht unbedingt verrückt sein


Visionen und mystische Erlebnisse wurden in früheren Zeiten heiligen Menschen zugeschrieben. Düstere Visionen stammten von bösen Geistern, oder dem Teufel, strahlende, voller Glück, kamen von den Göttern, oder von dem (jeweils) einen Gott, oder von den Engeln.

Als die Menschen naturwissenschaftliche Erkenntnisse gewannen, wurde ihnen klar: auch Drogen können solche Erlebnisse auslösen und nicht nur Heilige, oder Verdammte, erlebten sie. Plötzlich waren sie verpönt, die Visionen des Göttlichen und des Teuflischen. Wer behauptete welche zu haben, wurde kurzerhand entweder verrückt erklärt, oder auch Drogengenuss untersucht. Doch jetzt wendet sich das Blatt wieder:

Man darf wieder mystische Erlebnisse haben, ohne deswegen in der Psychiatrie zu landen. Bisher war das total verboten. Wäre ja auch noch schöner, würde jemand erleben was die Wissenschaft verboten hat. Nämlich:  Mystische Erfahrungen durch Meditation.

Für die Seelsorge - nicht nur im Gefängnis - kann eine stärkere Betonung der mystischen Tradition des Christentums neue Veränderungspotentiale freilegen. 


erfährt man auf http://www.gefaengnisseelsorge.de
(leider ist der Artikel nicht maehr aufrufbar)

auf Seite 17 stand
Psychologen wie David Lukoff  kämpfen „für die Einführung einer nicht -pathologisierenden Kategorie in Bezug auf außergewöhnliche transpersonale Erfahrungen in die US-amerikanische, psychiatrische Klassifikation DSM-IV“

Offenbar setzen sich  religiös denkende Menschen immer stärker gegen die verweltlichte Medizin und Psychologie durch.

Meditation wurde und wird immer mehr zum Forschungsobjekt. Weil sich messen lässt, dass dabei im Gehirn Veränderungen stattfinden. Man hat  buddhistische Mönche als Studienobjekte entdeckt. Denn die nehmen die Meditation noch ernst. Ihnen wirft auch niemand Geisteskrankheit vor.

Mystische Erlebnisse sind jedoch nicht dem Christentum vorbehalten. Sie sind Teil unserer Natur und alles andere als pathologisch. Allerdings: man muss sie auch richtig interpretieren können.

Samstag, 14. Januar 2017

Dr. William G. Roll (1926-2012) einer der führenden Parapsychologen unserer Zeit

Einer der führenden Parapsychologen unserer Zeit, Dr. William G. Roll, starb im Jahr 2012 im Alter von 85 Jahren. Er beschäftigte sich mit dem Poltergeist Phänomen und mit Psychokinese allgemein. Das hält offenbar jung, denn er betrieb seine Forschungen bis ins hohe Alter. Als Kind hatte  er Out-of-body Erfahrungen in der Nacht. Das erklärt sein starkes Interesse an paranormalen Phänomenen.

Roll arbeitete auf Einladung des Parapsychologen J. B. Rhine bis 1964 am "Parapsychology Laboratory" der Duke University. Später war er auch an anderen Universitäten tätig. 



Spukerscheinungen betrachtete er als Folge von Psychokinese. Also nicht als Folge eines echten Geistes, der sich bemerkbar macht, sondern als psychische Kraft eines lebenden Menschen. Die die RSPK-Theorie deutet Poltergeister als mentale Projektion von "vornehmlich in ihrer Persönlichkeit gespaltener Pubertierenden." Was ich nicht glaube, da ich selbst solche Erlebnisse hatte und da war weit und breit kein Jugendlicher.

Im Haus der Familie von James M. Herrmann, in Seaford, New York, wurde von Poltergeistern berichtet. Im Jahr 1958 untersuchte Roll den Fall gemeinsam mit dem Parapsychologen Joseph Gaither Pratt. Skeptiker zweifelten selbstverständlich an der Echtheit der Phänomene. Sie hielten den 12Jährigen Sohn der Familie für den Urheber. Allerdings nicht aufgrund psychokinetischer Fähigkeiten. Sie dachten, der Sohn der Familie habe den Forschern einen Streich gespielt.

Einen besonders auffälligen Spukfall untersuchte er ebenfalls. Zahlreiche Vorfälle wurden dabei von ihm auch dokumentiert. Es handelte sich um den "Columbus Poltergeist". Die lebende Person, die im Verdacht stand das Phänomen psychisch auszulösen, hieß Tina Resch. Im Internet findet man ein Foto, auf dem sie zu sehen ist, während ein Telefon an ihr vorbei fliegt. Skeptiker konnten sich mit der Idee, es handele sich um ein echtes Phänomen, trotz aller wissenschaftlicher Überprüfung nicht anfreunden. Obwohl es viele Zeugen gab, die beispielsweise ein Telefon durch die Luft fliegen sahen, ließen sie sich nicht überzeugen. Skeptiker unterstellten dem Forscher Leichtgläubigkeit und un wissenschaftliche Arbeit. Somit bleibt die Frage offen, ob die Phänomene echt waren, oder nicht. 

Freitag, 13. Januar 2017

Legenden - Graf Dracula - Vlad III. - genannt Drăculea - der Drachenorden

Vlad III. wurde um 1431 geboren und starb um 1476/1477 bei Bukarest. Er war ein rumänischer Herrscher, der zum Albtraum der Türken wurde, die Europa erobern wollten. Eine Ironie des Schicksals war es, dass er von den Türken das Pfählen lernte, als er von seinem Vater als Geisel den Türken übergeben wurde. Im Gegensatz zu seinem Halbbruder, der zum Islam konvertierte, blieb er nicht nur Christ, sondern kämpfte auch gegen die Islamisierung durch die Türken.

Der Drache wurde zum Symbol dieses Kampfes. Denn Vlad III. war - wie zuvor sein Vater - dem Drachenorden beigetreten, der ursprünglich gegen die Hussiten kämpfte, während er später vor allem gegen die Osmanen auftrat, die sich Europa aneignen und es unterwerfen wollten.




Viele Geschichten wurden über Vlad III. in Europa und Russland erzählt. Die Grausamkeiten die er beging, wurden dabei in den Vordergrund gestellt und zum Teil auch ziemlich übertrieben. Grausamkeiten waren im Mittelalter Teil des Lebens. Sie passierten überall und jederzeit. Ihn machten sie berühmt, weil er zum Teil sehr erfolgreich nur mit einer kleinen Armee, das riesige Heer der Osmanen immer wieder demütigte, indem er dieser ungeheure Verluste beifügte. Das machte ihn zur Legende. Bram Stoker verewigte ihn als "Graf Dracula", den Vampir, indem er ihn zum Wiedergänger machte, der sich durch das Blut seiner Opfer am Leben erhält. Obwohl er eigentlich tot ist.

In Rumänien und in Bulgarien gibt es bis heute Vampirgeschichten, die angeblich real sein sollen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um blutsaugende Ungeheuer, sondern um die Geister von Verstorbenen. Rammt man deren Leichen einen Holzpflock ins Herz, sterben sie wirklich. Nicht immer wurden Lebendige gepfählt. Gerade dort wo man an Wiedergänger glaubte, spießte man die Toten auf, um sie im Grab "festzunageln". Vielleicht gab es hier Berührungspunkte und die von Vlad III. Gepfählten, waren gepfählte Leichen. Sicher waren die Angaben über die Anzahl der Opfer weit übertrieben. So viele Menschen wie sie angeblich in den Stadten getötet wurden, lebten damals gar nicht in ihnen.

Vlad III. war für die Einen ein sadistischer Mörder, der - wie manche glauben - vielleicht noch immer als Vampir herumspukt, für die anderen war er ein Freiheitskämpfer, Held und Verteidiger des Christentums. Angeblich hatte man seinen abgetrennten Kopf in Honig eingelegt, dem Sultan Mehmet II. geschickt. Dieser soll ihn, auf einen Pfahl aufgespießt, öffentlich zur Schau gestellt haben. Dabei gibt es keine überzeugenden Hinweise darauf, woran er starb. Vlad III als Ausgeburt des Teufels darzustellen, war auch politisches Kalkül. Der Geschichte vom abgeschlagenen Kopf sollte man deshalb mit Vorsicht begnen. Um Wiedergänger unschädlich zu machen, schlug man ihnen nämlich auch manchmal den Kopf ab. Vielleicht haben die Türken sie nur erfunden um zu beweisen, sie hätten ihren gefährlichsten Feind für immer erledigt.

Wo Vlad III. begraben wurde, weiß man nicht. Sollte seine Seele noch immer als Vampir herumgeistern, wird es daher schwer sein, ihn endgültig ins Jenseits zu befördern. Sein angebliches Grab im Kloster Snagov war leer, als man es 1931 öffnete.